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Kontraste.

Nach Paris macht die Fotoausstellung „Tokyo Curiosity“ der Künstlergruppe Tokyo-GA Halt in Berlin. Mit ihren Bildern wollen die Mitglieder ein Gegengewicht setzen zu denen der Fukushima-Katastrophe von 2011. Für den „planet“ berichtet Tokyo-GA-Fotograf Günter Zorn, wie Lufthansa Cargo bei der Europa-Tournee hilft.

 

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Frühjahr 2011: Eine traurige Bilderflut aus Japan erreicht die Welt. Es sind Aufnahmen von einer gleich dreifachen Katastrophe: Am 11. März zerrüttet ein Erdbeben das Land, kurze Zeit später überrollt ein Tsunami Städte und Dörfer. Durch die Schäden fallen im Atomkraftwerk Fukushima die Kühlsysteme aus. Es kommt zur Kernschmelze.

Im Sommer 2011 erreichen weitere Bilder aus Japan die Welt. Es sind Aufnahmen aus kleinen Straßenrestaurants, in denen sich Frauen im Kimonokostüm lachend mit dem Barkeeper unterhalten. Fotos von bunten Leuchtreklamen an belebten Plätzen und von Kindern, die Hand in Hand unter einem gelben Regenschirm spazieren. Es sind Momentaufnahmen vom Alltag in Japan, der auch nach der Katastrophe weitergeht. Aufgenommen haben diese Bilder Fotografen der Künstlergruppe Tokyo-GA (東京 画 – zu deutsch: Tokio-Bilder). Die international aktive Kuratorin Naoko Ohta rief das Projekt kurz nach der Katastrophe ins Leben – als Gegengewicht zu den traurigen Bildern, die 2011 um die Welt geisterten. Bis heute sammelt Tokyo-GA täglich neue Aufnahmen.

Ausgewählte Werke des Kollektivs sind derzeit auf Ausstellungs-Tournee. „Tokyo Curiosity“ zeigt auch Bilder von Günter Zorn. Der ehemalige Landeschef von DHL arbeitet heute als Fotograf in Tokio und ist der einzige in Japan lebende Deutsche, der von Tokyo-GA als Mitglied aufgenommen wurde. Vergangenen Herbst begleitete er den Transport der Ausstellungsstücke mit Lufthansa Cargo. Hier ist die Geschichte aus seinen Augen.

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AUS DER SICHT EINES FOTOGRAFEN – 
UND DEM BLICKWINKEL SEINER KAMERA.

Rückblick: Es ist Oktober 2018, und ich stehe im Frachtbereich des Flughafens Tokio-Narita. Um meinen Hals trage ich meine Leica und diverse Sonderausweise, die mir den direkten Zugang zum Rollfeld gewähren. Vor mir ein zwei Mann hoher Stapel Kartons auf einer Palette. Er ist dick mit Folie umwickelt und zusätzlich mit einem Netz gesichert. Darauf groß der Schriftzug „Tokyo Curiosity“. Ich mache ein paar Fotos. Und halte kurz inne. Bis dato habe ich mir nie groß Gedanken über internationale Luftfracht gemacht. Sie ist und war immer Routine für mich. Geschieht jeden Tag und überall. Und in der Regel funktioniert sie auch reibungslos. Doch dieses Mal ist alles ein wenig anders. Ich weiß: In den Kartons befinden sich 200 Kunstwerke unserer Gruppe Tokyo-GA, die gleich nach Paris geflogen werden. Und was es für mich noch wertvoller macht: Einige von diesen Werken sind die meinen.

Lufthansa Cargo ist Sponsor unserer Ausstellung. Als man mich bat, die Reise der Bilder fotografisch zu begleiten, war ich sofort Feuer und Flamme. Leider war ich derzeit sehr beschäftigt. Den Part in Paris übernahm liebenswerterweise mein Tokyo-GA-Kollege Hiroki Ikesue für mich. Die Verladung am Flughafen in Tokio ließ ich mir aber nicht entgehen.

Meine Bilder sollten im Magazin „planet“ erscheinen, das wusste ich. Der zuständige Redakteur wünschte sich von mir Bilder in Schwarz-Weiß. Seine Intention: Der Beitrag wird ein einzigartiges Aussehen bekommen, welches sich optisch von den anderen Artikeln im Magazin abhebt. Gebeten, getan. Schwarzweiß ist meine Lieblingsfarbe. Das hebt das Wesentliche hervor. Und so stehe ich am Tag der Entscheidung mit meiner Leica Monochrome 246 – die Königin unter den Digitalkameras der Schwarz-Weiß-Fotografie – am Flughafen Tokio-Narita. Meine Begleitung ist Naoko Ohta. Zuvor hatten wir schon einige Stunden bei einem Framing-Unternehmen in Tokio verbracht, das unsere Kunstwerke flugsicher verpackte.

Jetzt – im Frachtbereich des Flughafens – kommen wir gleich mit einigen Cargo-Mitarbeitern ins Gespräch. Freundlich und kooperativ wirken sie auf uns. Und was uns besonders beruhigt: Wir haben das Gefühl, dass diese Menschen ihre Arbeit wirklich lieben und sich sehr sorgsam um die Fracht kümmern – besonders, wenn es um Kunst geht. Naoko sagt später zu mir: „Ich arbeite unheimlich gern mit dem Team von Lufthansa Cargo. Die Mitarbeiter haben ein Gespür für Omotenashi, das schätze ich sehr.“ Omotenashi – dahinter verbirgt sich in Japan ein sehr vielschichtiges Konzept der Gastfreundschaft und des ­Kundenservices.

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Doch zurück zum Rollfeld. Hier hat sich bereits das Tageslicht verabschiedet. Die Boeing 777F steht da wie ein gigantischer Riese. Ihre Frachttür gleicht einem gierigen Mund, bereit, Container und Paletten mit allen möglichen Gütern für die Welt zu schlucken. Darunter auch unsere Fotografien. Es hat mich immer erfreut, Flugzeuge am Himmel zu beobachten. Aber es ist nochmal etwas ganz anderes, diese Giganten aus der Nähe zu sehen, unter ihrem Bauch und den endlosen Flügeln entlang zu spazieren. Ich bin überwältigt.

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Und habe sogar die Chance, den noch leeren Frachtraum zu betreten. Wie eine riesige High-Tech-Kathedrale tut er sich vor mir auf. Ich bin ganz in meine Fotografie versunken. Alles wirkt surreal. Plötzlich hebt eine riesige Maschine gleich die eines Monsters aus einem Transformer-Film unsere Palette in die Höhe und schiebt sie in den höhlengleichen Frachtraum. Jetzt muss alles schnell gehen. Wir winken noch einmal zum Abschied und machen ein Gruppenfoto mit der Cargo-Mannschaft. Dann ist es vorbei. Die Maschine hebt just in time ab gen Frankreich. Und Naoko und ich fahren zurück in die Innenstadt von Tokio. Im Auto teilen wir unsere Eindrücke vom Tag. Und entspannt blicken wir auf die kommenden Wochen. Lufthansa Cargo übernimmt auch den weiteren Transport der Kunstwerke. Wir sind überzeugt: Sie sind allzeit in sicheren Händen.
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Günter Zorn – ein Deutscher Fotograf in Tokio.

Günter Zorn, 1953 in Bonn geboren, arbeitete früher für den japanischen Ableger von Heidelberger Druckmaschinen sowie als Landeschef von DHL. Als der Manager 1991 nach Tokio zieht, blickt er zunächst auf riesige Betonstelzen, Wolkenkratzer und ein unendliches Häusermeer. Doch dieses Bild wandelt sich schnell. Zorn entdeckte Tokio auf seine ganz eigene Weise, für ihn wird die Stadt zur Metropole der 1.000 Dörfer. Der gelernte Medien- und Bildtechniker lässt sich in einem dieser Dörfer nieder: Kagurazaka. Zorn beschreibt das Viertel mit seiner Mischung aus japanischer Kultur, den ruhigen Gassen, der Patina und seinem fast europäischen Flair als einen Ort, der ihn auch ein wenig an seine Heimat erinnert. Bis heute lebt er gemeinsam mit seiner Frau in Tokio und dokumentiert das Leben auf den Straßen mit der Kamera. Seine Bilder stellt er regelmäßig in Japan, Frankreich und Deutschland aus. Er ist Vorstandsmitglied der Gruppe Tokio-GA.

http://guenterzorn.com

Fotos: Günter Zorn, Hiroki Ikesue

Planet 1/2019


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Panda Prominenz.

Heißt ersehnt und wie Staatsgäste begrüßt: Im Juli landeten Meng Meng und Jiao Qing in Berlin-Schönefeld. Für den Transport und das Wohlergehen der seltenen Bären war Lufthansa Cargo kein Aufwand zu hoch.

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Jiao Qing.

Das Panda-Männchen Jiao Qing (sprich: Jiao Tsching), was so viel wie „Schätzchen“ bedeutet, ist am 15. Juli 2010 in Chengdu geboren und bringt stolze 108 Kilogramm auf die Waage. Er ist nicht nur ziemlich neugierig und schelmisch, sondern gilt – für einen Panda – auch als verhältnismäßig aktiv. Wie es sich für einen echten Pandabären gehört, äußert er sich lautstark, sollte der Bambus mal zu lange auf sich warten lassen.

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Meng Meng.

Ein rundes Gesicht und eine kurze Schnauze? Das ist eindeutig Panda-Weibchen Meng Meng („Träumchen“)! Die korrekte Aussprache haben die Berliner Tierpfleger auch schon fleißig geübt, sie lautet „Möng Möng“. Die sanftmütige Bärin wurde am 10. Juli 2013 in Chengdu geboren und wiegt etwa 77 Kilogramm.

Der Schutz der Pandas hat höchste Priorität.

Der Schutz der Pandas hat höchste Priorität.

Dunkle Knopfaugen, rundes Gesicht, weiche Plüschohren – kaum jemand kann sich dieser schwarz-weiß bepelzten Charmeoffensive entziehen. Doch für Pandas wird es eng, sie gelten als bedrohte Art: 1.864 Tiere leben noch in Freiheit und nur 54 weltweit in Zoos außerhalb Chinas. So war das Interesse groß, als gleich zwei der begehrten Bären mit LH 8415 am 24. Juni um 14.53 Uhr in Berlin-Schönefeld landeten. Die Lufthansa Cargo MD-11F hatte dafür eigens das erst wieder ab Januar 2018 im Flugplan vertretene Chengdu angesteuert. Meng Meng und Jiao Qing wurden empfangen wie Staatsgäste. Standesgemäß begrüßte die Flughafenfeuerwehr Fracht und Frachter mit einer Fontäne, und die Crew schwenkte vor rund 30 Pressevertretern auf dem Vorfeld je eine deutsche und chinesische Flagge aus dem Cockpit. Die beiden Pandas beeindruckte der Rummel wenig. Interessiert schauten sie sich um, den zwölf Stunden langen Flug hatten sie offensichtlich genossen. Immerhin sind die zwei quasi erste Klasse geflogen – inklusive Rundumbetreuung durch den leitenden Tierarzt des Berliner Zoos Dr. Andreas Ochs und ihre beiden mitgereisten chinesischen Tierpfleger. Auch an Reiseproviant mangelte es nicht: Die MD-11F hatte eine Tonne Bambus im Gepäck. Viel Prominenz war zur Begrüßung des Pandapaars gekommen: unter ihnen Seine Exzellenz, 

 

der chinesische Botschafter in Berlin, Shi Mingde, der Regierende Bürgermeister Michael Müller und Zoodirektor Andreas Knieriem. Ebenfalls mit dabei: Alexis von Hoensbroech, Vorstand Produkt und Vertrieb von Lufthansa Cargo.

Bürgermeister Müller: „Es war mir ein persönliches Anliegen, unsere beiden Neu-Berliner zu begrüßen. Wir freuen uns, dass Berlin nun um eine tolle Attraktion reicher ist.“ Shi Mingde erläuterte das Phänomen Panda: „Pandas haben in China praktisch den Status eines Nationalschatzes. Ein China ohne sie ist schlicht nicht vorstellbar, daher haben Erhalt und Schutz der Tiere höchste Priorität.“

Im Anschluss ging es für Meng Meng und Jiao Qing weiter in ihr zukünftiges Zuhause, das für zehn Millionen Euro erbaute und durch chinesische Delegationen für gut befundene Gehege im Berliner Zoo. Die beiden Bären sind Leihgaben auf 15 Jahre und die einzigen Pandas in Deutschland. Jährlich bezahlt der Berliner Zoo 920.000 Euro, wovon 90 Prozent in Panda-Schutz und -Forschung fließen sollen. Entsprechend groß ist die Hoffnung, von den beiden Exoten mit Nachwuchs beglückt zu werden. Für Lufthansa Cargo in Deutschland federführend bei diesem wertvollen Transport war Wolfgang Handke vom Sales-Team Berlin.

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Seit 1982 beim Frachtkranich, hatte er schon einen Panda-Flug in den 1990er- Jahren begleitet. Auf chinesischer Seite waren Yuan Fang, Head of Handling Northern Asia, und Hasso Schmidt, Head of Sales & Handling Eastern China, der ebenfalls seit 1982 bei Lufthansa ist, die Hauptverantwortlichen. „Das Ganze war eine tolle Teamleistung aus beiden Ländern. Das gilt auch für die Koordination außerhalb unserer Hubs“, so Handke.

Von den Visa für die Begleiter über die Kommunikation mit Zoll und Pflanzenschutz wegen des geladenen Bambus bis zur Koordination der Parkposition des Frachters mit dem Flughafen Schönefeld – alles lief über Handkes Tisch. „Es ist besser, wenn hier eine Person in alles eingebunden ist, das macht vieles einfacher“, so der Sales-Manager.

Wenn Meng Meng und Jiao Qing Berlin in 15 Jahren wieder verlassen, wird Handke wohl nicht mehr dabei sein: „Ein zweites Mal den Transport von Pandas zu organisieren ist ein schöner Abschluss. Die nächsten Pandas werde ich nur noch in der Rente erleben.“

 

 

Einen „Nationalschatz“ nennt Shi Mingde, Botschafter der Volksrepublik China in Berlin, die Pandas. Entsprechend hochrangig ist der Besuch zur Eröffnung des neuen Panda-Geheges, hier Bundeskanzlerin Angela Merkel und Chinas Staatspräsident Xi Jinping.

 

Fotos:
Lufthansa Cargo, Zoo Berlin, Frederic Schweizer
Planet 2/2017


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Hyperagil.

HERR DIREKTOR, WIRD WARR HYPERLOOP DEMNÄCHST EINE RÖHRE ÜBER DEN ATLANTIK BAUEN UND DEN FRACHTAIRLINES DAS TRANSATLANTIK - GESCHÄFT WEGNEHMEN?

Paul Direktor: Vielleicht nächstes Jahr, aber Spaß beiseite: Hyperloop ist keine Konkurrenz zur Luftfracht, sondern könnte in Zukunft eine Ergänzung werden, zum Beispiel als Express- oder Zulieferlösung, um Luftfracht-Drehkreuze noch effizienter zu machen.

Dorothea von Boxberg: In besonders überlasteten Verkehrsgebieten könnte Hyperloop Transporte auf der Straße ersetzen. Kurz- und Mittelstrecken sind das Feld, in dem sich Hyperloop-Lösungen beweisen könnten. Man darf nicht vergessen: Die längste Hyperloop- Röhre von Elon Musk misst heute nur etwas mehr als einen Kilometer.

Paul Direktor: In der Schweiz arbeitet ein Uni-Team der ETH Zürich unter dem Titel Swissloop bereits an der Implementierung eines Pakettransportsystems mit Vakuumröhrentechnologie. Die Schweizer sind ja große Tunnelbauer.

Dorothea von Boxberg: Hyperloop ist zwar keine Technologie, die wir in naher Zukunft kommerzialisiert am Markt sehen werden. Aber es ist beeindruckend, wie viele Ideen dazu in den vergangenen Jahren entstanden sind! Eine Verteilung durch Hyperloop auf der „Letzten Meile“ vom Flughafen in die Großstädte könnte zum Beispiel
E-Commerce-Sendungen erheblich beschleunigen.

WAS FASZINIERT SIE AN DER „SPACEX HYPERLOOP POD COMPETITION“?
Paul Direktor: Wir haben hier die Gelegenheit, etwas absolut Neues zu bauen. Wir sind sozusagen die Speerspitze der technischen Innovation. Nach den ersten Erfolgen hat die Industrie angefangen, sich für uns zu interessieren und uns zu unterstützen. Das ist praktische Erfahrung, die man im Studium nicht vermittelt bekommt. Einfach fantastisch!

Dorothea von Boxberg: Es ist faszinierend zu sehen, welche enormen Entwicklungen diese selbst organisierten studentischen Teams erreicht haben – vor allem, wenn ich dies mit der typischen Projektdauer im Großkonzern vergleiche.

WAS WAR FÜR SIE EINE EINSCHNEIDENDE ERFAHRUNG, ALS IHRE STUDENTENINITIATIVE PLÖTZLICH MIT UNTERSTÜTZERN AUS DER

INDUSTRIE ZUSAMMENARBEITEN MUSSTE?
Paul Direktor: Die Laufzeiten. Für viele Firmen sind interne Verarbeitungszeiten von über vier Wochen zum Beispiel bei Rechnungen völlig normal. Bei uns im Team kann in diesen vier Wochen ungefähr alles passieren.

WAS IST DAS NEUE AN DEN HEUTIGEN HYPERLOOPKONZEPTEN IM VERGLEICH ZU DENEN VON VOR 15 JAHREN WIE BEISPIELSWEISE CARGO CAP, ÜBER DIE WIR DAMALS SCHON IM „PLANET“ BERICHTET HABEN?
Paul Direktor: Neu ist vor allem die Vakuum-Technologie, die viel höhere Geschwindigkeiten ermöglicht. Außerdem das Engagement eines namhaften Entrepeneurs, also in unserem Fall Elon Musk, der sich nachhaltig für die Implementierung einsetzt und global für Aufmerksamkeit sorgt.

KRITIKER SAGEN, MUSK MACHT ZU VIEL GETÖSE …
Paul Direktor: Das kann jeder selbst beurteilen. Mich jedenfalls faszinieren seine Erfolge – wie er es schafft, durch seine Elektroautos den Markt zu revolutionieren, das ist schon toll. Sobald die Massenproduktion funktioniert, werden wir sehen, wie gut er wirklich ist. Auch SpaceX ist bereits seit einigen Jahren profitabel.

Dorothea von Boxberg: Er ist ein beeindruckender Visionär. Viele seiner Ideen sind eben keine inkrementellen Verbesserungen, sondern Moonshot-Ideen. Da ist der Weg zu nachhaltigem Business deutlich schwieriger als bei kleineren Innovationen. Mit seinem Tesla hat er die Automobilindustrie auf jeden Fall ganz schön aufgemischt!

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Ein Teil des Teams mit seinem aktuellen Pod, der im Juli dieses Jahres bei der 3. Hyperloop Pod Competition mit 467 km/h gewann. Neben dem Speed-Team gibt es bei WARR Hyperloop noch ein „Schwebe“-Team“, das ebenfalls erfolgreich war und die aus dem Transrapid bekannte Technik nutzbar machen will.

WARUM INTERESSIEREN SICH LUFTHANSA CARGO UND WARR HYPERLOOP FÜREINANDER? WOLLEN SIE INVESTIEREN, FRAU VON BOXBERG?
Dorothea von Boxberg:WARR Hyperloop ist eine studentische Initiative, kein Start-up. Dementsprechend könnten wir im Augenblick gar nicht investieren. Wir unterstützen die Studenten, da wir an einem Austausch über die Technologie interessiert sind und an Menschen, die so ein Engagement und solche Fähigkeiten mitbringen.

Paul Direktor: Lufthansa Cargo ist ein gut vernetztes, global agierendes Unternehmen. Uns geht es um Wissensaustausch und darum, erste Business Cases für Deutschland zu entwickeln.

ES GEHT ALSO NICHT NUR UM PR?
Paul Direktor: PR spielt eine Rolle, ist aber nicht alles. Für Lufthansa Cargo wie für die gesamte Logistikbranche muss es interessant sein zu wissen, was in der Hyperloop- Industrie passiert, um darauf frühzeitig reagieren zu können.

Dorothea von Boxberg: Wir waren mit dem WARR-Hyperloop-Team schon vor den Sponsoren- Events in Kontakt. Aber wenn es jemand nur als PR werten will, hindere ich ihn nicht daran.

WELCHE INNOVATIVEN IDEEN IM LOGISTIKSEKTOR JENSEITS VON HYPERLOOP FINDEN SIE ZURZEIT SPANNEND? 
Paul Direktor: Ideen gibt es viele. Blockchain bietet nach meiner Wahrnehmung viel Potenzial für die Validierung von Lieferketten. Das ist spannend für die sehr arbeitsteilige Luftfrachtbranche mit ihren vielen weit verstreuten Playern. Amazons Beehive könnte die Lager logistik revolutionieren. Dazu gehört dann auch das Thema Schwarmintelligenz von Drohnen.

DIE LOGISTIKBRANCHE GILT ALLERDINGS NICHT GERADE ALS AUSBUND AN INNOVATIONSFREUDE …
Dorothea von Boxberg: Stimmt. Manche Themen dauern wirklich ewig, zum Beispiel der Rollout des eAir Waybills.

Paul Direktor: Alle Branchen befinden sich aktuell in einem starken Wandel durch die Digitalisierung. Auch die Logistik ist da keine Ausnahme und wird sich darauf einstellen müssen.

Dorothea von Boxberg: Das tun wir. Predictive Analytics, also die Auswertung von Daten, um Aussagen für die Zukunft zu gewinnen, ist bei Lufthansa Cargo schon kurz vor der Anwendung. Dabei geht es unter anderem darum, dass selbst lernende Algorithmen Preise festlegen. Wir stellen einige unserer Services bereits über API-Schnittstellen zur Verfügung, und diese werden von mehreren Plattformen genutzt, die Angebote in einer Vergleichsübersicht darstellen. In anderen Industrien ist das zwar nichts Besonderes. Aber in der Luftfracht ist das durchaus innovativ. Mein generelles Ziel ist es, unseren Kunden unser Angebot effektiv und einfach zur Verfügung zu stellen. Da haben wir noch einiges zu tun.

WAS BRINGT IHNEN DER BESUCH BEI WARR HYPERLOOP FÜR DIE ABARBEITUNG DER AKTUELLEN LUFTHANSA CARGO AGENDA?
Dorothea von Boxberg: Der Spirit ist toll und eine sehr gute Ergänzung zum legendären Cargo-Spirit. Aktuell arbeiten wir daran, unser Angebot digitaler und einfacher verfügbar zu machen. Bisher gibt es in der Luftfrachtindustrie noch sehr viele manuelle Prozesse: bei der Buchung, bei der Quotierung von Preisen, aber auch beim Informationsfluss, der eine physische Sendung begleitet. Dadurch bekommen unsere Kunden keine Echtzeit-Informationen, es fehlt oft die Transparenz, und es entstehen auch Fehler. In den nächsten Jahren soll das bei uns deutlich besser werden!

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Der erste Pod von WARR Hyperloop war aufgrund seines Designs erfolgreich. Vorn befindet sich ein Kompressor, der den Luftwiderstand im „Fast“-Vakuum minimiert

FRAU VON BOXBERG, SIE SIND DER NEUE VORSTAND FÜR PRODUKT UND VERTRIEB. WAS KANN MAN FÜR DAS PRODUKT VON INITIATIVEN WIE WARR HYPERLOOP ODER START-UPS LERNEN?
Dorothea von Boxberg: Erfolgreiche Produkte richten sich an den Bedürfnissen der Kunden aus und werden in der versprochenen Qualität geliefert. Von Start-ups können wir lernen, dass ein Produkt nicht zu 100 Prozent perfekt sein muss, wenn man es neu auf den Markt bringt. Mit einem schnellen „minimum viable product“ kann man durchaus wertvolle Erfahrungen sammeln und das Produkt dann weiter verbessern. Der Kunde muss dabei nur wissen, auf was er sich jeweils einlässt.

IST DER AUSTAUSCH MIT START-UPS WICHTIG, UM ATTRAKTIV FÜR NACHWUCHSKRÄFTE ZU SEIN?
Dorothea von Boxberg: „Employer Branding“ ist nicht der Hauptaspekt bei unserem Austausch. Es geht uns vorrangig um die Ideen selbst, die Technologien, die Haltung, dass schnelles Wachstum möglich ist, und um die Arbeitsweise. Manchmal haben wir uns in unserer Branche schon zu sehr daran gewöhnt, dass Dinge ihre Zeit benötigen. Studenten oder Start-ups, die das Gegenteil beweisen, sind da sehr erfrischend! Mit „digital natives“ zusammen zu sein ist auch für mich persönlich eine gute Schule.

ZURZEIT MEHREN SICH NEGATIVE WIRTSCHAFTS - MELDUNGEN – STRAFZÖLLE, EU-SKEPTIZISMUS ETC. IST DA ÜBERHAUPT NOCH PLATZ FÜR INNOVATOREN WIE SIE, HERR DIREKTOR?
Paul Direktor: In einer funktionierenden Marktwirtschaft muss es immer Platz für Innovation und Aufbruchsstimmung geben, ansonsten wäre das ein sehr schlechtes Zeichen.

MACHEN SIE WARR HYPERLOOP AUCH, WEIL SIE DAMIT IRGENDWANN MAL REICH WERDEN WOLLEN?
Paul Direktor: Nein. Aus Begeisterung für das Projekt. Aktuell arbeiten wir neben dem Studium in unserer Freizeit, viele von uns mehr als 60 Stun den pro Woche. Und das, obwohl wir dafür nicht bezahlt werden.

IST EIN KULTURELLER WANDEL IN EINEM TRADITIONSUNTERNEHMEN WIE LUFTHANSA CARGO MÖGLICH?
Dorothea von Boxberg: Wir haben in den vergangenen Jahren viel verändert: die Organisation, unsere Prozesse, wir arbeiten gezielter mit Start-ups zusammen, bei Projekten kommen wir zunehmend von einer Wasserfall-Vorgehensweise zu agiler Entwicklung. Und die Veränderung geht noch weiter – wir sind mittendrin.

VIELEN DANK FÜR DAS GESPRÄCH!

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Das beeindruckte auch Elon Musk: Der dritte Pod von WARR Hyperloop war schneller als der Pusher-Pod von SpaceX und Tesla.

Fotos: WARR Hyperloop, Matthias Aletsee

Planet 2/2018


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Konnichiwa „Bojo“!

Er ist kein Tropfen wie jeder andere, denn er kommt als Erster eines jeden Jahrgangs auf den Tisch: der Beaujolais Nouveau. Der auch als Beaujolais Primeur oder kurz „Bojo“ bekannte französische Rotwein kommt seit 1985 traditionell am dritten Donnerstag im November in den Handel. „Le Beaujolais Nouveau est arrivé“, heißt es dann in den Weinhandlungen weltweit. Die Idee stammt von den Winzern aus dem Beaujolais, das „weinrechtlich“ zum Burgund gehört. In den Fünfzigerjahren erstritten sie sich eine Ausnahme vom strikten französischen Weinrecht. Sie waren die Ersten, die ihren Wein schon im Jahr seiner Herstellung verkaufen durften. Einst flogen englische Dandys mit ihrem Privatflugzeug ins Burgund, um für sich und ihre Freunde den allerersten neuen Wein aus Frankreich zu beschaffen. Heute gelangt der „Bojo“ per Luftfracht in mehr als 110 Länder der Welt. Pro Jahr werden rund 13 Millionen Flaschen abgefüllt.

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Mehr als die Hälfte davon gelangt nach Japan. Lufthansa Cargo transportiert auch in diesem Jahr wieder rund 600 Tonnen des begehrten Tropfens ins Land der aufgehenden Sonne. Per Road Feeder Service gelangt der „Bojo“ aus dem Beaujolais zum Frankfurter Flughafen (FRA). Die Herausforderung: Das komplette Frachtvolumen muss in einem Zeitraum von nur drei Wochen nach Osaka (KIX) und Tokio (NRT) gelangen, um rechtzeitig zum Verkaufsstart Mitte November in den Regalen der japanischen Weinhändler zu stehen. Pro Tag versendet der Frachtkranich daher rund 50 Tonnen „Bojo“ in eigenen Maschinen sowie den Frachträumen der Lufthansa Passage in Richtung Asien. Zum Beispiel im Belly von LH740, einer Boeing 747-400 mit Ziel Osaka. Nach knapp zwölfstündiger Reise landet der Jungwein in Japan. Kooperationspartner All Nippon Airways ergänzt das Angebot von Lufthansa Cargo um weitere 1.200 Tonnen Frachtkapazität.

Fotos: iStock

Planet 2/2018


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Rasant. Garantiert.

„Zeit ist Geld“ gilt in der Logistik immer – aber besonders für unverzichtbare Ersatzteile zum Beispiel in der Schifffahrt oder der Öl- und Gasindustrie.

Emergency.Solutions heißt das neue Lufthansa Cargo-Produkt für Notfälle. Wer sich dafür entscheidet, hat wenn nötig sogar einen ­kompletten Frachter für sich.

Für Emergency.Solutions stellt Lufthansa Cargo sicher, dass die Eilsendung mit dem nächstmöglichen Flug ans Ziel gebracht wird.

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Ein Hubschrauber knattert über das Kühne + Nagel-Gelände an der Bucht von Tananger zu einer der Bohrinseln draußen in der Nordsee. Vertäute Spezialschiffe schaukeln im eisigen Herbstwind. Wer von hier mit dem Auto durch die nordische Landschaft ins nahe gelegene Stavanger fährt, vorbei an Holzhäusern und über eine Fjordbrücke, hat nicht den Eindruck, im Zentrum der norwegischen Ölindustrie zu sein. Nur wenig deutet darauf hin, dass in der Region Spezialfirmen und -lager extrem wichtige Teile für die Öl-, Gas- und Schifffahrtindustrie auf der ganzen Welt produzieren und bereithalten.

Kühne + Nagel ist ein langjähriger Partner vieler hier ansässiger Firmen. Der Logistikdienstleister hat bei Stavanger 80 Mitarbeiter stationiert, 16 davon für Luftfracht. Neben dem Bürogebäude liegt die Lagerhalle, in der zahllose Einzelteile aufbewahrt werden: Pumpenzubehör, Kompressoren, Bohrköpfe, Stahlseile, Elektronikteile und vieles mehr. Geht irgendwo auf der Welt ein solches Teil im Einsatz kaputt, gilt Alarm­stufe Rot.

Innerhalb kürzester Zeit muss Ersatzmaterial, beispielsweise aus Stavanger, herangeschafft werden. Denn in der Ölförderung oder bei einem aufgehaltenen Schiff verursacht jede verlorene Stunde Kosten von vielen Tausend Euro.

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„Gerade bei Ersatzteilen für die Öl- und Gasförderung und für Schiffe haben wir eine Menge dringender Sendungen“, sagt Synnøve Thormodsæter, die für die Luftfracht bei Kühne + Nagel in Norwegen zuständig ist. „Logistisch wird unsere Arbeit besonders kompliziert bei großen und übergroßen Teilen“, präzisiert die Managerin aus Bergen. In solchen Fällen laufen die Telefone heiß. Es wird organisiert und improvisiert. Unter Druck sind verschiedene Optionen zu prüfen. Unverzügliche Entscheidungen sind gefragt.

Schnell und absolut zuverlässig.

Lufthansa Cargo wurde in den vergangenenen Jahren immer wieder aus verschiedenen Branchen mit Notfallsituationen und enstprechend dringenden Aufträgen konfrontiert – neben Schiffbau und der Öl- und Gasindustrie auch aus den Bereichen Automotive, Aviation oder Maschinenbau.

Daher entschied sich das Unternehmen, ein Produkt anzubieten, das genau für solche Fälle konzipiert ist. Vorgabe: höchste Priorität, kurzfristig und absolut zuverlässig.

Daraus entstand: Emergency.Solutions.

„Außerdem hat unser Produktmanagement unter dem Stichwort ,geplanter Notfall‘ intelligente Bodenprozesse entwickelt, um die Improvisation im Ernstfall auf ein ­Minimum zu reduzieren“, erklärt Christoph Harneid, Norwegen-Chef von Lufthansa Cargo.

Zwar lassen sich nicht alle Unwägbarkeiten von Notfällen vorhersehen, aber definierte Abläufe beschleunigen den Prozess und regeln den Entscheidungsbedarf. Bei Emergency.Solutions ist durch Lufthansa Cargo garantiert, dass die Eilsendung kurzfristig mit dem nächstmöglichen Flug ans Ziel gebracht wird.

„Wir sorgen dafür, dass einer Emergency.Solutions-­Sendung kurzfristiger Zugang gewährt wird. Im Fall der Fälle würden wir sogar einen ganzen Frachter bereitstellen“, sagt Harneid. Die ­Voraussetzungen bei der Frachtfluglinie für ein solches exquisites ­Premiumprodukt sind denkbar günstig. Lufthansa Cargo verfügt über Mitarbeiter mit der ­Erfahrung, verwandte Aufgabenstellungen zu lösen, vergleichbare Prozesse anzubieten, sowie über ein Streckennetz mit zeitnahen ­Verbindungen in die ganze Welt. Da die meisten Flüge ­etablierte Linienflüge sind, müssen in der Regel nicht erst Landegenehmigungen oder Maschinen organisiert werden.

Die Transferzeiten am Flughafen werden durch die eingespielten Prozesse extrem kurz gehalten. Man stellt die direkte Umladung vom einen auf das nächste Flugzeug ohne Umweg über das Transitlagerhaus sicher.

Im Bedarfsfall wird auch die Lufthansa Cargo Charter Agency mit ins Boot geholt. So bleibt die Sendung in einer Hand und kann mit nur einem Luftfrachtbrief und einem Abrechnungsweg verschickt werden. Das verringert die Komplexität und vereinfacht die Prozesse. Und während des ganzen Transports behält ein Frankfurter Team die Sendung stets im Auge.

Seit Ende 2011 wird Emergency.Solutions testweise von einigen ­deutschen, europäischen und nordamerikanischen Stationen angeboten – darunter auf dem norwegischen Markt. „Im letzten Jahr hatten wir insgesamt rund 120 Aufträge. Mittelfristig rechnen wir mit 300 bis 400 Fällen pro Jahr“, sagt Harneid.

Bisher waren die Reaktionen von Kundenseite durchweg positiv.

Aus diesem Grund wird das Produkt seit dem 1. Oktober 2012 offiziell weltweit angeboten. Aus Stavanger gehen die Eilsendungen per Truck zu dem Flughafen, von dem aus es die besten Anschluss-­möglichkeiten gibt.

„Dort geht es auf die nächste Maschine in Richtung Zielort, wo die Formalitäten schon im Vorfeld geklärt werden“, erläutert Harneid. „Bisher blieb uns bei schweren und großen Sendungen häufig nur die Möglichkeit, einen Direkt-Charterflug zu organisieren“, sagt Thormodsæter.

Auch Lufthansa Cargo greift im Rahmen von ­Emergency.Solutions in Ausnahmefällen auf Charterflüge zurück. Dabei wird das Charter-Segment mit Linienflügen kombiniert. Das spart Zeit und Kosten.

Schnell und absolut zuverlässig.

Lufthansa Cargo wurde in den vergangenenen Jahren immer wieder aus verschiedenen Branchen mit Notfallsituationen und enstprechend dringenden Aufträgen konfrontiert – neben Schiffbau und der Öl- und Gasindustrie auch aus den Bereichen Automotive, Aviation oder Maschinenbau.

Daher entschied sich das Unternehmen, ein Produkt anzubieten, das genau für solche Fälle konzipiert ist. Vorgabe: höchste Priorität, kurzfristig und absolut zuverlässig.

Daraus entstand: Emergency.Solutions.

„Außerdem hat unser Produktmanagement unter dem Stichwort "geplanter Notfall" intelligente Bodenprozesse entwickelt, um die Improvisation im Ernstfall auf ein ­Minimum zu reduzieren“, erklärt Christoph Harneid, Norwegen-Chef von Lufthansa Cargo.

Zwar lassen sich nicht alle Unwägbarkeiten von Notfällen vorhersehen, aber definierte Abläufe beschleunigen den Prozess und regeln den Entscheidungsbedarf. Bei Emergency.Solutions ist durch Lufthansa Cargo garantiert, dass die Eilsendung kurzfristig mit dem nächstmöglichen Flug ans Ziel gebracht wird.

„Wir sorgen dafür, dass einer Emergency.Solutions Sendung kurzfristiger Zugang gewährt wird. Im Fall der Fälle würden wir sogar einen ganzen Frachter bereitstellen“, sagt Harneid. Die Voraussetzungen bei der Frachtfluglinie für ein solches exquisites Premiumprodukt sind denkbar günstig. Lufthansa Cargo verfügt über Mitarbeiter mit der Erfahrung, verwandte Aufgabenstellungen zu lösen, vergleichbare Prozesse anzubieten, sowie über ein Streckennetz mit zeitnahen Verbindungen in die ganze Welt. Da die meisten Flüge etablierte Linienflüge sind, müssen in der Regel nicht erst Landegenehmigungen oder Maschinen organisiert werden.

Die Transferzeiten am Flughafen werden durch die eingespielten Prozesse extrem kurz gehalten. Man stellt die direkte Umladung vom einen auf das nächste Flugzeug ohne Umweg über das Transitlagerhaus sicher. 

Im Bedarfsfall wird auch die Lufthansa Cargo Charter Agency mit ins Boot geholt. So bleibt die Sendung in einer Hand und kann mit nur einem Luftfrachtbrief und einem Abrechnungsweg verschickt werden. Das verringert die Komplexität und vereinfacht die Prozesse. Und während des ganzen Transports behält ein Frankfurter Team die Sendung stets im Auge. 

Seit Ende 2011 wird Emergency.Solutions testweise von einigen ­deutschen, europäischen und nordamerikanischen Stationen angeboten – darunter auf dem norwegischen Markt. „Im letzten Jahr hatten wir insgesamt rund 120 Aufträge. Mittelfristig rechnen wir mit 300 bis 400 Fällen pro Jahr“, sagt Harneid. 

Bisher waren die Reaktionen von Kundenseite durchweg positiv.

Aus diesem Grund wird das Produkt seit dem 1. Oktober 2012 offiziell weltweit angeboten. Aus Stavanger gehen die Eilsendungen per Truck zu dem Flughafen, von dem aus es die besten Anschlussmöglichkeiten gibt.

„Dort geht es auf die nächste Maschine in Richtung Zielort, wo die Formalitäten schon im Vorfeld geklärt werden“, erläutert Harneid. „Bisher blieb uns bei schweren und großen Sendungen häufig nur die Möglichkeit, einen Direkt-Charterflug zu organisieren“, sagt Thormodsæter.

Auch Lufthansa Cargo greift im Rahmen von ­Emergency.Solutions in Ausnahmefällen auf Charterflüge zurück. Dabei wird das Charter-Segment mit Linienflügen kombiniert. Das spart Zeit und Kosten. 

Norwegen–Singapur in drei Tagen.

Im Dezember sollte Kühne + Nagel große Teile für die Reparatur eines Spezialschiff-Heliports innerhalb von drei Tagen nach Singapur liefern. Bei über fünf Metern Länge und 1.280 Kilogramm Gewicht wäre keine kurzfristige Zuladung aus Stavanger mehr möglich gewesen. Der Schiffseigner hätte hohe Konventionalstrafen zahlen müssen. Durch die Wahl von Emergency.Solutions und somit der höchsten Priorisierung konnte noch eine rechtzeitige Lieferung über Frankfurt organisiert werden.

„Bei Emergency.Solutions ist der Ausnahmefall die Regel, aber Lufthansa Cargo hat im Vorfeld klare Vorgehensweisen für diesen Ausnahmefall definiert. Wir brauchen in diesem Geschäft Partner mit einer derartig flexiblen Planung“, sagt Thormodsæter.

Gerade zieht ein Spezialschiff aus der Bucht von Tananger auf die offene Nordsee, umkreist von ein paar Möwen. Zeitgleich löst sich in 8.000 Kilometern Entfernung vor der Küste Westafrikas ein Bohrkopf: Ernstfall. Ersatzteil: Emergency.Solutions!

 

Emergency.Solutions in Kürze.

  • Transportlösung fürs kleinste Ersatzteil bis zur größten Maschine
  • Zeitnahe Verfügbarkeit, bei Bedarf binnen weniger Stunden
  • Keine Gewichtsgrenze – bis zur maximalen Frachtkapazität der Maschine
  • Höchste Priorität und Zuverlässigkeit durch persönliche Betreuung
  • Schnellste Verbindung von Airport zu Airport im weltweiten Lufthansa Cargo-Netzwerk – und wenn nötig darüber hinaus

Fotos:

Moritz Schmid

planet 2/2014

Norwegen–Singapur in drei Tagen.

Im Dezember sollte Kühne + Nagel große Teile für die Reparatur eines Spezialschiff-Heliports innerhalb von drei Tagen nach Singapur liefern. Bei über fünf Metern Länge und 1.280 Kilogramm Gewicht wäre keine kurzfristige Zuladung aus Stavanger mehr möglich gewesen. Der Schiffseigner hätte hohe Konventionalstrafen zahlen müssen. Durch die Wahl von Emergency.Solutions und somit der höchsten Priorisierung konnte noch eine rechtzeitige Lieferung über Frankfurt organisiert werden. 

„Bei Emergency.Solutions ist der Ausnahmefall die Regel, aber Lufthansa Cargo hat im Vorfeld klare Vorgehensweisen für diesen Ausnahmefall definiert. Wir brauchen in diesem Geschäft Partner mit einer derartig flexiblen Planung“, sagt Thormodsæter.

Gerade zieht ein Spezialschiff aus der Bucht von Tananger auf die offene Nordsee, umkreist von ein paar Möwen. Zeitgleich löst sich in 8.000 Kilometern Entfernung vor der Küste Westafrikas ein Bohrkopf: Ernstfall. Ersatzteil: Emergency.Solutions!

Emergency.Solutions in Kürze.

  • Transportlösung fürs kleinste Ersatzteil bis zur größten Maschine
  • Zeitnahe Verfügbarkeit, bei Bedarf binnen weniger Stunden
  • Keine Gewichtsgrenze – bis zur maximalen Frachtkapazität der Maschine
  • Höchste Priorität und Zuverlässigkeit durch persönliche Betreuung
  • Schnellste Verbindung von Airport zu Airport im weltweiten Lufthansa Cargo-Netzwerk – und wenn nötig darüber hinaus

 

Fotos:

Moritz Schmid

planet 2/2014


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Öl ist eine Mentalität.

CEVA Logistics in Houston hat einen besonderen Fokus auf den Energiesektor gelegt. Lufthansa Cargo hilft dabei, Öl- und Gasfirmen weltweit zuverlässig mit Equipment zu versorgen.

Wenn man auf dem Markt in Houston erfolgreich mitspielen will, spricht man besser als Erstes über Service – und erst danach über den Preis“, sagt Bruce Hulings, Vice President Energy Services von CEVA Logistics. So ticke die Öl- und Gasindustrie hier seit jeher.

Houston ist die Energiehauptstadt der USA und eines der wichtigsten Zentren der amerikanischen Wirtschaft überhaupt: 28 der 500 größten Unternehmen des Landes haben hier ihren Hauptsitz – mehr sind es nur in New York. Und mit einem Umsatz von 6,8 Milliarden Euro steht auch CEVA in der berühmten Fortune-Liste.

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„Vier der sechs größten Öl- und Gasfirmen sind unsere Kunden“, so Hulings. „Zusätzlich beliefern wir 400 der weltweit 700 Ölplattformen. Der Energiesektor macht insgesamt sechs Prozent unseres Umsatzes aus.“ Die Branche ist immer noch ein starker Wachstumstreiber für die US-Wirtschaft. Auch Lufthansa Cargo hat das Potenzial der texanischen Kapitale erkannt und bedient mit der AeroLogic seit April dieses Jahres den Houston Bush Intercontinental Airport. 

Im Juni kam noch eine MD-11-Verbindung hinzu. Auf das Geschäft von CEVA hat dieser Markteintritt durchaus positive Auswirkungen. „Dadurch, dass Lufthansa Cargo nun auch direkt von Houston aus operiert, sparen wir Zeit“, erklärt Bonnie Martin, Senior Logistics Manager. „Wir müssen jetzt beispielsweise nicht mehr unbedingt nach Dallas trucken.“ Und der Zeitfaktor spielt eine enorm wichtige Rolle.

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 „Wenn man die Größe und den Wert der Fracht betrachtet, die in der Branche benötigt wird, ist klar, dass diese an den Destinationen nicht auf Vorrat liegt“, erläutert Greg Weigel, Executive Vice President Global Airfreight bei CEVA. „Wenn dann ein Kunde sagt, dass er etwas innerhalb von 24 Stunden an einem bestimmten Ort haben muss, dann muss es auch zum genannten Zeitpunkt ankommen. Ansonsten kann seine Firma schon mal mehrere 100.000 Dollar am Tag verlieren.“

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Die spezielle Herausforderung dabei sind die eher ungewöhnlichen Destinationen. Equipment für die Öl- und Gasindustrie ist in der Regel eben nicht für die großen Hubs, sondern viel häufiger für Südamerika oder Westafrika bestimmt.

„Hier brauchen wir die Zuverlässigkeit von Lufthansa Cargo, damit unsere Fracht nicht nur pünktlich in Frankfurt ankommt, sondern auch rechtzeitig den Anschluss nach beispielsweise Ghana oder Äquatorialguinea bekommt“, unterstreicht Weigel.

Bruce Hulings fügt hinzu: „Wir brauchen einen Partner, der den Servicegedanken lebt, der zuhört und immer versucht, alles möglich zu machen. Denn das Ölbusiness ist eine Mentalität. Es ist nicht so, als würde ich in einen Laden gehen und eine Jeans kaufen wollen, und wenn die gerade nicht auf Lager ist, komme ich eben nächste Woche wieder. Lufthansa Cargo und CEVA teilen die gleichen Prinzipien von Service und Exzellenz – überall auf der Welt.“ 

CEVA Logistics in Zahlen.

Umsatz: 6.8 Milliarden Euro (2010)

Mitarbeiter: über 46,000

Ranking Logistikdienstleister: Platz 4 (weltweit)

Ranking IATA: Platz 4 (weltweit)

Standorte: 1,200 in über 170 Ländern

Lagerkapazität: 10 Millionen Quadratmeter

Fotos:

Bruce Benett

planet 2/2011

CEVA Logistics in Zahlen.

Umsatz: 6.8 Milliarden Euro (2010)
Mitarbeiter: über 46.000
Ranking Logistikdienstleister: Platz 4 (weltweit)
Ranking IATA:  Platz 6 (weltweit)
Standorte: 1,200 in über 170 Ländern
Lagerkapazität:

10 Millionen Quadratmeter

 

Fotos:

Bruce Benett

planet 2/2011


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Flexibilität und Qualität verbinden!

Statements von Stephan Haltmayer, Geschäftsführer von QCS-Quick Cargo Service.

Exzellentes Teamwork: Stephan Haltmayer (l.), Geschäftsführer von QCS-Quick Cargo Service, und sein Lufthansa Cargo-Verkäufer Christopher Biaesch suchen stets den direkten Draht, um ihre Kunden zufriedenzustellen.

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Flughafen Frankfurt am Main, Vorfeld, 2. März, 11.30 Uhr.

Stephan Haltmayer hat die Ruhe weg. In gut drei Stunden geht sein Flieger nach Bangkok. Dort trifft der Geschäftsführer von QCS-Quick Cargo Service auf einer regionalen Logistiktagung wichtige asiatische Partner und Kunden. Drei Tage später geht es für den Chef der mittelständischen Spedition aus Mörfelden bei Frankfurt weiter nach São Paulo – Verkaufsgespräche. „Ich muss auch noch Koffer packen“, schmunzelt Haltmayer, trotz des engen Zeitplans ziemlich gelassen. 

Jetzt nimmt er sich erst einmal die Zeit, mit Christopher Biaesch, seinem Verkäufer bei Lufthansa Cargo, die Fragen des planet-Reporterteams zum Thema Qualität zu beantworten und der Fotos wegen eine QCS-Sendung zum Frachter nach Schanghai auf das Vorfeld zu begleiten. „Qualität hat in unserer Industrie immer auch etwas damit zu tun, in hektischen Phasen die Ruhe zu bewahren“, sagt Haltmayer.

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Der Spediteur ist ein guter Gesprächspartner, wenn es um Qualität in der Luftfrachtbranche geht. Denn sein Unternehmen hat den Lufthansa Cargo Quality Award 2011 gewonnen. „Das Luftfrachtgeschäft läuft rasant und erfordert eine Menge Flexibilität“, erzählt Haltmayer. „Aber wenn Sie keine Leute haben, die präzise arbeiten, ist die ganze Schnelligkeit nichts wert.“ 

QCS konnte sich bei dem Qualitätswettbewerb der Lufthansa Cargo vor allem dank seiner guten Anlieferqualität durchsetzen. Konkret heißt das: QCS hielt die avisierten Lieferumfänge so gut wie immer exakt ein und stellte seine Sendungen stets pünktlich inklusive aller erforderlichen Papiere zur Verfügung. Der Grund dafür, dass Lufthansa Cargo den Quality Award ins Leben gerufen hat, ist keineswegs uneigennützig: „Unsere Analysen haben ergeben, dass unsere eigene Qualität zu rund 30 Prozent von der Vorleistung der Spediteure abhängt“, verrät Cargo-Lufthanseat Christopher Biaesch.

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Die Qualität der Airline wird laufend erfasst, und zwar mit dem „Notification for Delivery“-Wert (NFD). Damit Lufthansa Cargo hier Qualitätsführer sein kann, braucht die Airline von den Spediteuren zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt saubere Buchungsdaten, keine No-Shows (das sind Sendungen, die gebucht, aber dann nicht angeliefert werden) sowie die Erfüllung des IATA-Kriteriums „Ready for Carriage“. Das ist der Fall, wenn Fracht und Dokumente der Airline ordnungsgemäß übergeben wurden – Bedingung dafür, den Transport Airport-to-Airport überhaupt zuverlässig abwickeln zu können.

„Gute Prozesse sind die Voraussetzung für gute Qualität“, weiß auch Stephan Haltmayer. „Das ist bei Lufthansa Cargo so, das ist auch bei uns so. Aber der Faktor Mensch ist ebenfalls entscheidend für den Erfolg. Den Quality Award haben sich in erster Linie unsere Mitarbeiter mit ihrem Know-how und ihrem Engagement verdient.“

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QCS gehört zu den zehn größten inhabergeführten IATA-Speditionen in Deutschland. Das Unternehmen hat sich als zuverlässiger Logistikdienstleister für die mittelständische Exportindustrie einen Namen gemacht. Maschinenbauer, Autozulieferer, Stahl-, Pharma- und Chemiefirmen stehen auf der Kundenliste. „Der Mittelstand arbeitet gern mit dem Mittelstand“, sagt Haltmayer.

„Hier denken auch die Mitarbeiter unternehmerisch.“ Unter keinen Umständen will er sich von einzelnen Großkunden abhängig machen. An allen wichtigen deutschen Flughafenstandorten ist QCS mit eigenen Niederlassungen vertreten. Weltweit kooperiert man mit anderen lokal ansässigen, mittelständischen Spediteuren. Ein wichtiges Erfolgsrezept dabei: „Wir arbeiten nur mit handverlesenen, finanziell gesunden Partnern zusammen, die wir persönlich kennen und denen unsere Kunden vertrauen können“, so Stephan Haltmayer. „Das ist fester Bestandteil unserer Qualitätsphilosophie.“

Monatlich wird vor Ort über die Prozesse des Netzwerks gesprochen.

Allein deswegen müssen Haltmayer und sein Management-Team so viel reisen. Bei den Meetings geht es aber auch immer um die Kundenakquise.

Schließlich sind es häufig genug die Empfänger, die die Transport- und Logistikleistungen bezahlen müssen und deshalb auch die Dienstleister bestimmen dürfen. Das erstreckt sich ebenso auf die Auswahl der Carrier.

„Wir empfehlen in vielen Fällen Lufthansa Cargo“, bekennt Haltmayer. „Mit ihrem starken Netzwerk gibt es aus Deutschland heraus verlässliche hochfrequente Anbindungen an alle Märkte, die für uns wichtig sind.“

Dazu zählen besonders Indien, USA und zuletzt wieder Brasilien. „Natürlich ist auch China wichtig, obwohl hier durch die immer stärker werdende Währung und steigende Lohnkosten zuletzt ein verlangsamtes Wachstum festzustellen war.“

Auch beim eBooking und beim „Troubleshooting“ sieht Haltmayer die Lufthansa Cargo vorn im Wettbewerb. „Da ist sie wieder, die Kombination aus intelligenten Abläufen und persönlichem Engagement“, sagt Haltmayer.

„Unsere Mitarbeiter haben das Kümmerer-Gen.“

„Auf der Airline-Seite brauchen wir Partner, die genauso ticken.“ Sagt’s und klopft Christopher Biaesch auf die Schulter. „Wir geben uns eben nicht mit halben Sachen zufrieden“, meint der selbstbewusst. „Da ist dann manchmal auch ein bisschen Extraeinsatz gefragt.“

Zum Beispiel, als QCS den Transport der Kronjuwelen des letzten russischen Zaren von St. Petersburg zu einer Ausstellung nach Miami zu organisieren hatte.

Oder als eines Freitagabends in letzter Minute ein tonnenschweres Ersatzteil für einen Fertigungsroboter eines Automobilwerks in Mexiko versendet werden musste. „Die Maschine schien zunächst überbucht.

Aber wir haben dann eine Lösung gefunden. Am Sonntag war der Job erledigt“, erinnert sich Biaesch. „Das Wichtigste dabei war, dass wir ständig den kurzen Draht hatten“, ergänzt Haltmayer.

„Quasi stündlich hat der Kunde bei uns angerufen, und wir konnten ihm jedesmal guten Gewissens sagen, dass die Sache klappen wird.“ 

Der Druck bei diesem Auftrag war enorm, weil ein Bandstillstand drohte. Haltmayer konnte trotzdem der ihm eigenen Gelassenheit treu bleiben.

„Ich wusste: Bei Lufthansa Cargo wird man nicht hektisch, sondern managt die Sache bis zum Ende professionell.“

Monatlich wird vor Ort über die Prozesse des Netzwerks gesprochen.

Allein deswegen müssen Haltmayer und sein Management-Team so viel reisen. Bei den Meetings geht es aber auch immer um die Kundenakquise.

Schließlich sind es häufig genug die Empfänger, die die Transport- und Logistikleistungen bezahlen müssen und deshalb auch die Dienstleister bestimmen dürfen. Das erstreckt sich ebenso auf die Auswahl der Carrier.

„Wir empfehlen in vielen Fällen Lufthansa Cargo“, bekennt Haltmayer. „Mit ihrem starken Netzwerk gibt es aus Deutschland heraus verlässliche hochfrequente Anbindungen an alle Märkte, die für uns wichtig sind.“

Dazu zählen besonders Indien, USA und zuletzt wieder Brasilien. „Natürlich ist auch China wichtig, obwohl hier durch die immer stärker werdende Währung und steigende Lohnkosten zuletzt ein verlangsamtes Wachstum festzustellen war.“

Auch beim eBooking und beim „Troubleshooting“ sieht Haltmayer die Lufthansa Cargo vorn im Wettbewerb. „Da ist sie wieder, die Kombination aus intelligenten Abläufen und persönlichem Engagement“, sagt Haltmayer.

„Unsere Mitarbeiter haben das Kümmerer-Gen.“

„Auf der Airline-Seite brauchen wir Partner, die genauso ticken.“ Sagt’s und klopft Christopher Biaesch auf die Schulter. „Wir geben uns eben nicht mit halben Sachen zufrieden“, meint der selbstbewusst. „Da ist dann manchmal auch ein bisschen Extraeinsatz gefragt.“

Zum Beispiel, als QCS den Transport der Kronjuwelen des letzten russischen Zaren von St. Petersburg zu einer Ausstellung nach Miami zu organisieren hatte.

Oder als eines Freitagabends in letzter Minute ein tonnenschweres Ersatzteil für einen Fertigungsroboter eines Automobilwerks in Mexiko versendet werden musste. „Die Maschine schien zunächst überbucht.

Aber wir haben dann eine Lösung gefunden. Am Sonntag war der Job erledigt“, erinnert sich Biaesch. „Das Wichtigste dabei war, dass wir ständig den kurzen Draht hatten“, ergänzt Haltmayer.

„Quasi stündlich hat der Kunde bei uns angerufen, und wir konnten ihm jedesmal guten Gewissens sagen, dass die Sache klappen wird.“ 

Der Druck bei diesem Auftrag war enorm, weil ein Bandstillstand drohte. Haltmayer konnte trotzdem der ihm eigenen Gelassenheit treu bleiben.

„Ich wusste: Bei Lufthansa Cargo wird man nicht hektisch, sondern managt die Sache bis zum Ende professionell.“

 

5 Fragen an Stephan Haltmayer.

Was sind die wichtigsten Qualitätsmerkmale Ihres Unternehmens?
Die Grundlage des QCS-Erfolgs sind unsere Mitarbeiter. Sie verfolgen dieselben Ziele wie die Geschäfts­leitung. Ansonsten heißt unser Motto: Qualität statt Quantität!

Was ist für Sie bei einer Luftfracht-Airline gute Qualität?
Eine Airline braucht eine moderne Infrastruktur, ein großes Streckennetz und gute Kundenbetreuung. Lufthansa Cargo hat das alles und ist Trendsetter im Cargomarkt.

Welches Produkt oder welche Leistung außerhalb der Cargo-Welt zeichnet sich durch besondere Qualität aus?
Mein Porsche, der Mittelstand und Deutschland.

Was bedeutet für Sie Lebensqualität?
Zeit sinnvoll zu nutzen. Dazu zähle ich ausdrücklich auch manchmal ein gutes Glas Rotwein am Kamin.

Welches sind Ihre ganz persönlichen Qualitäten?
Ich will mich immer verbessern und neue Wege gehen. Erfolg ist für mich etwas Langfristiges. Ausdauer und Zuversicht gehören ebenso zu meinen Qualitäten wie meine Risikobereitschaft, ohne die man nichts werden kann.

5 Fragen an Stephan Haltmayer.

Was sind die wichtigsten Qualitätsmerkmale Ihres Unternehmens?
Die Grundlage des QCS-Erfolgs sind unsere Mitarbeiter. Sie verfolgen dieselben Ziele wie die Geschäfts­leitung. Ansonsten heißt unser Motto: Qualität statt Quantität!

Was ist für Sie bei einer Luftfracht-Airline gute Qualität?
Eine Airline braucht eine moderne Infrastruktur, ein großes Streckennetz und gute Kundenbetreuung. Lufthansa Cargo hat das alles und ist Trendsetter im Cargomarkt.

Welches Produkt oder welche Leistung außerhalb der Cargo-Welt zeichnet sich durch besondere Qualität aus?
Mein Porsche, der Mittelstand und Deutschland.

Was bedeutet für Sie Lebensqualität?
Zeit sinnvoll zu nutzen. Dazu zähle ich ausdrücklich auch manchmal ein gutes Glas Rotwein am Kamin.

Welches sind Ihre ganz persönlichen Qualitäten?
Ich will mich immer verbessern und neue Wege gehen. Erfolg ist für mich etwas Langfristiges. Ausdauer und Zuversicht gehören ebenso zu meinen Qualitäten wie meine Risikobereitschaft, ohne die man nichts werden kann.

 

3 Fragen an Christopher Biaesch.

Was sind die wichtigsten Qualitätsmerkmale Ihres Unternehmens?
Ob bei Sicherheit, Performance, Kundenzufriedenheit, Produkt­diversifizierung oder Investitionen in die Belegschaft und die Infra­struktur – wir geben bei allen Themen Gas.

Was ist für Sie bei einer Luftfracht-Airline gute Qualität?
Die Qualität einer Airline ist messbar und erlebbar. Generell geht es darum, sich nicht mit halben Sachen zufriedenzugeben und immer 100 Prozent anzustreben. 

Welches Produkt oder welche Leistung außerhalb der Cargo-Welt zeichnet sich durch besondere Qualität aus?
Der Fahrstil von Sebastian Vettel. Er testet die Grenzen aus, überschreitet sie aber selten. Chapeau!

Fotos:

Volker Römer, Ralf Kreuels

planet 1/2012

3 Fragen an Christopher Biaesch.

Was sind die wichtigsten Qualitätsmerkmale Ihres Unternehmens?
Ob bei Sicherheit, Performance, Kundenzufriedenheit, Produkt­diversifizierung oder Investitionen in die Belegschaft und die Infra­struktur – wir geben bei allen Themen Gas.

Was ist für Sie bei einer Luftfracht-Airline gute Qualität?
Die Qualität einer Airline ist messbar und erlebbar. Generell geht es darum, sich nicht mit halben Sachen zufriedenzugeben und immer 100 Prozent anzustreben.

Welches Produkt oder welche Leistung außerhalb der Cargo-Welt zeichnet sich durch besondere Qualität aus?

Der Fahrstil von Sebastian Vettel. Er testet die Grenzen aus, überschreitet sie aber selten. Chapeau!

 

Fotos:

Volker Römer, Ralf Kreuels

planet 1/2012


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Zügiges Handling.

Daniele Fregnan, Head of Logistics bei Benetton, über Qualität in der Luftfracht.

„Bei Benetton muss die Qualität der Prozesse der Qualität der Kleidung entsprechen“, so Daniele Fregnan (l.), Logistikchef bei Benetton. Antonio Dinis Queiros, Manager Northeast Italy bei Lufthansa Cargo in Venedig, weiß darauf eine Antwort: „Transparenz und Prozessoptimierung sind bei uns ein Dauerauftrag.“

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Marco-Polo-Flughafen, Venedig, 7. März, 7.30 Uhr LH326 aus Frankfurt gleitet über die Lagunenstadt. Sanft setzt der Airbus A321 auf der Landebahn auf. An Bord: über 150 Passagiere. Im Frachtraum: Bekleidung edler Qualität. Weiche Pullover, leichte Sommerkleider, Anzüge, robuste Jeans und farbenfrohe Kinderkleidung – die neue Benetton-Kollektion 2012, teilweise in Asien hergestellt und über Frankfurt eingeflogen. Kaum gelandet, geht alles ganz schnell. Nach zügigem Handling wird die Ware auf Lkw geladen und ist auf dem Weg ins 30 Kilometer entfernte Zentrallager in Castrette – einem von drei Hubs weltweit.

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Drei Stunden später werden die Paletten von den Lkw in den riesigen Komplex aus Lagerhallen gebracht, die ruhig im gleißenden Sonnenlicht liegen. Im Inneren: hektisches Treiben. Ein voll automatisiertes Sortiersystem verteilt die Anzüge, Kleider und Pullover in Pappboxen und schickt sie auf die Reise. Surrende Transportbänder befördern die mit Destination und Inhalt deklarierten Kartons durch einen 1,1 Kilometer langen unterirdischen Tunnel ins Distributionszentrum.

Auch hier Lager-Hightech der neuesten Generation: Auf 30.000 Quadratmetern huschen Sortierschlitten wie von Geisterhand gesteuert zwischen Regalsystemen hin und her. Die Regale ragen etliche Stockwerke hinauf. Kartons werden gegriffen, in Öffnungen geschoben oder auf die nächsten Bänder geschubst.

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„In Castrette treffen fast alle Produktionen von Benetton ein, und aus dem Distributionszentrum versenden wir sie in 6.400 Shops weltweit“, so Daniele Fregnan, Head of Logistics. Der Italiener ist Chef der gesamten Benetton-Logistik und auch für das firmeneigene Speditionsunternehmen Benind verantwortlich, das mit verschiedenen Subunternehmern kooperiert. „Ich arbeite schon seit vielen Jahren für Benetton. Nach Unterbrechungen bin ich immer wieder zurückgekehrt. Benetton ist für mich ein Ausdruck von Erfolg, Harmonie und Fortschritt.“

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Das italienische Familienunternehmen startete seine Erfolgsgeschichte vor 45 Jahren mit der Eröffnung der ersten eigenen Fabrik. Heute ist die Benetton Group weltweit in 120 Ländern vertreten und führt im Bekleidungssektor die Marken United Colors of Benetton, Undercolors of Benetton, Sisley und Playlife. „In den vergangenen Jahren hat Benetton viel Konkurrenz bekommen. Wir heben uns vor allem durch die Qualität unserer Kleidung ab, sowohl im Design als auch im Material“, erklärt Fregnan.

„Diese Qualität muss ihre Entsprechung jedoch auch in der Qualität des logistischen Prozesses finden!“ Die Distribution innerhalb Italiens dauert ein bis zwei Tage, für alle anderen Destinationen werden drei bis fünf Tage veranschlagt. 85 Prozent der Ware, die in Castrette zwischenlagert, erreicht ihr Ziel auf dem Landweg. Fregnan: „Wir wollen ohne Fehler liefern, schnell und pünktlich sein. Das ist meine Herausforderung. Aber auch mein eigener Anspruch.“ 

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Nur rund drei Prozent des kompletten Warenaufkommens wickelt Benetton per Luftfracht ab. Das sind im Bereich Export aus Italien allerdings immerhin noch rund 2.300 Tonnen jährlich. Wichtigste Destinationen sind New York, Tokio, Mexico City, Taipeh, Bogota und Miami. Annähernd 27 Prozent des Luftfrachtaufkommens fliegt Lufthansa Cargo. „Benetton ist damit in dieser Region unser größter Kunde“, sagt Antonio Dinis Queiros. Er ist als Manager Northeast Italy bei Lufthansa Cargo in Venedig für die Region zuständig und bereits seit 24 Jahren für die Kranich-Linie tätig.

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„Dementsprechend eng und intensiv ist die Zusammenarbeit mit Benetton“, so der gebürtige Portugiese. „Wir sind ständig dabei, die Prozesse zu optimieren und haben eine sehr transparente Geschäftsbeziehung entwickelt.“

Auch Benettons Logistik-Chef Fregnan weiß die Zusammenarbeit zu schätzen: „Die traditionelle Einstellung vieler Italiener in Sachen Pünktlichkeit passt nicht besonders gut zu den Erfordernissen der Logistikbranche “, sagt er schmunzelnd und fügt hinzu: „Was Lufthansa hier an Service und Verlässlichkeit bietet, ist nicht nur exzellent, sondern auch für den Qualitätsanspruch von Benetton unverzichtbar.“     

Doch trotz des bereits hoch entwickelten und ausgefeilten Distributionsprozesses bei Benetton gibt es neue Ideen.

Künftig werden einige Warenströme nicht mehr über das große Zentrallager in Venedig laufen. „Wir können an vielen Stellen die Wege verkürzen“, so Fregnan.

Da 50 Prozent der Ware in Asien, 30 Prozent in Tunesien und 20 Prozent in Osteuropa hergestellt werden, gäbe es viele Möglichkeiten für direkte Verbindungen zu den Verkaufszielen.

Fregnan: „Es ist gut, wenn man einen soliden Qualitätsstandard aufgebaut hat, aber dieser Prozess darf niemals abgeschlossen sein.“

Auch Benettons Logistik-Chef Fregnan weiß die Zusammenarbeit zu schätzen: „Die traditionelle Einstellung vieler Italiener in Sachen Pünktlichkeit passt nicht besonders gut zu den Erfordernissen der Logistikbranche “, sagt er schmunzelnd und fügt hinzu: „Was Lufthansa hier an Service und Verlässlichkeit bietet, ist nicht nur exzellent, sondern auch für den Qualitätsanspruch von Benetton unverzichtbar.“

Doch trotz des bereits hoch entwickelten und ausgefeilten Distributionsprozesses bei Benetton gibt es neue Ideen.

Künftig werden einige Warenströme nicht mehr über das große Zentrallager in Venedig laufen. „Wir können an vielen Stellen die Wege verkürzen“, so Fregnan.

Da 50 Prozent der Ware in Asien, 30 Prozent in Tunesien und 20 Prozent in Osteuropa hergestellt werden, gäbe es viele Möglichkeiten für direkte Verbindungen zu den Verkaufszielen.

Fregnan: „Es ist gut, wenn man einen soliden Qualitätsstandard aufgebaut hat, aber dieser Prozess darf niemals abgeschlossen sein.“

 

5 Fragen an Daniele Fregnan.

Was sind die wichtigsten Qualitätsmerkmale Ihres Unternehmens?
Bei Benetton kann man atmen. Es gibt eine Atmosphäre von Kreativität, Genialität und Leidenschaft für die Kunst. Es hat nichts mit Geld zu tun, dass ich bereits zum dritten Mal in dieses wundervolle Unternehmen zurückkehre.

Was ist für Sie bei einer Luftfracht-Airline gute Qualität?
Echte Servicebereitschaft inklusive Tracking & Tracing und pro-aktiver Information.

Welches Produkt oder welche Leistung außerhalb der Cargo-Welt zeichnet sich durch besondere Qualität aus?
Die Senator Lounge von Lufthansa. Generell ist Qualität für mich, wenn ich etwas kaufe – sei es ein Produkt oder eine Dienstleistung – und der Anbieter hat meine Bedürfnisse bereits verstanden, bevor ich es ihm erklärt habe.
    
Was bedeutet für Sie Lebensqualität?
Zeit für meine Frau und meine Tochter zu haben, Sport zu treiben, Musik zu hören.

Welches sind Ihre ganz persönlichen Qualitäten?
Berechenbarkeit und Zuverlässigkeit.

5 Fragen an Daniele Fregnan.

Was sind die wichtigsten Qualitätsmerkmale Ihres Unternehmens?
Bei Benetton kann man atmen. Es gibt eine Atmosphäre von Kreativität, Genialität und Leidenschaft für die Kunst. Es hat nichts mit Geld zu tun, dass ich bereits zum dritten Mal in dieses wundervolle Unternehmen zurückkehre.

Was ist für Sie bei einer Luftfracht-Airline gute Qualität?
Echte Servicebereitschaft inklusive Tracking & Tracing und pro-aktiver Information.

Welches Produkt oder welche Leistung außerhalb der Cargo-Welt zeichnet sich durch besondere Qualität aus?
Die Senator Lounge von Lufthansa. Generell ist Qualität für mich, wenn ich etwas kaufe – sei es ein Produkt oder eine Dienstleistung – und der Anbieter hat meine Bedürfnisse bereits verstanden, bevor ich es ihm erklärt habe.

Was bedeutet für Sie Lebensqualität?
Zeit für meine Frau und meine Tochter zu haben, Sport zu treiben, Musik zu hören.

Welches sind Ihre ganz persönlichen Qualitäten?
Berechenbarkeit und Zuverlässigkeit.

 

5 Fragen an Antonio Dinis Queiros.

Was sind die wichtigsten Qualitätsmerkmale Ihres Unternehmens?
Zuverlässigkeit und Kundenorientierung sowie ein breites Produktportfolio.

Was ist für Sie bei einer Luftfracht-Airline gute Qualität?
Die Fähigkeit, die Erwartungen der Kunden zu erfüllen. Der Service muss zu dem passen, was der Kunde bezahlt hat.

Welches Produkt oder welche Leistung außerhalb der Cargo-Welt zeichnet sich durch besondere Qualität aus?
Ein gutes Paar Designerschuhe, ein köstlicher Käse aus den Bergen meiner Heimat Portugal oder ein Ferrari-Sportwagen.

Was bedeutet für Sie Lebensqualität?
In der Lage zu sein, sich mental von der Arbeit zu lösen, wenn man Zeit braucht für sich und diejenigen, die man liebt.

Welches sind Ihre ganz persönlichen Qualitäten?
Durchsetzungsfähigkeit, Einsatzfreude und Hingabe.

Fotos:

Volker Römers, Ralf Kreuels

planet 1/2012

5 Fragen an Antonio Dinis Queiros.

Was sind die wichtigsten Qualitätsmerkmale Ihres Unternehmens?
Zuverlässigkeit und Kundenorientierung sowie ein breites Produktportfolio.

Was ist für Sie bei einer Luftfracht-Airline gute Qualität?
Die Fähigkeit, die Erwartungen der Kunden zu erfüllen. Der Service muss zu dem passen, was der Kunde bezahlt hat.

Welches Produkt oder welche Leistung außerhalb der Cargo-Welt zeichnet sich durch besondere Qualität aus?
Ein gutes Paar Designerschuhe, ein köstlicher Käse aus den Bergen meiner Heimat Portugal oder ein Ferrari-Sportwagen.

Was bedeutet für Sie Lebensqualität?
In der Lage zu sein, sich mental von der Arbeit zu lösen, wenn man Zeit braucht für sich und diejenigen, die man liebt.

Welches sind Ihre ganz persönlichen Qualitäten?
Durchsetzungsfähigkeit, Einsatzfreude und Hingabe.

 

Fotos:

Volker Römers, Ralf Kreuels

planet 1/2012


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Von –20°C bis +30°C.

Mit dem Service Cool/td-Active ermöglicht Lufthansa Cargo temperaturgeführte Transporte vom Versender bis zum Empfänger. Ein Schlüssel zum Erfolg des Competence Center Temperature Control (CCTC) sind die „Unicooler“ genannten Kühl-Heiz-Container. Darin kommen etwa dringend benötigte Impfstoffe zügig nach Washington. Oder in alle Welt.

In Marburg laufen die Telefondrähte heiß. Es ist Impfsaison auf der nördlichen Halbkugel, Krankenhäuser und Ärzte müssen einen Patientenansturm bewältigen. An diesem Freitagnachmittag rufen außergewöhnlich viele Kunden aus den USA bei dem Pharmaunternehmen an, das bestimmte Seren nur in Marburg herstellt. Für die ganze Welt.

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Die Reaktion erfolgt prompt: Der Hausspediteur wird beauftragt, einen dringenden Transport nach Washington zu organisieren. Dort checkt man gleich die Kapazitäten bei Lufthansa Cargo. Grünes Licht! Auch für das passende Transportbehältnis für das hochsensible Gut: Die Impfstoffe müssen bei zwei bis acht Grad Celsius befördert werden, damit sie ihre Wirkung behalten. Diese Lösung hat einen Namen: Cool/td-Active – der Lufthansa Cargo-Service für temperaturgeführte Transporte.

Der Fahrer der Spedition steigt gegen 18 Uhr in seinen Truck, um vier Unicooler – spezielle Kühl-Heiz-Container – beim Competence Center Temperature Control (CCTC) von Lufthansa Cargo am Frankfurter Flughafen abzuholen. Zwei Stunden später belädt er die Hightech-Container in Marburg mit dem Impfstoff.

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Am nächsten Morgen geht es weiter: Um 6 Uhr passiert der Truck mit den Unicoolern das Sicherheitstor und liefert sie beim Perishables Center von Lufthansa Cargo ab. Das Team von Karin Krestan, Senior Handling Manager im CCTC, nimmt sich der empfindlichen Fracht an. „Wir sorgen dafür, dass die Sendungen gemäß den Vorgaben der Temperaturführung bis zum Abflug so sorgsam und zügig wie möglich behandelt werden“, so Krestan. „Außerdem behalten wir jeden einzelnen Transport von der Buchung bis zur Auslieferung im Auge.“

Pünktlich um 13 Uhr startet die Boeing 747 mit der Flugnummer LH 418 am Frankfurter Flughafen und landet um 15.50 Uhr auf dem Dulles International Airport in Washington. Kurz darauf kann die Spedition mit der Verteilung des Impfstoffs beginnen – zum Wohle der Patienten.

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Neben der Sorgfalt des Handlingteams spielen die Kühl-Heiz-Container eine Schlüsselrolle im standardisierten Prozess von Cool/td-Active. Mehr als 240 dieser Unicooler stellt Lufthansa Cargo seinen Kunden zur Verfügung. Von Monat zu Monat werden es mehr. Es gibt die intelligenten Behälter in zwei Größen: In den RAP passen bis zu fünf Europaletten, in den RKN eine. In der Regel wird die Ware beim Kunden selbst im Container verstaut und dann mit einem Thermo-Lkw zum Flughafen gefahren. Sofern die Länderbestimmungen es erlauben, bringen Spediteure die Sendung auch am Empfangsort samt Container zum Kunden, damit die Temperaturführung nicht unterbrochen wird.

Auf Werte zwischen –20 und +30 Grad Celsius kann die Temperatur im Inneren der Container eingestellt werden. Ein autonomes Kühl- und Heizsystem hält die Temperatur weitgehend konstant – ganz gleich, ob draußen Hitze oder Frost herrscht. Lufthansa Cargo strebt eine Abweichung von nicht mehr als plus/minus drei Grad Celsius von der voreingestellten Temperatur an. Meist schwankt die Temperatur um weniger als ein Grad – so fein abgestimmt arbeiten Kühlung und Heizung.

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Manchmal müssen die Container auf einer einzelnen Tour Schwerstarbeit leisten. „Zum Beispiel wenn sie im Winter in Chicago bei –15 Grad starten und in Dubai bei +40 Grad ausgeliefert werden“, erzählt Hans-Peter Justus, Senior Product Manager für Cool/td im CCTC. „Für unsere Kühl-Heiz-Container sind solche extremen Temperaturspannen in der Außenwelt kein Problem – solange ihre Akkus gut gefüllt sind und die gewünschte Gradzahl richtig eingestellt ist.“ Mitarbeiter der Lufthansa Cargo überprüfen deshalb vor dem Abflug noch einmal die richtige Programmierung des Containers.

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Arzneimittelgrundstoffe, Seren, hochentwickelte Präparate zur Bekämpfung von Krebs oder eben Impfstoffe dulden in der Regel nur sehr geringe Temperaturschwankungen. Sonst verändert sich ihre molekulare Struktur und sie verderben. Eine große Verantwortung, der sich alle Beteiligten bewusst sind.

„Wir haben nicht nur eine professionelle Verpflichtung, unseren Job so optimal wie möglich zu erledigen, sondern auch eine moralische“, sagt Christopher Dehio, Senior Key Account Manager im CCTC. „Jeder Mensch, der zum Arzt geht und ein Arzneimittel verabreicht bekommt, sollte sich darauf verlassen können, dass die Qualität "Eins A" ist.“

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Durchgängiges Temperaturprotokoll - Entsprechend streng werden die Sendungen überwacht: Neben dem Hersteller selbst, der die Temperatur seiner Ware mit Dataloggern kontinuierlich protokolliert, schreibt auch der Kühl-Heiz-Container von Lufthansa Cargo die Temperatur in seinem Inneren mit.

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Für die Pharmahersteller ein wichtiger Qualitäts­nachweis, den immer häufiger auch staatliche Stellen in den Empfängermärkten einfordern. Temperatur ist das eine, Geschwindigkeit das andere.

Das wissen auch die Kollegen von der Fraport, die keine Zeit verlieren und den Transport der Unicooler zum Flieger übernehmen. Rund ein Drittel dieser Container wird in den Frachtern der Lufthansa Cargo versendet, zwei Drittel fliegen mit den Widebodys der Lufthansa – große Passagiermaschinen wie der Airbus A340, die Boeing 747 und bald auch der A380, die von Frankfurt und München aus in alle Welt starten.

89 Stationen hat Lufthansa Cargo für den Umgang mit Kühl-Heiz-Containern ausgerüstet. Tendenz steigend. Geschulte Mitarbeiter müssen an beiden Enden der Transportkette bereitstehen. Sie kümmern sich um Trockeneis für die Kühlung, Steckdosen zum Aufladen der Container und um beschleunigte Prozesse. Ein so kompetentes und weltumspannendes Netzwerk bietet kein anderer Carrier. Selbst die Piloten erfahren ganz genau, was sich wo in ihren Laderäumen befindet, damit nicht nur die Passagiere, sondern auch die Frachtsendungen unversehrt ankommen.

Interessant ist Cool/td-Active deshalb nicht nur für die Pharmaindustrie, sondern auch für andere Wirtschaftszweige. So werden mittlerweile temperaturempfindliche Hightech-Geräte ebenso mit Unicoolern auf die Reise geschickt wie wertvolle Chemikalien, Lacke oder Harze. Sie alle wären mit Kühlung allein nicht zu transportieren.

Manche Klebstoffe, wie sie zum Beispiel für Fügetechniken in der Luftfahrtindustrie verwendet werden, dürfen nur zwischen +20 und +28 Grad Celsius versendet werden, andernfalls beginnen sie abzubinden. Kühltransporte in der Luftfracht gibt es schon so lange, wie ausgemusterte DC3 nach dem Zweiten Weltkrieg frisch gefangenen Tunfisch aus dem Südpazifik eisgekühlt nach Kalifornien geflogen haben.

Luftfrachtsendungen für hochentwickelte Industriekunden innerhalb enger Temperaturmargen zu fliegen ist dagegen Neuland. Mit Cool/td-Active bewegt sich Lufthansa Cargo sicher auf diesem Terrain. Und bietet Spediteuren und Industrie auch bei besonders temperatursensiblen Gütern neue Möglichkeiten, ihre weltweiten Lieferketten zu organisieren.

www.lufthansa-cargo.de

Ob Außentemperatur, Innentemperatur, Luftfeuchtigkeit, Batteriestatus oder der Zustand der Türen – ein in den Kühl-Heiz-Container eingebautes System von Sensoren protokolliert kontinuierlich während des gesamten Transports alle für die Qualität der Temperaturführung relevanten Daten

Eine ausgeklügelte Technik ermöglicht es, dass die Temperatur im Innenraum der Kühl-Heiz-Container von Lufthansa Cargo gemäß der Voreinstellung weitgehend konstant bleibt. Mitgeführtes Trockeneis und ein elektronisches Heizsystem arbeiten dabei Hand in Hand.

Lufthansa Cargo strebt an, dass die Abweichung von der Voreinstellung nicht mehr als plus/minus drei Grad Celsius beträgt.

Vorbereitete Programme gewährleisten eine einfache und schnelle Bedienung: Programm 1 ist geeignet für Güter, die zwischen +2 Grad und +8 Grad Celsius transportiert werden müssen. Hier wird der Mittelwert +5 Grad Celsius eingestellt. Das Programm 2 wurde für Waren entwickelt, die während des Transports eine Temperatur von +15 Grad bis +25 Grad Celsius benötigen. Hier wird mit +20 Grad ebenfalls der Mittelwert eingegeben. Das Programm 3 schließlich ermöglicht eine variable Temperaturwahl von –20 Grad bis +30 Grad Celsius.

Cooles Netzwerk.

Weltweit können mittlerweile 89 Stationen mit Kühl-Heiz-Containern der Lufthansa Cargo bedient werden. Tendenz steigend.

Bei der Disposition der 240 Kühl-Heiz-Container der Lufthansa Cargo ist Flexibilität gefordert, denn die 120 RKN und 120 RAP werden von Pharma- und Hightechindustrie stark nachgefragt. Gemeinsam mit einem Spezialistenteam aus Sharjah disponiert das Produktmanagement des Competence Center Temperature Control (CCTC) die begehrten Container zuverlässig für Kunden in aller Welt.

Interessant ist Cool/td-Active deshalb nicht nur für die Pharmaindustrie, sondern auch für andere Wirtschaftszweige. So werden mittlerweile temperaturempfindliche Hightech-Geräte ebenso mit Unicoolern auf die Reise geschickt wie wertvolle Chemikalien, Lacke oder Harze. Sie alle wären mit Kühlung allein nicht zu transportieren.

Manche Klebstoffe, wie sie zum Beispiel für Fügetechniken in der Luftfahrtindustrie verwendet werden, dürfen nur zwischen +20 und +28 Grad Celsius versendet werden, andernfalls beginnen sie abzubinden. Kühltransporte in der Luftfracht gibt es schon so lange, wie ausgemusterte DC3 nach dem Zweiten Weltkrieg frisch gefangenen Tunfisch aus dem Südpazifik eisgekühlt nach Kalifornien geflogen haben.

Luftfrachtsendungen für hochentwickelte Industriekunden innerhalb enger Temperaturmargen zu fliegen ist dagegen Neuland. Mit Cool/td-Active bewegt sich Lufthansa Cargo sicher auf diesem Terrain. Und bietet Spediteuren und Industrie auch bei besonders temperatursensiblen Gütern neue Möglichkeiten, ihre weltweiten Lieferketten zu organisieren.

www.lufthansa-cargo.de

Ob Außentemperatur, Innentemperatur, Luftfeuchtigkeit, Batteriestatus oder der Zustand der Türen – ein in den Kühl-Heiz-Container eingebautes System von Sensoren protokolliert kontinuierlich während des gesamten Transports alle für die Qualität der Temperaturführung relevanten Daten.

Eine ausgeklügelte Technik ermöglicht es, dass die Temperatur im Innenraum der Kühl-Heiz-Container von Lufthansa Cargo gemäß der Voreinstellung weitgehend konstant bleibt. Mitgeführtes Trockeneis und ein elektronisches Heizsystem arbeiten dabei Hand in Hand.

Lufthansa Cargo strebt an, dass die Abweichung von der Voreinstellung nicht mehr als plus/minus drei Grad Celsius beträgt.

Vorbereitete Programme gewährleisten eine einfache und schnelle Bedienung: Programm 1 ist geeignet für Güter, die zwischen +2 Grad und +8 Grad Celsius transportiert werden müssen. Hier wird der Mittelwert +5 Grad Celsius eingestellt. Das Programm 2 wurde für Waren entwickelt, die während des Transports eine Temperatur von +15 Grad bis +25 Grad Celsius benötigen. Hier wird mit +20 Grad ebenfalls der Mittelwert eingegeben. Das Programm 3 schließlich ermöglicht eine variable Temperaturwahl von –20 Grad bis +30 Grad Celsius.

Cooles Netzwerk.

Weltweit können mittlerweile 89 Stationen mit Kühl-Heiz-Containern der Lufthansa Cargo bedient werden. Tendenz steigend.

Bei der Disposition der 240 Kühl-Heiz-Container der Lufthansa Cargo ist Flexibilität gefordert, denn die 120 RKN und 120 RAP werden von Pharma- und Hightechindustrie stark nachgefragt. Gemeinsam mit einem Spezialistenteam aus Sharjah disponiert das Produktmanagement des Competence Center Temperature Control (CCTC) die begehrten Container zuverlässig für Kunden in aller Welt.    

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„Das Netz lebt!“

Interview mit Gabie Hartmann, Consultant Global Cool Container System im Product Management für Cool/td des Competence Center Temperature Control (CCTC).

Was ist Ihre Aufgabe im CCTC?
Gabie Hartmann: Ich manage akute Netzthemen und achte darauf, dass genug Container an den Orten vorrätig sind, an denen die Kunden sie gerade brauchen. Dabei unterstützt mich ein Spezialistenteam der Lufthansa Cargo, das in Sharjah sitzt und von dort aus den Umlauf aller Cool/td-Active-Container koordiniert. Sämtliche Order laufen über Sharjah. Acht Mitarbeiter disponieren die 240 Kühl-Heiz-Container und die über 4.000 reinen Kühlcontainer, die weltweit für Cool/td-Active unterwegs sind.

Was passiert mit den Containern nach Ankunft am Zielflughafen? 
Gabie Hartmann: Wenn es die Länderbestimmungen zulassen, stellen wir sie unseren Kunden auch darüber hinaus zur Verfügung. Um eine geschlossene Kühlkette vom Versender bis zum Empfänger zu ermöglichen, ist der Rückgabezeitpunkt wichtig. In der Regel mieten die Kunden einen Container für vier Tage oder 96 Stunden. Die 96-Stunden-Regelung hat für die Kunden den Vorteil, dass sich die Mietzeit nicht durch Zeitzonen verkürzt – wichtig zum Beispiel bei Transporten aus den USA nach Asien. Aber auch längere Mietfristen sind möglich. Wenn die Container bei der Rückgabe überfällig sind, dann macht uns das ULD-Management in Sharjah darauf aufmerksam und es werden Zusatzgebühren erhoben. An manchen Stationen haben wir für spezielle Shipper einen sogenannten Container Stock. So kompensieren wir eventuelle Unregelmäßigkeiten im Container-Umlauf und minimieren Versorgungsengpässe beim Kunden. Mit diesem System lassen sich zudem kurzfristige Kapazitätsspitzen auffangen.

Man sagt Ihnen nach, Sie wüssten so gut wie immer, wo auf der Welt sich jeder einzelne der 240 Kühl-Heiz-Container gerade befindet...
Gabie Hartmann: Ja, das stimmt. Die Container sind kundenseitig enorm nachgefragt. Da ist es normal, dass ich ihren aktuellen Standort nicht nur am Rechner ablesen kann, sondern auch im Kopf behalte. Am meisten Spaß macht es mir aber zu schauen, wie man die erforderliche Menge an Containern zur rechten Zeit am rechten Ort hat. Verspätet sich zum Beispiel ein Flug aus FRA, dann sehe ich, ob ich die Container über München bereitstellen kann. Ich muss immer wieder neue Routen ausarbeiten. Außerdem sind die Verkehrsströme extrem unpaarig. Mit anderen Worten: Von vier nach Flugziel A gesendeten Kühl-Heiz-Containern kommt, wenn überhaupt, höchstens einer zeitnah mit Kühlfracht bestückt zurück. Für die Umlaufplanung und die Container-Logistik ist das eine der spannendsten Herausforderungen.

Derzeit hat Lufthansa Cargo 89 Stationen für das Handling von Kühl-Heiz-Containern. Wann knacken Sie die 100?
Gabie Hartmann: Vielleicht noch in diesem Jahr – das Netz lebt! Der Vertrieb und die Key Account Manager von Lufthansa Cargo steuern die Bedarfe der Industrie dem Product Management zu. Das Netz der Lufthansa und der Lufthansa Cargo passt sich laufend der Gesamtnachfrage an, die Zahl der eingesetzten Flugzeuge kann sich sehr schnell ändern, ein Flugziel kann auch mal zugunsten eines anderen ganz aus dem Flugplan gestrichen werden. Darauf müssen wir vorbereitet sein.

Fotos:

Matthias Just

planet 1/2010

Was ist Ihre Aufgabe im CCTC?
Gabie Hartmann: Ich manage akute Netzthemen und achte darauf, dass genug Container an den Orten vorrätig sind, an denen die Kunden sie gerade brauchen. Dabei unterstützt mich ein Spezialistenteam der Lufthansa Cargo, das in Sharjah sitzt und von dort aus den Umlauf aller Cool/td-Active-Container koordiniert. Sämtliche Order laufen über Sharjah. Acht Mitarbeiter disponieren die 240 Kühl-Heiz-Container und die über 4.000 reinen Kühlcontainer, die weltweit für Cool/td-Active unterwegs sind.

Was passiert mit den Containern nach Ankunft am Zielflughafen? 
Gabie Hartmann: Wenn es die Länderbestimmungen zulassen, stellen wir sie unseren Kunden auch darüber hinaus zur Verfügung. Um eine geschlossene Kühlkette vom Versender bis zum Empfänger zu ermöglichen, ist der Rückgabezeitpunkt wichtig. In der Regel mieten die Kunden einen Container für vier Tage oder 96 Stunden. Die 96-Stunden-Regelung hat für die Kunden den Vorteil, dass sich die Mietzeit nicht durch Zeitzonen verkürzt – wichtig zum Beispiel bei Transporten aus den USA nach Asien. Aber auch längere Mietfristen sind möglich. Wenn die Container bei der Rückgabe überfällig sind, dann macht uns das ULD-Management in Sharjah darauf aufmerksam und es werden Zusatzgebühren erhoben. An manchen Stationen haben wir für spezielle Shipper einen sogenannten Container Stock. So kompensieren wir eventuelle Unregelmäßigkeiten im Container-Umlauf und minimieren Versorgungsengpässe beim Kunden. Mit diesem System lassen sich zudem kurzfristige Kapazitätsspitzen auffangen.

Man sagt Ihnen nach, Sie wüssten so gut wie immer, wo auf der Welt sich jeder einzelne der 240 Kühl-Heiz-Container gerade befindet...
Gabie Hartmann: Ja, das stimmt. Die Container sind kundenseitig enorm nachgefragt. Da ist es normal, dass ich ihren aktuellen Standort nicht nur am Rechner ablesen kann, sondern auch im Kopf behalte. Am meisten Spaß macht es mir aber zu schauen, wie man die erforderliche Menge an Containern zur rechten Zeit am rechten Ort hat. Verspätet sich zum Beispiel ein Flug aus FRA, dann sehe ich, ob ich die Container über München bereitstellen kann. Ich muss immer wieder neue Routen ausarbeiten. Außerdem sind die Verkehrsströme extrem unpaarig. Mit anderen Worten: Von vier nach Flugziel A gesendeten Kühl-Heiz-Containern kommt, wenn überhaupt, höchstens einer zeitnah mit Kühlfracht bestückt zurück. Für die Umlaufplanung und die Container-Logistik ist das eine der spannendsten Herausforderungen.

Derzeit hat Lufthansa Cargo 89 Stationen für das Handling von Kühl-Heiz-Containern. Wann knacken Sie die 100?
Gabie Hartmann: Vielleicht noch in diesem Jahr – das Netz lebt! Der Vertrieb und die Key Account Manager von Lufthansa Cargo steuern die Bedarfe der Industrie dem Product Management zu. Das Netz der Lufthansa und der Lufthansa Cargo passt sich laufend der Gesamtnachfrage an, die Zahl der eingesetzten Flugzeuge kann sich sehr schnell ändern, ein Flugziel kann auch mal zugunsten eines anderen ganz aus dem Flugplan gestrichen werden. Darauf müssen wir vorbereitet sein.

 

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Matthias Just

planet 1/2010


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Qualität zählt.

Perishables für Europa von Venus International Transport aus Ägypten.

Internationaler Flughafen Kairo, 8. März, 13 Uhr: Der MD-11-Frachter von Lufthansa Cargo ist pünktlich gelandet. Auf dem Vorfeld steht bereits die Fracht für den Weiterflug nach Sharjah und von dort zurück nach Frankfurt: zwei Paletten frischer Kopfsalat aus Alexandria für einen Kunden in Saudi-Arabien und insgesamt sieben Container Hanging Garments für Harrods in London.

Das Handlingpersonal arbeitet schnell und präzise. Die MD-11 wird ausgeladen: Es sind Pharmazeutika und chemische Produkte, Equipment für die Ölbohrfirmen und hochwertige Industriegüter, die Ägypten hauptsächlich per Luftfracht importiert. Dann gehen Salat und Kleidung an Bord – nach nur anderthalb Stunden ist der Frachter wieder in der Luft.

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„Dieses perfekt funktionierende System und die Hingabe fürs Geschäft ist es, was ich an Lufthansa Cargo am meisten schätze“, sagt Samia El Sayed. „Das bedeutet für mich Qualität.“ Sie zeichnet für die gesamte Fracht, die gerade in Kairo in die MD-11 verladen wurde, verantwortlich. Vor 26 Jahren hat Samia El Sayed ihr Unternehmen Venus International Transport gegründet.

Heute ist Venus der führende Luftfrachtspediteur Ägyptens, mit einem Exportvolumen von jährlich 40.000 bis 45.000 Tonnen und über 60 Mitarbeitern. Damals war Samia El Sayed eine Pionierin in der privatwirtschaftlich organisierten Luftfrachtbranche, und noch immer ist Venus der einzige ägyptische Player, der selbst Frachter chartert. 85 Prozent des Umsatzes machen frisches Obst und Gemüse aus, im Wesentlichen für den europäischen Markt.

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„In diesem Geschäft zählt nur eines, und das ist Qualität“, sagt Samia El Sayed. Die Frische der Ware ist das entscheidende Verkaufsargument für die meisten Agrarprodukte aus Ägypten – seien es Erdbeeren, Trauben, grüne Bohnen, Paprika, Frühlingszwiebeln oder Cherrytomaten. „Die Kühlkette darf an keiner Stelle unterbrochen werden, und vor allem muss es schnell gehen“, unterstreicht die Unternehmerin. 

In den wichtigen Märkten in den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien und Deutschland sind ägyptisches Obst und Gemüse aufgrund der höheren Transportkosten jeweils nur für eine kurze Zeit gegenüber europäischen Erzeugnissen konkurrenzfähig. Von der Vorweihnachtszeit bis maximal Anfang Juni reicht die Saison.

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Auch für Lufthansa Cargo ist Qualität das ausschlaggebende Vermarktungskriterium in Ägypten. „Wir verfügen hier über ein schlagkräftiges elfköpfiges Team aus engagierten, hervorragend ausgebildeten Mitarbeitern“, sagt Dieter Olker. Er ist seit Oktober 2011 General Manager für Nord- und Nordost-Afrika. „Unsere Kunden wissen, dass wir Qualität liefern, dass wir unsere Prozesse beherrschen und das nötige Know-how mitbringen. Und wir sind 24 Stunden am Tag erreichbar.“

Netzwerk-Flexibilität und Anpassung an die Erfordernisse des sensiblen Perishables-Geschäfts kommen hinzu. „Im Dezember und Januar haben wir 14 Frachter über Kairo geroutet, um die Nachfrage vor allem nach Erdbeeren und grünen Bohnen bedienen zu können“, so Olker.

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Die hohe Spezialisierung sei ein weiteres Alleinstellungsmerkmal: „Lebende Tiere zum Beispiel oder Wertfracht – das können in Kairo nur wir.“

Für Lufthansa Cargo ist Venus International Transport in Ägypten der mit Abstand wichtigste Kunde. Und die beiden Unternehmen verbindet eine gemeinsame Erfolgsgeschichte, die mit einem Qualitätssprung begann. „Ich habe von Anfang an von einem Kühllager geträumt, und das habe ich auch allen erzählt“, erinnert sich Samia El Sayed. „Der für Fracht verantwortliche Lufthansa-Mann in Kairo hat mir daraufhin innerhalb von zwei Tagen ein Visum für Deutschland besorgt und mir das Perishables-Center in Frankfurt gezeigt. Es hat mich dann aber noch fünf Jahre harte Überzeugungsarbeit bei den Verbänden und staatlichen Stellen gekostet, bis wir endlich auch am Flughafen von Kairo ein Kühllager aufgebaut hatten.“

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Jedes Obst und Gemüse braucht seine eigene Temperatur zwischen null und zehn Grad. „Besonders grüne Bohnen sind sehr empfindlich“, erläutert Samia El Sayed. „Es ist das einzige Gemüse, das sich noch immer nicht per Seefracht transportieren lässt.“ Bei Lufthansa Cargo weiß sie ihre sensible Fracht in guten Händen. „Die Leute haben stets ein Auge auf vorsichtiges Handling, und sie checken die Ware, die per Kühl-Lkw am Flughafen angeliefert wird. Außerdem weiß ich: Lufthansa Cargo ist pünktlich!“

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Seitdem Kairo sein eigenes Perishables-Terminal hat, kann die Spediteurin besser schlafen. Die ägyptische Revolution freilich hat Venus neue Herausforderungen beschert. „In den drei heißen Revolutionswochen haben wir über 2.000 Tonnen Fracht aus Kairo herausgebracht, vor allem auch mit der Hilfe von Lufthansa Cargo, die uns als einziger Carrier wirklich genügend Kapazität zur Verfügung stellen konnte“, erzählt Samia El Sayed. „Wir haben rund um die Uhr gearbeitet und um jedes Kilo gekämpft.“

Die resolute Unternehmerin macht dabei klar, dass es ihr nicht in erster Linie um den Profit geht. „Ich will vor allem die Exportwirtschaft voranbringen, die so wichtig für unser Land ist“, unterstreicht sie. „Ich will einen Mehrwert für meine Kunden schaffen und für meine Mitarbeiter ein respektables Umfeld.“ 

5 Fragen an Samia El Sayed.

Was sind die wichtigsten Qualitätsmerkmale Ihres Unternehmens?
Ein ausgeprägter Sinn für Verantwortung und die Hingabe an das, was wir tun. Und eine starke Frau!

Was ist für Sie bei einer Luftfracht-Airline gute Qualität?
Wenn es Schwierigkeiten gibt, muss die Airline eine Lösung finden. Das System bei Lufthansa Cargo ist durch und durch professionell und die Einstellung der Leute immer positiv.

Welches Produkt oder welche Leistung außerhalb der Cargo-Welt zeichnet sich durch besondere Qualität aus?
Ein Mercedes! Ich fahre selbst einen. Außerdem liebe ich die Perfektion klassischer ägyptischer Musik.
    
Was bedeutet für Sie Lebensqualität?
Die Menschen zu lieben. Eine Familie wachsen zu sehen. Bereit zu sein, immer weiter zu lernen. Spiritualität. Und gerade als Unternehmer sich seiner Verantwortung für die Gesellschaft bewusst zu sein

Welches sind Ihre ganz persönlichen Qualitäten?
Ich bin verantwortungsbewusst, emotional, tolerant und hingebungsvoll. Es ist meine Überzeugung, dass es keine Menschlichkeit gibt, ohne anderen zu geben und zu helfen.

5 Fragen an Samia El Sayed.

Was sind die wichtigsten Qualitätsmerkmale Ihres Unternehmens?
Ein ausgeprägter Sinn für Verantwortung und die Hingabe an das, was wir tun. Und eine starke Frau!

Was ist für Sie bei einer Luftfracht-Airline gute Qualität?
Wenn es Schwierigkeiten gibt, muss die Airline eine Lösung finden. Das System bei Lufthansa Cargo ist durch und durch professionell und die Einstellung der Leute immer positiv.

Welches Produkt oder welche Leistung außerhalb der Cargo-Welt zeichnet sich durch besondere Qualität aus?
Ein Mercedes! Ich fahre selbst einen. Außerdem liebe ich die Perfektion klassischer ägyptischer Musik.

Was bedeutet für Sie Lebensqualität?
Die Menschen zu lieben. Eine Familie wachsen zu sehen. Bereit zu sein, immer weiter zu lernen. Spiritualität. Und gerade als Unternehmer sich seiner Verantwortung für die Gesellschaft bewusst zu sein

Welches sind Ihre ganz persönlichen Qualitäten?
Ich bin verantwortungsbewusst, emotional, tolerant und hingebungsvoll. Es ist meine Überzeugung, dass es keine Menschlichkeit gibt, ohne anderen zu geben und zu helfen.

 

5 Fragen an Dieter Olker.

Was sind die wichtigsten Qualitätsmerkmale Ihres Unternehmens?
Es sind vor allem der Teamgeist, die Professionalität und das Produkt-Know-how der Mitarbeiter. Das alles gründet auf guter Ausbildung und regelmäßigen Trainings.

Was ist für Sie bei einer Luftfracht-Airline gute Qualität?
Außer dem persönlichen Engagement und Können der Mitarbeiter die Pünktlichkeit.

Welches Produkt oder welche Leistung außerhalb der Cargo-Welt zeichnet sich durch besondere Qualität aus?
Der Audi Q5 und Schweizer Uhren, von deren Präzision und Qualität ich begeistert bin.
    
Was bedeutet für Sie Lebensqualität?
Dass meine Familie sich wohlfühlt. Und dass ich selbst genügend Zeit für mich habe und einen Ausgleich etwa durch Urlaube, Sport und mein Hobby, die Fotografie.

Welches sind Ihre ganz persönlichen Qualitäten?
Ich bin offen für andere Kulturen und großzügig. Ich versuche immer, meine Zusagen einzuhalten. Für meine Kunden kämpfe ich hartnäckig und verfolge ihre Ziele. Ich gebe nicht so schnell auf.

Fotos:

Shawn Baldwin

planet 1/2012

5 Fragen an Dieter Olker.

Was sind die wichtigsten Qualitätsmerkmale Ihres Unternehmens?
Es sind vor allem der Teamgeist, die Professionalität und das Produkt-Know-how der Mitarbeiter. Das alles gründet auf guter Ausbildung und regelmäßigen Trainings.

Was ist für Sie bei einer Luftfracht-Airline gute Qualität?
Außer dem persönlichen Engagement und Können der Mitarbeiter die Pünktlichkeit.

Welches Produkt oder welche Leistung außerhalb der Cargo-Welt zeichnet sich durch besondere Qualität aus?
Der Audi Q5 und Schweizer Uhren, von deren Präzision und Qualität ich begeistert bin.

Was bedeutet für Sie Lebensqualität?
Dass meine Familie sich wohlfühlt. Und dass ich selbst genügend Zeit für mich habe und einen Ausgleich etwa durch Urlaube, Sport und mein Hobby, die Fotografie.

Welches sind Ihre ganz persönlichen Qualitäten?
Ich bin offen für andere Kulturen und großzügig. Ich versuche immer, meine Zusagen einzuhalten. Für meine Kunden kämpfe ich hartnäckig und verfolge ihre Ziele. Ich gebe nicht so schnell auf.

 

Fotos:

Shawn Baldwin

planet 1/2012