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Super Bikes!

WM der Superbikes in Doha. Fast 350 Kisten müssen dafür an die Stadt am Persischen Golf gebracht werden. Das Charter-Expertenteam von Lufthansa Cargo macht’s möglich – dank Network-on-demand.

Als die Cockpit-Tür der Boeing 777F auf dem Frankfurter Flughafen geschlossen wird, atmet Johanna Koch tief durch: „Das wäre geschafft.“ Für die Key­Account-Managerin von Network-on-demand (NOD) sind hektische 14 Tage glücklich zu Ende gegangen. Auch José Duarte macht drei Kreuze, als der Flieger in der Luft ist. Duarte und seine Kollegen vom sogenannten Loadability-Team haben tagelang „Tetris gespielt“ und schließlich 348 Kisten mit insgesamt 113 Tonnen auf eine B777F sowie die Frachträume dreier Passagierjets verteilt.

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Das Chartergeschäft kann auch hektisch sein. Wenige Wochen zuvor war eine Mail aus Barcelona eingegangen. Stationsleiter Rolf Karlsson fragte an, ob das NOD-Team einen Vollcharter nach Katar stemmen könne. Nippon Express wolle für die spanische Sportagentur Dorna zum Finale der Superbike-Weltmeisterschaft Dutzende Motorräder einschließlich Equipment von Frankfurt nach Doha fliegen. 

Nippon-Manager Alberto Lopez avisierte 95 Tonnen bestehend aus 290 Einzelteilen unterschiedlichster Größe. „Klar war“, sagt Johanna Koch, „dass wir mindestens eine MD-11F brauchen.“ Doch schon bei den ersten überschlägigen Berechnungen kamen die Loadability-Kollegen zu der Überzeugung, dass eine größere B777F sinnvoller sei und zusätzlich Frachtkapazitäten auf mindestens zwei Passagierflügen nach Doha benötigt würden.

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Nachdem Johanna Koch noch einmal nach Barcelona geflogen war, um mit Alberto Lopez, Dorna-Manager Robert Berenguer und den örtlichen Verkaufskollegen Details zu besprechen, stand fest: „Wir brauchen die Triple Seven.“ Aus 95 Tonnen und 290 Einzelteilen waren inzwischen 113 Tonnen und 348 Kisten geworden.

Das Loadability-Team rechnete neu. Gleichzeitig bemühte sich der NOD-Desk abzuklären, ob eine B777F am gewünschten Datum überhaupt zur Verfügung stehen würde. Das war nicht der Fall. Es musste getauscht werden. Eine Option war die Triple Seven, die an diesem Tag für den Mumbai-Flug vorgesehen war. NOD-Mann Björn Greifenstein kontaktierte die zuständigen Kollegen. Die Antwort wurde mit Erleichterung zur Kenntnis genommen: „Wir kämen auch mit einer MD-11F aus.“

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Dann die Standardchecks: Ist die Landebahn am Zielflughafen lang genug, sind Abfertigung und Betanken sichergestellt, gibt es ausreichend Lademittel, bestehen spezielle Importbeschränkungen oder gar Embargobestimmungen? Lang ist der Fragenkatalog, der vor jedem Charterflug ansteht. In diesem Fall war er jedoch zügig abgearbeitet: „Die Passage fliegt Doha täglich an, und auch wir waren mit unseren Frachtern schon zigmal dort“, sagt Daniel Schlattner, Senior Manager Adhoc Network Adjustments & Charter Services.

Seine Abteilung kümmert sich um die individuelle Betreuung der Kunden und eine lückenlose Transportkette. Vom Vollcharter, dem Zwischenstopp eines Linienfrachters bis zur Nutzung des Frachtraums von Passagiermaschinen bietet Network-on-demand maßgeschneiderte Angebote. Das zahlt sich aus: Konnte das NOD-Team im ersten Jahr nach der Reintegration des Chartergeschäfts 50 Flüge verkaufen, waren es 2015 bereits rund 60.

Nachzutragen wäre noch: Die beiden Superbike-Weltmeisterschaftsläufe in Doha gewannen die Aprilia-Piloten Jordi Torres aus Spanien und Leon Haslam aus Großbritannien. Als Weltmeister 2015 stand allerdings schon vor dem Finale Jonathan Rea fest. Er hatte sich in den Rennen zuvor einen ausreichenden Punktevorsprung herausgefahren.

Doch nach der WM ist immer vor der WM: Rea trainiert bereits für die kommende Saison, in der er seinen Titel mindestens ebenso souverän verteidigen will. Und auch das Team Adhoc Network Adjustments & Charter Services von Lufthansa Cargo würde 2016 gern wieder einen wichtigen Part übernehmen im Superbike-Rennzirkus – und ganz nebenbei seine eigene 60er-Bestmarke des vergangenen Jahres übertreffen.

 

Die drei Charter-Optionen

  • Wenn’s mal eine Nummer größer ausfällt: Bei einem Vollcharter kann der Kunde das gesamte Flugzeug reservieren.
  • Wenn’s auch eine Nummer kleiner geht:
    Bei einem Teilcharter bekommt der Kunde so viel Freiraum wie gewünscht.
  • Wenn’s mal Grönland sein soll: 
    Bei einem Rerouting werden auch Ziele angesteuert, die sonst nicht Teil des Lufthansa Cargo Netzwerks sind.
  • Noch Fragen? 
    network-on-demand@dlh.de

Fotos:

Stefan Wildhirt

planet 01/2016

Nachzutragen wäre noch: Die beiden Superbike-Weltmeisterschaftsläufe in Doha gewannen die Aprilia-Piloten Jordi Torres aus Spanien und Leon Haslam aus Großbritannien. Als Weltmeister 2015 stand allerdings schon vor dem Finale Jonathan Rea fest. Er hatte sich in den Rennen zuvor einen ausreichenden Punktevorsprung herausgefahren.

Doch nach der WM ist immer vor der WM: Rea trainiert bereits für die kommende Saison, in der er seinen Titel mindestens ebenso souverän verteidigen will. Und auch das Team Adhoc Network Adjustments & Charter Services von Lufthansa Cargo würde 2016 gern wieder einen wichtigen Part übernehmen im Superbike-Rennzirkus – und ganz nebenbei seine eigene 60er-Bestmarke des vergangenen Jahres übertreffen.

Die drei Charter-Optionen

  • Wenn’s mal eine Nummer größer ausfällt: Bei einem Vollcharter kann der Kunde das gesamte Flugzeug reservieren.
  • Wenn’s auch eine Nummer kleiner geht:
    Bei einem Teilcharter bekommt der Kunde so viel Freiraum wie gewünscht.
  • Wenn’s mal Grönland sein soll: 
    Bei einem Rerouting werden auch Ziele angesteuert, die sonst nicht Teil des Lufthansa Cargo Netzwerks sind.
  • Noch Fragen? 
    network-on-demand@dlh.de

 

Fotos:

Stefan Wildhirt

planet 01/2016