Luftfrachtsicherheit: Lufthansa Cargo fordert Verzicht auf Doppelkontrollen

Sechste Sicherheitskonferenz von Europas führender Frachtairline


 

Lufthansa Cargo hat sich auf der sechsten Sicherheitskonferenz des Unternehmens für mehr Effizienz bei der Durchführung von Luftfrachtsicherheitskontrollen ausgesprochen. Dies müsse Hand in Hand gehen mit den erforderlichen Maßnahmen, das Sicherheitsniveau weiter zu steigen, betonte Dr. Karl-Rudolf Rupprecht, Vorstand Operations des Unternehmens.

Rund 250 Vertreter der Logistikindustrie besuchten die Konferenz der Frachtairline, die unter dem Titel „Luftfrachtsicherheit 2020: Risiken erkennen - Allianzen bilden“ ausgerichtet wurde. Neben Spitzen der Branche, sprachen auf den Vorträgen und Podiumsdiskussionen auch ranghohe Behördenvertreter und Politiker, darunter Botschafter a.D. Wolfgang Ischinger, seit 2009 Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz und Jörg Mendel, Präsident des Luftfahrtbundesamtes.

Wesentliches Thema der Konferenz war die anstehende Umsetzung der EU-Verordnung ACC3 (Air Cargo Carrier 3rd Country), die durch Validierungen von außereuropäischen Flughäfen ein einheitliches Sicherheitsniveau in einer geschlossenen Prozesskette sicherstellen soll. „ACC3 ist ein wichtiger Schritt, um die weltweiten Luftfrachttransporte noch sicherer zu machen“, unterstrich Dr. Karl-Rudolf Rupprecht. Lufthansa Cargo sei auf die Umsetzung am 1. Juli bestens vorbereitet, die ersten Validierungen außereuropäischer Stationen liefen bereits, so der Luftfrachtmanager. Er betonte aber zugleich, dass an einigen Stellen der Umsetzung noch Handlungsbedarf seitens der Politik bestünde. Die Forderung nach zusätzlichen Transferkontrollen sei ein „Salto rückwärts“, so Dr. Rupprecht. „Jede Luftfrachtsendung muss zuverlässig überprüft sein, bevor sie das erste Mal in ein Flugzeug verladen wird“, stellte er klar. „Transferkontrollen sorgen nur für höhere Kosten und längere Transitzeiten – ohne die Sicherheit zu erhöhen.“

Positiv äußerte sich das Unternehmen zum Einsatz der Sprengstoffspürhunde. Bei der letzten Sicherheitskonferenz  in Frankfurt vor zwei Jahren hatte Lufthansa Cargo die Zulassung noch vehement eingefordert. Heute seien die Hunde eine bewährte, zuverlässige und auch effiziente Möglichkeit, Sendungen zu kontrollieren.

Dafür dass Logistiker in dem komplexen Themenfeld der Luftfrachtsicherheit stets den Überblick behalten, sorgt das neue „Handbuch Luftfrachtsicherheit“, das im Rahmen der Konferenz erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Das Buch wurde gemeinsam verfasst von den Wissenschaftlern Prof. Elmar Giemulla und Bastian Rothe sowie dem Sicherheitschef der Lufthansa Cargo, Harald Zielinski. Dieser sagte: „Das Handbuch Luftfracht, das sich in einem ersten Band mit dem Thema Luftfrachtsicherheit beschäftigt, soll als neues Standardwerk Orientierung bieten und klare und faktische Informationen zu aktuellen Sicherheitsauflagen sowie -prozessen liefern. Als Airline wollen wir hier der gesamten Logistikindustrie einen echten Mehrwert bieten und dazu beitragen, dass Luftfracht sicher und effizient transportiert werden kann.“ Um angesichts der stetigen Änderungen der Sicherheitsvorschriften auf dem letzten Stand zu bleiben, wird das Handbuch in digitaler Form stetig aktualisiert. Zu beziehen ist es direkt über Lufthansa Cargo.

 


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