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Koreas Türöffner.

Woojung Air Consolidation aus Südkorea wickelt für eine Vielzahl von Spediteuren vorrangig Exporte ab. Zentraler Service: die Fracht mehrerer Forwarder konsolidieren und mit Master Air Waybill auf den Weg bringen.

Mit einer beherzten Armbewegung schwingt der Groundhandling-Mitarbeiter die Abdeckplane aus durchsichtigem Kunststoff über die Palette – und erinnert dabei an einen Fischer, der sein Netz auswirft. Wesentlicher Unterschied: Die „Beute“ ist hier, in einem Warehouse an Südkoreas größtem Flughafen Incheon, schon eingefahren. In Kartons verpackte Ware von verschiedenen Absendern – bestimmt für ebenso viele Empfänger in Europa. Verantwortlich für das Zusammenführen der Kartons auf der Palette zur einer „Shipper Mixed Unit“ ist Woojung Air Consolidation Inc. In wenigen Stunden wird die Sammel-Sendung in einer Boeing 777F von Lufthansa Cargo in Richtung Frankfurt starten.

Agenten wie Woojung, deren zentraler Service das Konsolidieren von Shipments und das anschließende Erstellen des Master Air Waybill (M-AWB) für die konsolidierten Sendungen ist, spielen in Südkorea eine große Rolle – im Gegensatz zu fast allen anderen nationalen Luftfrachtmärkten. Ein Faktor, der diesen hohen Grad an Spezialisierung ermöglicht hat: Südkoreas Volkswirtschaft, laut der Rangliste 2016 des Internationalen Währungsfonds die weltweite Nummer elf, ist in hohem Maß auf den Außenhandel per Luftfracht angewiesen. Schließlich hat der auf einer Halbinsel gelegene Staat keine passierbare Landgrenze.

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400 Forwarder in der Kundendatei.

Doch nicht nur deshalb sind Spezialisten wie Woojung gefragt: Ihre Auftraggeber sind Forwarder, oft kleine und mittelgroße Anbieter. Und deren Zahl ist in Südkorea nach einer Lockerung der entsprechenden Zulassungsbestimmungen 1992 deutlich gestiegen. „Seither hat der große Einfluss von Konsolidierern wie uns weiter zugenommen“, erklärt Andrew Yim, Präsident und CEO von Woojung. Rund 400 Forwarder umfasst seine Kundenkartei inzwischen.

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Langjährige Kooperation: Woojung-Präsident Andrew Yim (M.) und Yunjin Shin (r.) von Lufthansa Cargo arbeiten bereits seit 2003 zusammen. Links: Klaus Hagenkord, Head of Sales and Handling Korea bei Lufthansa Cargo

Andrew Yim und sein 65-köpfiges Team haben zwar keinen direkten Kontakt zu den Shippern, wissen aber dennoch, mit welcher Art Fracht sie es zu tun haben. So entfallen die größten Tonnageanteile bei Woojung auf Mobilfunk- und andere Elektronikgeräte, Autoteile, Kunststoffe, Kleidung und Produkte der in Südkorea traditionell starken Halbleiterindustrie. Die meisten Sendungen sind Exporte. Wohin der Flug auch geht: Woojung hat weltweit, in mehr als 190 Ländern, Partnerdienstleister, die die Sendungen dekonsolidieren und auf Wunsch weitertransportieren.
Vorteil dieses „typisch koreanischen“ Modells für die Forwarder und damit auch die Shipper: Die Dienstleister können den Airlines vergleichsweise hohe Frachtmengen garantieren und bekommen dafür günstigere Konditionen. „Unser wichtigster Carrier ist Lufthansa Cargo“, sagt Andrew Yim. 1999 gegründet, bucht sein Unternehmen schon seit kurz nach der Jahrtausendwende regelmäßig Kapazitäten beim Frachtkranich. Dabei profitiere man vom dichten Netzwerk in der fuür Woojung wichtigsten Zielregion Europa, aber auch auf anderen Kontinenten, erklärt Andrew Yim. 

Zudem hebt der CEO die inzwischen täglichen Flüge mit der Boeing 777F von Incheon nach Frankfurt hervor – und die „Triple Seven“ selbst: „Ihre hohe Kapazität kommt uns sehr zugute.“ All das schlägt sich in steigenden Tonnagen nieder. „Im Vorjahr haben wir über 1.600 Tonnen fuür Woojung transportiert – fast 50 Prozent mehr als 2015“, so Yunjin Shin, Senior Sales Representative bei Lufthansa Cargo und seit 2003 für den Kunden verantwortlich. Im ersten Halbjahr 2017 waren es mehr als 1.000 Tonnen, abermals eine kräftige Steigerung. „Ein weiteres Plus sind die gut designten Produkte, insbesondere mit Blick auf den entscheidenden Faktor Zeit“, sagt Yim. So habe Lufthansa Cargo mit td.Basic, td.Pro und td.Flash für jede Dringlichkeitsstufe das passende Angebot. Zuletzt würden aber auch vermehrt Kapazitäten für Ware nachgefragt, die gekühlt oder bei kontrollierter Temperatur geflogen werden muss. „Hier helfen uns die Spezialprodukte Cool/td und Fresh/td immer wieder, Aufträge zu bekommen.“

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Tendenz steigend: Im ersten Halbjahr 2017 hat Lufthansa Cargo schon 1.000 Tonnen Fracht für Woojung transportiert. Im gesamten Vorjahr waren es gut 1.600 Tonnen

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Starke Carrier wie Lufthansa Cargo ermöglichen dem Dienstleister somit weiteres Wachstum – und halten ihm den Rücken für neue Projekte frei. Deshalb konsolidiert Woojung die Shipments am Incheon Airport mittlerweile im eigenen Warehouse. Dort werden auch alle Zollformalitäten geregelt. Hierfür verfügt das Unternehmen zum Beispiel über den Status des Zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten, der Shipments in die Europäische Union erleichtert.
An Bord eigener Lkw bringt Woojung auf Wunsch Ware aus ganz Südkorea zum Luftfracht-Hub Incheon – und nimmt den Forwardern damit weitere Arbeit ab. „Dafür haben wir im Mai 2017 eine Transport-Division gegründet“, sagt Andrew Yim. Und: Mehr und mehr kümmern sich die Südkoreaner auch um Importe. Dabei machen sie sich ihr weltweites Partnernetzwerk zunutze – und ihren bevorzugten Carrier Lufthansa Cargo.

Fotos:
Ben Weller


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Marstomaten.

Die Lufthansa Cargo fliegt einen Satelliten nach Kalifornien, in dem Tomaten in der Erdumlaufbahn gezogen werden sollen. Ziel des Projekts „Eu:CROPIS“ ist es unter anderem, irgendwann Menschen auf Mond und Mars ernähren zu können.

Wir schreiben das Jahr 2045: In der kargen, roten Landschaft wird den Bewohnern der Marsstation das Abendessen serviert – unter einem funkelnden Sternenhimmel, in dem der Geübte auch den Heimatplaneten der Wissenschaftler ausmachen kann, die Erde. Auf dem Tisch: Tomatensalat! Das ist gesund für die Weltraumfahrer, sind Tomaten doch Lieferant wichtiger Vitamine und Mineralstoffe. Das Gemüse – und das macht es so besonders – wurde nicht etwa mit einem Frachtshuttle der Lufthansa Cargo auf den Mars gebracht. Die Tomaten sind dort gewachsen.

Der Weg bis zur Selbstversorgung einer bemannten Marsmission mit Gemüse ist noch lang. Bereits heute jedoch beginnt die Grundlagenforschung dafür. 

Eu:CROPIS.

Eu:CROPIS.

Unter dem Namen Eu:CROPIS wird das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Anfang 2018 einen Satelliten mit besonderer Ladung in den Weltraum senden: Tomatensamen, Einzeller, künstlicher Urin und ein Rieselfilter. Alexis von Hoensbroech, Vorstand Produkt und Vertrieb der Lufthansa Cargo und promovierter Astrophysiker, war vor Ort in Bremen, um den Satelliten während des „planet“- Ortstermins selbst unter die Lupe zu nehmen.

Hohe, hermetisch abgeschottete Laborräume, die man nur über Galerien weit oben einsehen kann. Hinter jeder Glasscheibe verbirgt sich Zukunft: Roboterarme, die Landungen auf Himmelskörpern simulieren. Speziell ummantelte Gefäße, die das Verhalten von kryogenem Treibstoff in Tanks testen. Und hinter einer der quadratischen Panzerscheiben verbirgt sich das Projekt Eu:CROPIS. Oder ausführlich: Euglena and Combined Regenerative Organic-food Production in Space.

 

Die Ladung ist noch nicht vor Ort, aber der Satellit, der die Tomatenaufzucht im All beherbergen soll und den Raumfahrtingenieure hier zusammenbauen, ist schon fast fertig.

In ihm werden 16 Kameras überwachen, wie Pflanzen in zwei Gewächshäusern vom Keim bis zur Tomate reifen. Warum eigentlich Tomaten? „Ganz simpel. Tomaten sind auf den Aufnahmen am deutlichsten zu erkennen“, erklärt Hartmut Müller. Der erfahrene Projektleiter von Eu:CROPIS war bereits beim Columbus-Projekt dabei: Europas Beitrag zur internationalen Raumstation ISS, ein Mehrzwecklabor für die multidisziplinäre Forschung unter Schwerelosigkeit. Bei Eu:CROPIS sind entscheidende Helfer mit an Bord: Mikroorga nismen in einem Rieselfilter des DLR verwandeln den mitgeführten künstlichen Urin in Dünger und Wasser.

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In der Bremer Satellitenmanufaktur: DLR-Raumfahrtingenieur Sebastian Kottmeier erläutert Alexis von Hoensbroech die Aufgaben der verschiedenen Module des etwa einen Kubikmeter großen Satelliten im Reinraum.

Aus dem All in die Welt: Ein Kubikmeter Zukunft.

Aus dem All in die Welt: Ein Kubikmeter Zukunft.

Einzeller – sogenannte Euglena – der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg schützen das System vor Ammoniak und versorgen es zugleich mit Sauerstoff. LED-Lichter simulieren Tag und Nacht. Auf der Erde funktioniert das System bereits. Nun wollen die Forscher herausfinden, wie die Tomaten unter anderen Gravitationen gedeihen. Dazu muss die Erdanziehungskraft neutralisiert werden. Um das zu schaffen, werden die Experten des DLR die Mini-Gewächshäuser in einen Satelliten bauen, der fern der Erde und ihrer Anziehungskraft in 600 Kilometer Höhe um unseren Planeten kreisen soll. Ein halbes Jahr lang wird der Satellit mit 18 Drehungen in der Minute um seine eigene Achse rotieren. So stellen die Wissenschaftler die Gravitation des Mondes (0,16 G) nach. Im folgenden Halbjahr erhöhen sie die Drehzahl auf 30 pro Minute und erzeugen so 0,33 G, die Schwerkraft des Mars. „Wir sind die Ersten, die diese Untersuchungen anstellen“, so Müller.
Komplett in Sicherheitskleidung gehüllt steht Alexis von Hoensbroech im Reinraum und lässt sich von Sebastian Kottmeier die Technologie erklären. Der junge Raumfahrtingenieur ist im Projekt für die koordinierte Fertigstellung der verschiedenen Systeme zuständig. „Der Satellit und seine Bestandteile sind hochempfindlich.

 

 

Deswegen wollen wir äußere Einflussfaktoren auf ein Minimum reduzieren. Direkt am Satelliten arbeiten nur speziell geschulte Kollegen.“ Auch während des kompletten Transports zum Weltraumbahnhof Vandenberg in Kalifornien muss das System versiegelt sein. Noch im Reinraum wird der Satellit vollständig beladen. Auch die Erfüllung der Sicherheitsvorschriften ist eine Herausforderung: Das DLR ist nicht als „Sicherer Versender“ zertifiziert. Michael Aschmies, Vertriebsmitarbeiter der Lufthansa Cargo in Bremen, betreut den Transport zusammen mit dem Spediteur ILS und hat wegen der speziellen Anforderungen einen Sonderprozess mit dem Luftfahrt-Bundesamt (LBA) vereinbart. Aus Frankfurt kommt ein zertifizierter Kollege mit einem mobilen Massenspektrometer, einem sogenannten Sniffer, und untersucht die Sendung auf Gefahrenstoffe, bevor sie versiegelt wird. Im luftgefederten Thermo- Truck geht es danach von Bremen nach Frankfurt. Dort wird der Eu:CROPIS-Satellit behutsam in den Frachter nach Los Angeles geladen und nach Kalifornien geflogen.

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Erst im Integrationsraum in Vandenberg werden die Siegel gebrochen und der Satellit entpackt. Bereits Anfang 2018 soll er mit einer Falcon-9-Rakete von SpaceX ins All abheben. „Die ersten Ergebnisse erwarten wir noch während der Mission“, so Müller. Den Wissenschaftlern geht es dabei nicht nur um das Überleben im Weltall. Die Ergebnisse können auch für Bergwerke und Unterwasser - stationen interessant sein, für Habitate in der Arktis, strahlengeschützte Stationen in Katastrophengebieten oder auch einfach für Agrarwirtschaft und Trinkwasseraufbereitung. „Warum testen Sie das System nicht nur für den Mars, sondern auch für den Mond?“, interessiert von Hoensbroech. Müller: „Der Mond ist ebenfalls hochspannend. Viele Menschen glauben, dass wir ihn gut kennen, weil wir schon dort waren.“ In der Tat landeten sechs bemannte Apollo-Missionen der Amerikaner in den Sechzigern und Siebzigern auf dem Erdtrabanten. 

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„Das ist vergleichbar mit der Aussage, dass ich sechsmal auf der Erde gelandet bin und den ganzen Planeten kenne.“ Würde heute eine Mission auf den Mond starten, hätten unzählige Wissenschaftler Interesse: Geologen, Raumforscher, Geophysiker, Radioastronomen. „Der Mond ist ein geologisches Archiv, das bis zur Entstehung des Sonnensystems zurückreicht. Was uns hier auf der Erde verborgen bleibt, liegt dort auf der Oberfläche“, sagt Müller. Auch Radioastronomen bietet der Mond Chancen: „Es gibt Pläne, auf seiner Rückseite ein Teleskop mit 15 bis 20 Kilometer Durchmesser aufzustellen, das bis kurz vor den Urknall schauen kann. Die Rückseite des Mondes ist der einzige Platz, an dem das möglich ist, da das Teleskop dort vor irdischen Radiowellen komplett geschützt wäre.“

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Das Thema Energiegewinnung ist durch die Helium-3-Reserven auf dem Mond von ebenso großem Interesse wie der Weltraumtourismus. Außerdem könne der Mond durchaus auch als Basislager für Expeditionen zum Mars dienen. Müller glaubt, dass in den Dreißiger- oder Vierzigerjahren dieses Jahrhunderts Expeditionen auf dem Mars landen könnten. „Wir würden allerdings zuvor ein Gewächshaus aufbauen und für Nahrung sorgen.“ „Und wo sehen Sie die Luftfracht in dieser Zeit?“, möchte von Hoensbroech zum Abschluss seines Kundenbesuchs wissen. „Interkontinentale Zustellung im Stundentakt“, sagt Müller. Der Lufthansa Cargo Vorstand schmunzelt.

Fotos:
Bernhard Huber
DLR


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Alps meet the Rockies.

Die „Almresi“ in Vail, Colorado, begeistert ihre Gäste mit viel Liebe zum Detail. Lufthansa Cargo versorgt das urige Lokal mit Spezialitäten aus dem Schwarzwald.

Das beschauliche Städtchen Vail im US-Bundesstaat Colorado

Das beschauliche Städtchen Vail im US-Bundesstaat Colorado

ist eines der bekanntesten Wintersportdomizile Nordamerikas. Seit Weihnachten 2016 ziert den Ort, auf dessen Pisten auch Ski-Ass Lindsey Vonn trainiert, eine ganz besondere Attraktion: die „Almresi“. Mit rustikaler Holzvertäfelung, ausgemusterten Kuhglocken an der Decke und liebevoll verzierten Milchkannen in beinahe jeder Ecke versprüht das Innere des urigen Lokals den Charme alpiner Berghütten inmitten der Rocky Mountains. „Die Kunden schätzen unsere Liebe zum Detail“, sagt Alyssa Thoma, General Manager der „Almresi“. „Wir bieten traditionelles, gemütliches Alpenflair mit Speisen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland.

Das komplette Interieur haben wir aus Deutschland importiert.“ Rund 20 Mitarbeiter in authentischer Tracht kümmern sich um das Wohl der bis zu 120 Gäste. Mehr als ein Jahr dauerte es, ehe aus der Idee zur „Almresi“ der heutige Publikumsmagnet in erstklassiger Lage wurde. „Sämtliche Zutaten für Speisen werden aus Deutschland importiert, um so authentisch wie möglich zu bleiben“, erklärt Alyssa Thoma. „Darüber hinaus können Kunden alles, was ihnen an Ausstattung, Dekoration oder Bekleidung gefällt, auch käuflich erwerben.“

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Als Logistikpartner verlässt sich die „Almresi“ auf Lufthansa Cargo.

Größere Lieferungen erreichen Vail alle drei Monate. „Je nach Kundenwunsch gehen zwischendurch aber auch kleinere Bestellungen raus“, sagt Alyssa Thoma. „Was wir am Frachtkranich schätzen, ist die hohe Kundenorientierung: Die Mitarbeiter von Lufthansa Cargo halten sich nicht mit Problemen auf, sondern liefern gleich Lösungen. Außerdem hat man sich sehr rasch auf unsere individuellen Bedürfnisse eingestellt.“ Regelmäßige Lieferungen erhält die „Almresi“ unter anderem aus dem Schwarzwald. Zuständig dafür: die Lufthansa Cargo Basis am Flughafen Stuttgart (STR). Per Truck gelangen die Bestellungen zum Frankfurt Airport. Täglich startet dort eine Boeing 747-400 der Lufthansa Passage in Richtung Colorado.

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Nach gut zehneinhalb Flugstunden landet der Jumbo am Denver International Airport (DEN). Alyssa Thoma erklärt: „Auf diesem Wege erreicht uns die Ware aus Deutschland, je nach Inhalt und Dauer des Aufenthalts beim Zoll in Denver, nach bereits drei bis fünf Tagen. Weiter geht es vom Flughafen per Truck über den Vail Pass. Verzögerungen gibt es nur, wenn der aufgrund heftiger Schneefälle spontan gesperrt werden muss – aber das kommt nur selten vor.“

Fotos:
Frank van den Bergh
Brent Bingham


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Panda Prominenz.

Heißt ersehnt und wie Staatsgäste begrüßt: Im Juli landeten Meng Meng und Jiao Qing in Berlin-Schönefeld. Für den Transport und das Wohlergehen der seltenen Bären war Lufthansa Cargo kein Aufwand zu hoch.

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Jiao Qing.

Das Panda-Männchen Jiao Qing (sprich: Jiao Tsching), was so viel wie „Schätzchen“ bedeutet, ist am 15. Juli 2010 in Chengdu geboren und bringt stolze 108 Kilogramm auf die Waage. Er ist nicht nur ziemlich neugierig und schelmisch, sondern gilt – für einen Panda – auch als verhältnismäßig aktiv. Wie es sich für einen echten Pandabären gehört, äußert er sich lautstark, sollte der Bambus mal zu lange auf sich warten lassen.

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Meng Meng.

Ein rundes Gesicht und eine kurze Schnauze? Das ist eindeutig Panda-Weibchen Meng Meng („Träumchen“)! Die korrekte Aussprache haben die Berliner Tierpfleger auch schon fleißig geübt, sie lautet „Möng Möng“. Die sanftmütige Bärin wurde am 10. Juli 2013 in Chengdu geboren und wiegt etwa 77 Kilogramm.

Der Schutz der Pandas hat höchste Priorität.

Der Schutz der Pandas hat höchste Priorität.

Dunkle Knopfaugen, rundes Gesicht, weiche Plüschohren – kaum jemand kann sich dieser schwarz-weiß bepelzten Charmeoffensive entziehen. Doch für Pandas wird es eng, sie gelten als bedrohte Art: 1.864 Tiere leben noch in Freiheit und nur 54 weltweit in Zoos außerhalb Chinas. So war das Interesse groß, als gleich zwei der begehrten Bären mit LH 8415 am 24. Juni um 14.53 Uhr in Berlin-Schönefeld landeten. Die Lufthansa Cargo MD-11F hatte dafür eigens das erst wieder ab Januar 2018 im Flugplan vertretene Chengdu angesteuert. Meng Meng und Jiao Qing wurden empfangen wie Staatsgäste. Standesgemäß begrüßte die Flughafenfeuerwehr Fracht und Frachter mit einer Fontäne, und die Crew schwenkte vor rund 30 Pressevertretern auf dem Vorfeld je eine deutsche und chinesische Flagge aus dem Cockpit. Die beiden Pandas beeindruckte der Rummel wenig. Interessiert schauten sie sich um, den zwölf Stunden langen Flug hatten sie offensichtlich genossen. Immerhin sind die zwei quasi erste Klasse geflogen – inklusive Rundumbetreuung durch den leitenden Tierarzt des Berliner Zoos Dr. Andreas Ochs und ihre beiden mitgereisten chinesischen Tierpfleger. Auch an Reiseproviant mangelte es nicht: Die MD-11F hatte eine Tonne Bambus im Gepäck. Viel Prominenz war zur Begrüßung des Pandapaars gekommen: unter ihnen Seine Exzellenz, 

 

der chinesische Botschafter in Berlin, Shi Mingde, der Regierende Bürgermeister Michael Müller und Zoodirektor Andreas Knieriem. Ebenfalls mit dabei: Alexis von Hoensbroech, Vorstand Produkt und Vertrieb von Lufthansa Cargo.

Bürgermeister Müller: „Es war mir ein persönliches Anliegen, unsere beiden Neu-Berliner zu begrüßen. Wir freuen uns, dass Berlin nun um eine tolle Attraktion reicher ist.“ Shi Mingde erläuterte das Phänomen Panda: „Pandas haben in China praktisch den Status eines Nationalschatzes. Ein China ohne sie ist schlicht nicht vorstellbar, daher haben Erhalt und Schutz der Tiere höchste Priorität.“

Im Anschluss ging es für Meng Meng und Jiao Qing weiter in ihr zukünftiges Zuhause, das für zehn Millionen Euro erbaute und durch chinesische Delegationen für gut befundene Gehege im Berliner Zoo. Die beiden Bären sind Leihgaben auf 15 Jahre und die einzigen Pandas in Deutschland. Jährlich bezahlt der Berliner Zoo 920.000 Euro, wovon 90 Prozent in Panda-Schutz und -Forschung fließen sollen. Entsprechend groß ist die Hoffnung, von den beiden Exoten mit Nachwuchs beglückt zu werden. Für Lufthansa Cargo in Deutschland federführend bei diesem wertvollen Transport war Wolfgang Handke vom Sales-Team Berlin.

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Seit 1982 beim Frachtkranich, hatte er schon einen Panda-Flug in den 1990er- Jahren begleitet. Auf chinesischer Seite waren Yuan Fang, Head of Handling Northern Asia, und Hasso Schmidt, Head of Sales & Handling Eastern China, der ebenfalls seit 1982 bei Lufthansa ist, die Hauptverantwortlichen. „Das Ganze war eine tolle Teamleistung aus beiden Ländern. Das gilt auch für die Koordination außerhalb unserer Hubs“, so Handke.

Von den Visa für die Begleiter über die Kommunikation mit Zoll und Pflanzenschutz wegen des geladenen Bambus bis zur Koordination der Parkposition des Frachters mit dem Flughafen Schönefeld – alles lief über Handkes Tisch. „Es ist besser, wenn hier eine Person in alles eingebunden ist, das macht vieles einfacher“, so der Sales-Manager.

Wenn Meng Meng und Jiao Qing Berlin in 15 Jahren wieder verlassen, wird Handke wohl nicht mehr dabei sein: „Ein zweites Mal den Transport von Pandas zu organisieren ist ein schöner Abschluss. Die nächsten Pandas werde ich nur noch in der Rente erleben.“

 

Einen „Nationalschatz“ nennt Shi Mingde, Botschafter der Volksrepublik China in Berlin, die Pandas. Entsprechend hochrangig ist der Besuch zur Eröffnung des neuen Panda-Geheges, hier Bundeskanzlerin Angela Merkel und Chinas Staatspräsident Xi Jinping.

 

Fotos:
Lufthansa Cargo, Zoo Berlin, Frederic Schweizer
Planet 2/2017


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Mister Fresh.

Able Freight bringt die Delikatessen Kaliforniens an nahezu jeden Ort der Welt. Erdbeeren beispielsweise gelangen in nur 72 Stunden vom Feld in den USA in die Supermärkte Singapurs.

Hohes Innovationstempo.

Hohes Innovationstempo.

Eines hab ich ganz früh verstanden: Jeder muss essen“, erklärt Orlando Wong. Deshalb gründete der in Hongkong geborene, inzwischen 55-jährige Selfmademan vor mehr als 20 Jahren den Perishables-Spezialisten Able Freight in Los Angeles. Wong lernte außerdem: Der weltweite Transport von Frischware ist ein hochkomplexes Feld. Denn beim Lebensmittelversand zählt jede Stunde: „Mit dem global ansteigenden Lebensstandard vor allem in Asien wollen immer mehr Menschen die frischestmöglichen Lebensmittel. Aber leicht verderbliche Waren wie zum Beispiel Beeren überstehen keinen Seetransport“, sagt Wong. Seine Antwort auf die gestiegenen Frischeansprüche ist eine Zahlenkombination: 24/7/365.

Mit 300 Mitarbeitern ist Able Freight an sechs Standorten rund um die Uhr für seine Kunden erreichbar. In Los Angeles, San Francisco, Honolulu, Kona, Guadalajara und Mexiko-Stadt halten die Able-Freight-Profis engen Kontakt zu den großen Obst- und Gemüseproduzenten, den Farmern und den Exporteuren, für die sie die weltweite Ausfuhr von Perishables organisieren. In Santa Maria bei Los Angeles steht er zum Beispiel in engem Kontakt mit David Medina vom Beerenproduzenten Driscoll’s. Nach dem Pflücken wird die Qualität der Erd-, Him- und Blaubeeren sofort kontrolliert. Anschließend werden sie verpackt, für den Transport vorgekühlt und dann von Able-Freight-Mitarbeitern im Kühllagerhaus in Luftfrachtcontainer geladen. Spätestens 72 Stunden nach der Ernte in Kalifornien werden die frischen Früchte bereits in einem Supermarkt in Singapur angeboten. Für diese hohe Geschwindigkeit hat Wong ein enges internationales Netz an Perishables-Profis, seine „local heroes“, aufgebaut, die an allen weiteren Stationen eine nahtlose Lieferkette bis in den Handel sicherstellen.

Able Freight liefert weltweit, mit Asien als einem der Hauptmärkte. 98 Prozent aller Lieferungen erfolgen per Luftfracht, zum Beispiel mit Fresh/td in gekühlten Frachträumen und temperaturgeführten Containern von Lufthansa Cargo. Die Herausforderungen sind so vielfältig wie die Waren in den Kühlcontainern: Während der Kirschsaison von Mai bis Juli in Kalifornien und Washington gilt es, große Volumenkapazitäten für den Transport ins südkoreanische Incheon bereitzustellen – „zur Not mit komplett gecharterten Flugzeugen“, sagt Wong. Höchste Priorität hat dabei die Erfüllung der strengen Vorgaben, der Performance Qualifications (PQ), der großen Kunden. 

 

Während das US-Militär ein exaktes Mischungsverhältnis der Salat-Zutaten für Militärstützpunkte in Japan, Südkorea und Guam einfordert, geben die großen Supermarktketten hohe Transportstandards vor, um die Haltbarkeit und damit Verkaufszeit im Regal zu verlängern. Eine weitere Herausforderung sind die strikten Kontrollvorschriften der amerikanischen Transportation Security Administration (TSA), nach denen 100 Prozent der Ware nach festgeschriebenen Security-Verfahren gecheckt werden müssen. „Das kostet nicht nur wertvolle Zeit, sondern verlangt von Perishables-Transporteuren auch einen enormen Aufwand beim Aufbau einer geeigneten Infrastruktur und bei der Schulung und Einstellung qualifizierter Mitarbeiter für die Sicherheits-Checks“, erklärt Orlando Wong.

Da jede Transportstunde von der Lagerungszeit im Supermarkt und beim Endverbraucher – dem „shelf life“ – abgezogen werden muss, setzt Wong konsequent auf innovative Technologien, um Lieferzeiten weiter zu verkürzen. Schon jetzt nutzt Able Freight, wo es möglich ist, den eAWB. 

„Informationsaustausch per Electronic Data Interchange (EDI) ist viel schneller und detaillierter als per E-Mail oder Telefon. Unsere Branche muss moderner werden“, sagt Wong. Das heißt für den Unternehmer, dass auch die Nachverfolgung von Waren durch lückenlose Tracking-Technologien weiter verbessert werden muss. „Wir analysieren, inwieweit ein höherer Automatisierungsgrad Personal einsparen und – noch wichtiger – menschliche Fehler reduzieren kann.“ Entscheidend hierfür sei auch ein automatisiertes Fehlermanagement. Zudem werde in zehn Jahren Business Intelligence, also die Auswertung von Big Data aus dem täglichen Datenstrom von Able Freight, für die kurz- und mittelfristige Steuerung des Unternehmens eine viel größere Rolle spielen, glaubt Wong.

Mit Lufthansa Cargo hat Wong einen Partner mit im Boot, der das hohe Innovationstempo von Able Freight mitgehen kann. Orlando Wong: „Lufthansa Cargo überzeugt uns nicht nur durch das gute Netz und die tollen Mitarbeiter, die die Wichtigkeit von richtiger Temperatur verstanden haben, sondern vor allem durch die große Aufgeschlossenheit für neue Technologien.“

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Lösungen für Frische-Profis.

Wenn Orlando Wong mit David Medina vom Beerenproduzent Driscoll’s Inc. in Santa Maria, CA, spricht, geht es oft darum, wie die Früchte noch schneller und schonender in die Supermarktregale gelangen können. Produkt der Wahl für leicht verderbliche Waren, die sogenannten Perishables, ist bei Lufthansa Cargo Fresh/td. Mit einer temperaturkontrollierten Umgebung während Flug und Einlagerung sowie dem Einsatz von speziell geschultem Personal bietet der Frachtkranich beste Bedingungen für den zügigen Transport empfindlicher Güter. Bei allen Shipments kann der Kunde entscheiden, ob sie als Standardfracht oder extraschnell ankommen sollen und deshalb zwischen td.Pro oder td.Flash wählen.

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Ein Großteil der Able-Freight-Ware geht nach Asien, fast immer als Luftfracht. So können sich die Käufer auf frisches Obst freuen: Nur drei Tage liegen zwischen Ernte und Supermarktregal.

Fotos:
Edward Carreon
Planet 2/2017


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Meisterstücke.

Schreibgeräte von Montblanc sind Ikonen und begehrte Sammlerstücke. Besonders wertvolle Exemplare heben von Hamburg aus mit dem Frachtkranich ab.

 

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Sichere Schwingen für edle Feder.

Für kostbare Frachtstücke wie zum Beispiel die Montblanc Ultimate Serpent Limited Edition 1 – Wert: 1,2 Millionen Euro – und vieles andere bietet Lufthansa Cargo das Wertfracht-Produkt Safe/td an. Eine von Lufthansa Cargo mitentwickelte Wertfrachtbox sowie verplombte Container gewährleisten höchst mögliche Sicherheit. Mitarbeiter begleiten den Transport bis ins Flugzeug. Ebenso beim Entladen: Noch bevor die Ladetüren am Zielflug - hafen geöffnet werden, übernehmen Mitarbeiter von Lufthansa Cargo die Überwachung. Die Lagerung vor und nach dem Flug erfolgt in speziell gesicherten Bereichen, zum Beispiel in einem separaten, videoüberwachten und elektronisch gesicherten Raum, der nur von Mitarbeitern mit Autorisierung und entsprechendem Ausweis betreten werden kann.

Rouge et Noir LE 1

Rouge et Noir LE 1

steht auf der goldfarbenen Plakette. Der schwarz lackierte hölzerne Sockel lässt den Glanz der prächtig verzierten Schreibfeder noch ein bisschen mehr erstrahlen. Daneben ruht der Prägestempel. „LE 1“ – dieses Kürzel lässt Sammler auf der ganzen Welt wohlig erschauern. Es bedeutet, dass von der Limited Edition des Füllfederhalters der mit 99 Gramm 740er Roségold verziert ist, weltweit nur ein einziges Exemplar existiert. 1,2 Millionen Euro kostete die „Ultimate Serpent Limited Edition 1“ der Schreibfeder-Ikone „Rouge et Noir“ von Montblanc bei ihrem Erscheinen. Die Sonderanfertigung erinnert an das Urmodell, das 1906 den Grundstein für eine Unternehmensgeschichte legte, die ihresgleichen sucht. Der Holzsockel mit dem Prototyp der mit Schlangenmuster geprägten goldenen Feder ist neben anderen hochexklusiven Exemplaren in der Federproduktion der Montblanc-Zentrale in Hamburg zu besichtigen.

Jade und Mammutstoßzahn als exklusive Sonderausstattung.

Rund 1.000 der insgesamt mehr als 3.000 Mitarbeiter von Montblanc arbeiten am Standort in Hamburg. Hier befindet sich mit der Schreibgeräteproduktion der Kern der Luxusmarke, die seit 1993 zur Richemont-Gruppe gehört und inzwischen auch für exklusive Accessoires wie Taschen und Lederwaren sowie hochwertige Uhren bekannt ist. Hier verarbeiten die Mitarbeiter an verschiedenen Stationen die aus Goldbändern gestanzten Rohlinge zu Schreibfedern, die die hohen Erwartungen der Kunden an Montblanc-Produkte erfüllen können. Viele der Frauen und Männer, die hier arbeiten, sind gelernte Uhrmacher, Goldschmiede oder stammen aus dem zahnmedizinisch-technischen Bereich. Sie verfügen über die ruhige Hand und die absolute Präzision, um zum Beispiel die Iridiumspitzen zu schweißen und die Federn in zahllosen Prozessschritten per Hand zu veredeln. 

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Bei seiner Entwicklung im Jahr 1906 galt der exklusive „Rouge et Noir“-Füllfederhalter als herausragende technische Errungenschaft, da er sich einfach bedienen ließ, ohne die Feder in ein Tintenfass tauchen zu müssen. Heute sind die Schreibgeräte mit dem Montblanc-Stern nicht mehr reine Gebrauchsartikel, sondern eben auch begehrte Sammlerstücke. Und der weltweite Kundenstamm nimmt zu. „Vor allem der asiatische Markt wächst schnell“, sagt Oliver Gößler, Geschäftsführer von Montblanc Deutschland. Viele besonders luxuriöse Modelle und individuelle Sonderanfertigungen werden zum Beispiel in China und Indien verkauft.

Um die Ausstattungswünsche solventer Kunden zu deren Zufriedenheit umzusetzen, arbeiten im Artisan Studio bei Montblanc in Hamburg Ingenieure an hochmodernen Studioarbeitsplätzen an der Planung und Ausführung der Sondermodelle. Hier kommen oft prunkvolle Verzierungen mit Gold, Diamanten und Jade oder anderen seltenen Werkstoffen wie Mammutstoßzahn zum Einsatz.

Von Hamburg aus gehen viele der fertigen Schreibwerkzeuge – vom klassischen „Meisterstück“ bis zur mehreren Hunderttausend Euro teuren Spezialanfertigung – per Luftfracht zu den Kunden in aller Welt.

Um die wertvolle Sendung sicher ans Ziel zu bringen, kommt dabei bei Lufthansa Cargo Safe/td ins Spiel. „Bei unseren Wertfrachttransporten wie für Montblanc ist die lückenlose Dokumentation der Transportkette nach dem Vier-Augen-Prinzip das A und O“, erklärt Michael Medved, der als Account Manager Sales in Hamburg auch für die edlen Schreibgeräte aus der Hansestadt zuständig ist. „Die Ware gelangt aus dem Tresor zunächst in einen von uns mitentwickelten, versiegelten Spezialbehälter und wird bis zum Flugzeug begleitet. Dort nimmt sie ein weiterer Kollege in Empfang und übergibt sie am Zielflughafen wiederum persönlich dem nächsten Lufthansa Cargo Mitarbeiter. 

Bis zur Aushändigung an den Spediteur lagert sie dann erneut in einem Tresor der Sicherheitszone“, schildert Medved den Transportprozess. Immer wieder kommt der Frachtkranich auch für den Transfer von Montblanc-Sondermodellen zu Präsentationen oder zu Fotoshootings zum Einsatz: „Bisweilen muss gerade bei streng limitierten Serien eines der wenigen Exemplare rasch versendet werden und genauso zügig wieder an seinen angestammten Platz zurück. Das ist nur auf dem Luftweg möglich“, sagt Oliver Gößler. Denn die Sammler sind auch nach mehr als 110 Jahren Montblanc neugierig auf die spannenden Kreationen und Sondereditionen, die die Hamburger Manufaktur verlassen. Am meisten natürlich auf die nächste „LE 1“. 

Photos: Christoph Börries

Planet 2/2017


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Alles außer Peperoni-Pizza.

Wenn Weimaraner Bruce reisen muss, ruft sein Besitzer die Air Animal Pet Movers. Die Experten für Haustiertransporte arbeiten mit Lufthansa Cargo zusammen – und nutzen den neuen Service Live/td Premium. Das Urteil: noch mehr Komfort für Tiere und Herrchen.

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Mehr als 7.000 Kilometer liegen vor Bruce. Vom Sonnenstaat Florida geht es für den elf Jahre alten Weimaraner mit den Schlappohren und den bernsteinfarbenen Augen nach Belgien. Bruce ahnt wahrscheinlich, dass eine Reise bevorsteht, ist aber gelassen. Sein Herrchen Ted arbeitet für die NATO – und zieht zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre von der US-Golfküste an die Nordsee. Bis die Familie von Bruce ein Haus gefunden hat, wird der Hund bei Bekannten auf dem Land unterkommen. „Die perfekte Gelegenheit für seine Lieblingsbeschäftigung: Hasenjagd“, verrät Ted.

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Mit wedelndem Schwanz steht Bruce in der Praxis von Dr. Walter Woolf in Tampa und blickt sich neugierig um. 

Bereitwillig lässt er sich untersuchen. Hier bei Air Animal Pet Movers ist der Weimaraner in besten Händen. Walter Woolf und sein Team sind Profis. Seit mehr als 38 Jahren kümmern sie sich darum, dass Tiere sicher und wohlbehalten von A nach B reisen. Mehr als 45.000 Hunde, Katzen, Vögel, Fische und andere Tiere waren schon mit ihnen unterwegs. Bruce reist heute first class – möglich macht es der neue Premium-Service des Spezial-Produkts Live/td von Lufthansa Cargo.

Air Animal Pet Movers zählt zu den ersten Kunden, die das Rundum-sorglos-Paket testen. Bruce ist einer der ersten Passagiere. „Tiere sind Familienmitglieder“, sagt Marco Klapper, Produktmanager Live/td. „Es ist wichtig, den Besitzern die Sicherheit zu geben, dass es ihren Vierbeinern während der Reise gut geht und dass sie bestens versorgt werden.“

 

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Transfer zum Airport:

Auch am Boden genießen die vierbeinigen oder auch geflügelten Passagiere allen Komfort.

Fotogruß aus Frankfurt.

Genau hier setzt Live/td Premium an, das für Flüge mit Transitaufenthalt in Frankfurt buchbar ist. „Vor Reiseantritt erhalten die Tierhalter nützliche Hinweise zum Transport, für Rückfragen steht ihnen eine exklusive E-Mail-Adresse zur Verfügung“, sagt Marco Klapper. In der Animal Lounge in Frankfurt, der Station von Lufthansa Cargo speziell für Tiere, gibt es für den Premium-Passagier extra viel Platz. „Auch auf besondere Anforderungen wie Spezialfutter und Medikamente wird eingegangen“, so Klapper. Sein Lieblingsessen, Peperoni-Pizza, bekommt Bruce zwar trotz First-Class-Status nicht – die Gesundheit geht vor. Den Aufenthalt in der Animal Lounge genießt der Weimaraner dennoch. Entspannt liegt er in seiner Box und lässt sich von den Tierpflegern kraulen – die nach seiner Ankunft ein Foto geschossen und es Herrchen Ted gemailt haben. Eine vermeintliche Kleinigkeit, die aber ein wichtiger Bestandteil des neuen Premium-Services ist: „Wenn unsereins verreist, schicken wir ja meist auch einen kurzen Gruß an die Lieben, der sagt ‚Bin angekommen, mir geht’s gut‘“, erklärt Marco Klapper. Die Idee funktioniert, Ted freut sich über das Lebenszeichen. Bruce tritt kurze Zeit später die Weiterreise nach Brüssel an und kann schließlich auf dem Land in Belgien Wiedersehen mit seiner Familie feiern. „Viele Tierbesitzer haben Vorurteile, wenn es um den Transport per Luftfracht geht. Sie denken an laute, eisige Frachträume“, sagt der Veterinärmediziner. „Deshalb leisten wir beständig Aufklärungsarbeit und können mit Live/td Premium ein tolles Produkt vorstellen.“ Bisher mussten Kunden darauf vertrauen, dass alles nach Plan läuft, jetzt können sie jederzeit nachhaken und bekommen nach der Ankunft in Frankfurt den Fotogruß als Bestätigung. „Der Premium-Service steht für unsere Philosophie“, sagt Woolf. „Einfach nur die Tiere in einer Box unterbringen und verschicken – das sind wir nicht. Wir stecken jede Menge Herzblut in unsere Arbeit.“ Dabei war es ein Zufall, der Woolf zu seinem Business führte: Nach dem Studium der Tiermedizin in Philadelphia hatte er 1961 nahe dem internationalen Flughafen in Tampa eine Praxis eröffnet. Viele Airlines, die damals Haustiere flogen, suchten Rat bei ihm, wenn Papiere falsch ausgestellt waren oder die Besitzer viel später eintrafen als ihre Vierbeiner. „Damals sagte man mir, dass man meine Dienste höchstens ein- bis zweimal im Jahr in Anspruch nehmen müsse. Daraus wurde ein- bis zweimal in der Woche, und schließlich standen wir rund um die Uhr zur Verfügung.“ Die Idee, den Transport mit einer Art Reisebüro für Tiere selbst abzuwickeln, keimte. „Speditionen, die Erfahrung mit Tiertransporten hatten, rieten mir eindringlich ab, man habe damit nur Ärger.“ Woolf ließ sich aber nicht abhalten – und schuf eine Erfolgsgeschichte. „Unser Gelingen basiert zu einem großen Teil auch auf dem Service der Airlines, mit denen wir kooperieren“, sagt Woolf. Vor allem die Zusammenarbeit mit Lufthansa Cargo klappe hervorragend. „Lufthansa Cargo hat viele engagierte Mitarbeiter, die unsere Philosophie teilen“, lobt er. „Was ich immer wieder spüre, ist die große Leidenschaft: Passion for pets!“

Fotogruß aus Frankfurt.

Genau hier setzt Live/td Premium an, das für Flüge mit Transitaufenthalt in Frankfurt buchbar ist. „Vor Reiseantritt erhalten die Tierhalter nützliche Hinweise zum Transport, für Rückfragen steht ihnen eine exklusive E-Mail-Adresse zur Verfügung“, sagt Marco Klapper. In der Animal Lounge in Frankfurt, der Station von Lufthansa Cargo speziell für Tiere, gibt es für den Premium-Passagier extra viel Platz. „Auch auf besondere Anforderungen wie Spezialfutter und Medikamente wird eingegangen“, so Klapper. Sein Lieblingsessen, Peperoni-Pizza, bekommt Bruce zwar trotz First-Class-Status nicht – die Gesundheit geht vor. Den Aufenthalt in der Animal Lounge genießt der Weimaraner dennoch. Entspannt liegt er in seiner Box und lässt sich von den Tierpflegern kraulen – die nach seiner Ankunft ein Foto geschossen und es Herrchen Ted gemailt haben. Eine vermeintliche Kleinigkeit, die aber ein wichtiger Bestandteil des neuen Premium-Services ist: „Wenn unsereins verreist, schicken wir ja meist auch einen kurzen Gruß an die Lieben, der sagt ‚Bin angekommen, mir geht’s gut‘“, erklärt Marco Klapper. Die Idee funktioniert, Ted freut sich über das Lebenszeichen. Bruce tritt kurze Zeit später die Weiterreise nach Brüssel an und kann schließlich auf dem Land in Belgien Wiedersehen mit seiner Familie feiern. „Viele Tierbesitzer haben Vorurteile, wenn es um den Transport per Luftfracht geht. Sie denken an laute, eisige Frachträume“, sagt der Veterinärmediziner. „Deshalb leisten wir beständig Aufklärungsarbeit und können mit Live/td Premium ein tolles Produkt vorstellen.“

Bisher mussten Kunden darauf vertrauen, dass alles nach Plan läuft, jetzt können sie jederzeit nachhaken und bekommen nach der Ankunft in Frankfurt den Fotogruß als Bestätigung. „Der Premium-Service steht für unsere Philosophie“, sagt Woolf. „Einfach nur die Tiere in einer Box unterbringen und verschicken – das sind wir nicht. Wir stecken jede Menge Herzblut in unsere Arbeit.“ Dabei war es ein Zufall, der Woolf zu seinem Business führte: Nach dem Studium der Tiermedizin in Philadelphia hatte er 1961 nahe dem internationalen Flughafen in Tampa eine Praxis eröffnet. Viele Airlines, die damals Haustiere flogen, suchten Rat bei ihm, wenn Papiere falsch ausgestellt waren oder die Besitzer viel später eintrafen als ihre Vierbeiner. „Damals sagte man mir, dass man meine Dienste höchstens ein- bis zweimal im Jahr in Anspruch nehmen müsse. Daraus wurde ein- bis zweimal in der Woche, und schließlich standen wir rund um die Uhr zur Verfügung.“ Die Idee, den Transport mit einer Art Reisebüro für Tiere selbst abzuwickeln, keimte. „Speditionen, die Erfahrung mit Tiertransporten hatten, rieten mir eindringlich ab, man habe damit nur Ärger.“ Woolf ließ sich aber nicht abhalten – und schuf eine Erfolgsgeschichte. „Unser Gelingen basiert zu einem großen Teil auch auf dem Service der Airlines, mit denen wir kooperieren“, sagt Woolf. Vor allem die Zusammenarbeit mit Lufthansa Cargo klappe hervorragend. „Lufthansa Cargo hat viele engagierte Mitarbeiter, die unsere Philosophie teilen“, lobt er. „Was ich immer wieder spüre, ist die große Leidenschaft: Passion for pets!“

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Willkommen in der Animal Lounge!

Marco Klapper, Produktmanager Live/td, am Portal der Tierstation von Lufthansa Cargo in Frankfurt. Von dort aus wird Bruce weiter nach Brüssel geflogen.

Fotos:
Daniel Kummer
Edward Filler
Lufthansa Cargo 

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Flexibilität und Qualität verbinden!

Statements von Stephan Haltmayer, Geschäftsführer von QCS-Quick Cargo Service.

Exzellentes Teamwork: Stephan Haltmayer (l.), Geschäftsführer von QCS-Quick Cargo Service, und sein Lufthansa Cargo-Verkäufer Christopher Biaesch suchen stets den direkten Draht, um ihre Kunden zufriedenzustellen.

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Flughafen Frankfurt am Main, Vorfeld, 2. März, 11.30 Uhr.

Stephan Haltmayer hat die Ruhe weg. In gut drei Stunden geht sein Flieger nach Bangkok. Dort trifft der Geschäftsführer von QCS-Quick Cargo Service auf einer regionalen Logistiktagung wichtige asiatische Partner und Kunden. Drei Tage später geht es für den Chef der mittelständischen Spedition aus Mörfelden bei Frankfurt weiter nach São Paulo – Verkaufsgespräche. „Ich muss auch noch Koffer packen“, schmunzelt Haltmayer, trotz des engen Zeitplans ziemlich gelassen. 

Jetzt nimmt er sich erst einmal die Zeit, mit Christopher Biaesch, seinem Verkäufer bei Lufthansa Cargo, die Fragen des planet-Reporterteams zum Thema Qualität zu beantworten und der Fotos wegen eine QCS-Sendung zum Frachter nach Schanghai auf das Vorfeld zu begleiten. „Qualität hat in unserer Industrie immer auch etwas damit zu tun, in hektischen Phasen die Ruhe zu bewahren“, sagt Haltmayer.

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Der Spediteur ist ein guter Gesprächspartner, wenn es um Qualität in der Luftfrachtbranche geht. Denn sein Unternehmen hat den Lufthansa Cargo Quality Award 2011 gewonnen. „Das Luftfrachtgeschäft läuft rasant und erfordert eine Menge Flexibilität“, erzählt Haltmayer. „Aber wenn Sie keine Leute haben, die präzise arbeiten, ist die ganze Schnelligkeit nichts wert.“ 

QCS konnte sich bei dem Qualitätswettbewerb der Lufthansa Cargo vor allem dank seiner guten Anlieferqualität durchsetzen. Konkret heißt das: QCS hielt die avisierten Lieferumfänge so gut wie immer exakt ein und stellte seine Sendungen stets pünktlich inklusive aller erforderlichen Papiere zur Verfügung. Der Grund dafür, dass Lufthansa Cargo den Quality Award ins Leben gerufen hat, ist keineswegs uneigennützig: „Unsere Analysen haben ergeben, dass unsere eigene Qualität zu rund 30 Prozent von der Vorleistung der Spediteure abhängt“, verrät Cargo-Lufthanseat Christopher Biaesch.

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Die Qualität der Airline wird laufend erfasst, und zwar mit dem „Notification for Delivery“-Wert (NFD). Damit Lufthansa Cargo hier Qualitätsführer sein kann, braucht die Airline von den Spediteuren zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt saubere Buchungsdaten, keine No-Shows (das sind Sendungen, die gebucht, aber dann nicht angeliefert werden) sowie die Erfüllung des IATA-Kriteriums „Ready for Carriage“. Das ist der Fall, wenn Fracht und Dokumente der Airline ordnungsgemäß übergeben wurden – Bedingung dafür, den Transport Airport-to-Airport überhaupt zuverlässig abwickeln zu können.

„Gute Prozesse sind die Voraussetzung für gute Qualität“, weiß auch Stephan Haltmayer. „Das ist bei Lufthansa Cargo so, das ist auch bei uns so. Aber der Faktor Mensch ist ebenfalls entscheidend für den Erfolg. Den Quality Award haben sich in erster Linie unsere Mitarbeiter mit ihrem Know-how und ihrem Engagement verdient.“

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QCS gehört zu den zehn größten inhabergeführten IATA-Speditionen in Deutschland. Das Unternehmen hat sich als zuverlässiger Logistikdienstleister für die mittelständische Exportindustrie einen Namen gemacht. Maschinenbauer, Autozulieferer, Stahl-, Pharma- und Chemiefirmen stehen auf der Kundenliste. „Der Mittelstand arbeitet gern mit dem Mittelstand“, sagt Haltmayer.

„Hier denken auch die Mitarbeiter unternehmerisch.“ Unter keinen Umständen will er sich von einzelnen Großkunden abhängig machen. An allen wichtigen deutschen Flughafenstandorten ist QCS mit eigenen Niederlassungen vertreten. Weltweit kooperiert man mit anderen lokal ansässigen, mittelständischen Spediteuren. Ein wichtiges Erfolgsrezept dabei: „Wir arbeiten nur mit handverlesenen, finanziell gesunden Partnern zusammen, die wir persönlich kennen und denen unsere Kunden vertrauen können“, so Stephan Haltmayer. „Das ist fester Bestandteil unserer Qualitätsphilosophie.“

Monatlich wird vor Ort über die Prozesse des Netzwerks gesprochen.

Allein deswegen müssen Haltmayer und sein Management-Team so viel reisen. Bei den Meetings geht es aber auch immer um die Kundenakquise.

Schließlich sind es häufig genug die Empfänger, die die Transport- und Logistikleistungen bezahlen müssen und deshalb auch die Dienstleister bestimmen dürfen. Das erstreckt sich ebenso auf die Auswahl der Carrier.

„Wir empfehlen in vielen Fällen Lufthansa Cargo“, bekennt Haltmayer. „Mit ihrem starken Netzwerk gibt es aus Deutschland heraus verlässliche hochfrequente Anbindungen an alle Märkte, die für uns wichtig sind.“

Dazu zählen besonders Indien, USA und zuletzt wieder Brasilien. „Natürlich ist auch China wichtig, obwohl hier durch die immer stärker werdende Währung und steigende Lohnkosten zuletzt ein verlangsamtes Wachstum festzustellen war.“

Auch beim eBooking und beim „Troubleshooting“ sieht Haltmayer die Lufthansa Cargo vorn im Wettbewerb. „Da ist sie wieder, die Kombination aus intelligenten Abläufen und persönlichem Engagement“, sagt Haltmayer.

„Unsere Mitarbeiter haben das Kümmerer-Gen.“

„Auf der Airline-Seite brauchen wir Partner, die genauso ticken.“ Sagt’s und klopft Christopher Biaesch auf die Schulter. „Wir geben uns eben nicht mit halben Sachen zufrieden“, meint der selbstbewusst. „Da ist dann manchmal auch ein bisschen Extraeinsatz gefragt.“

Zum Beispiel, als QCS den Transport der Kronjuwelen des letzten russischen Zaren von St. Petersburg zu einer Ausstellung nach Miami zu organisieren hatte.

Oder als eines Freitagabends in letzter Minute ein tonnenschweres Ersatzteil für einen Fertigungsroboter eines Automobilwerks in Mexiko versendet werden musste. „Die Maschine schien zunächst überbucht.

Aber wir haben dann eine Lösung gefunden. Am Sonntag war der Job erledigt“, erinnert sich Biaesch. „Das Wichtigste dabei war, dass wir ständig den kurzen Draht hatten“, ergänzt Haltmayer.

„Quasi stündlich hat der Kunde bei uns angerufen, und wir konnten ihm jedesmal guten Gewissens sagen, dass die Sache klappen wird.“ 

Der Druck bei diesem Auftrag war enorm, weil ein Bandstillstand drohte. Haltmayer konnte trotzdem der ihm eigenen Gelassenheit treu bleiben.

„Ich wusste: Bei Lufthansa Cargo wird man nicht hektisch, sondern managt die Sache bis zum Ende professionell.“

Monatlich wird vor Ort über die Prozesse des Netzwerks gesprochen.

Allein deswegen müssen Haltmayer und sein Management-Team so viel reisen. Bei den Meetings geht es aber auch immer um die Kundenakquise.

Schließlich sind es häufig genug die Empfänger, die die Transport- und Logistikleistungen bezahlen müssen und deshalb auch die Dienstleister bestimmen dürfen. Das erstreckt sich ebenso auf die Auswahl der Carrier.

„Wir empfehlen in vielen Fällen Lufthansa Cargo“, bekennt Haltmayer. „Mit ihrem starken Netzwerk gibt es aus Deutschland heraus verlässliche hochfrequente Anbindungen an alle Märkte, die für uns wichtig sind.“

Dazu zählen besonders Indien, USA und zuletzt wieder Brasilien. „Natürlich ist auch China wichtig, obwohl hier durch die immer stärker werdende Währung und steigende Lohnkosten zuletzt ein verlangsamtes Wachstum festzustellen war.“

Auch beim eBooking und beim „Troubleshooting“ sieht Haltmayer die Lufthansa Cargo vorn im Wettbewerb. „Da ist sie wieder, die Kombination aus intelligenten Abläufen und persönlichem Engagement“, sagt Haltmayer.

„Unsere Mitarbeiter haben das Kümmerer-Gen.“

„Auf der Airline-Seite brauchen wir Partner, die genauso ticken.“ Sagt’s und klopft Christopher Biaesch auf die Schulter. „Wir geben uns eben nicht mit halben Sachen zufrieden“, meint der selbstbewusst. „Da ist dann manchmal auch ein bisschen Extraeinsatz gefragt.“

Zum Beispiel, als QCS den Transport der Kronjuwelen des letzten russischen Zaren von St. Petersburg zu einer Ausstellung nach Miami zu organisieren hatte.

Oder als eines Freitagabends in letzter Minute ein tonnenschweres Ersatzteil für einen Fertigungsroboter eines Automobilwerks in Mexiko versendet werden musste. „Die Maschine schien zunächst überbucht.

Aber wir haben dann eine Lösung gefunden. Am Sonntag war der Job erledigt“, erinnert sich Biaesch. „Das Wichtigste dabei war, dass wir ständig den kurzen Draht hatten“, ergänzt Haltmayer.

„Quasi stündlich hat der Kunde bei uns angerufen, und wir konnten ihm jedesmal guten Gewissens sagen, dass die Sache klappen wird.“ 

Der Druck bei diesem Auftrag war enorm, weil ein Bandstillstand drohte. Haltmayer konnte trotzdem der ihm eigenen Gelassenheit treu bleiben.

„Ich wusste: Bei Lufthansa Cargo wird man nicht hektisch, sondern managt die Sache bis zum Ende professionell.“

 

5 Fragen an Stephan Haltmayer.

Was sind die wichtigsten Qualitätsmerkmale Ihres Unternehmens?
Die Grundlage des QCS-Erfolgs sind unsere Mitarbeiter. Sie verfolgen dieselben Ziele wie die Geschäfts­leitung. Ansonsten heißt unser Motto: Qualität statt Quantität!

Was ist für Sie bei einer Luftfracht-Airline gute Qualität?
Eine Airline braucht eine moderne Infrastruktur, ein großes Streckennetz und gute Kundenbetreuung. Lufthansa Cargo hat das alles und ist Trendsetter im Cargomarkt.

Welches Produkt oder welche Leistung außerhalb der Cargo-Welt zeichnet sich durch besondere Qualität aus?
Mein Porsche, der Mittelstand und Deutschland.

Was bedeutet für Sie Lebensqualität?
Zeit sinnvoll zu nutzen. Dazu zähle ich ausdrücklich auch manchmal ein gutes Glas Rotwein am Kamin.

Welches sind Ihre ganz persönlichen Qualitäten?
Ich will mich immer verbessern und neue Wege gehen. Erfolg ist für mich etwas Langfristiges. Ausdauer und Zuversicht gehören ebenso zu meinen Qualitäten wie meine Risikobereitschaft, ohne die man nichts werden kann.

5 Fragen an Stephan Haltmayer.

Was sind die wichtigsten Qualitätsmerkmale Ihres Unternehmens?
Die Grundlage des QCS-Erfolgs sind unsere Mitarbeiter. Sie verfolgen dieselben Ziele wie die Geschäfts­leitung. Ansonsten heißt unser Motto: Qualität statt Quantität!

Was ist für Sie bei einer Luftfracht-Airline gute Qualität?
Eine Airline braucht eine moderne Infrastruktur, ein großes Streckennetz und gute Kundenbetreuung. Lufthansa Cargo hat das alles und ist Trendsetter im Cargomarkt.

Welches Produkt oder welche Leistung außerhalb der Cargo-Welt zeichnet sich durch besondere Qualität aus?
Mein Porsche, der Mittelstand und Deutschland.

Was bedeutet für Sie Lebensqualität?
Zeit sinnvoll zu nutzen. Dazu zähle ich ausdrücklich auch manchmal ein gutes Glas Rotwein am Kamin.

Welches sind Ihre ganz persönlichen Qualitäten?
Ich will mich immer verbessern und neue Wege gehen. Erfolg ist für mich etwas Langfristiges. Ausdauer und Zuversicht gehören ebenso zu meinen Qualitäten wie meine Risikobereitschaft, ohne die man nichts werden kann.

 

3 Fragen an Christopher Biaesch.

Was sind die wichtigsten Qualitätsmerkmale Ihres Unternehmens?
Ob bei Sicherheit, Performance, Kundenzufriedenheit, Produkt­diversifizierung oder Investitionen in die Belegschaft und die Infra­struktur – wir geben bei allen Themen Gas.

Was ist für Sie bei einer Luftfracht-Airline gute Qualität?
Die Qualität einer Airline ist messbar und erlebbar. Generell geht es darum, sich nicht mit halben Sachen zufriedenzugeben und immer 100 Prozent anzustreben. 

Welches Produkt oder welche Leistung außerhalb der Cargo-Welt zeichnet sich durch besondere Qualität aus?
Der Fahrstil von Sebastian Vettel. Er testet die Grenzen aus, überschreitet sie aber selten. Chapeau!

Fotos:

Volker Römer, Ralf Kreuels

planet 1/2012

3 Fragen an Christopher Biaesch.

Was sind die wichtigsten Qualitätsmerkmale Ihres Unternehmens?
Ob bei Sicherheit, Performance, Kundenzufriedenheit, Produkt­diversifizierung oder Investitionen in die Belegschaft und die Infra­struktur – wir geben bei allen Themen Gas.

Was ist für Sie bei einer Luftfracht-Airline gute Qualität?
Die Qualität einer Airline ist messbar und erlebbar. Generell geht es darum, sich nicht mit halben Sachen zufriedenzugeben und immer 100 Prozent anzustreben.

Welches Produkt oder welche Leistung außerhalb der Cargo-Welt zeichnet sich durch besondere Qualität aus?

Der Fahrstil von Sebastian Vettel. Er testet die Grenzen aus, überschreitet sie aber selten. Chapeau!

 

Fotos:

Volker Römer, Ralf Kreuels

planet 1/2012


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Preiswerte Qualität.

Bei Kühne + Nagel gehen immer mehr Sendungen mit td.Basic auf die Reise. Kein Wunder, denn das neue Niedrigpreisprodukt bietet Kunden zahlreiche Vorteile.

Marko Gunzenhäuser muss nicht lange überlegen. „Für uns passt td.Basic perfekt in eine bestehende Angebotslücke.“ Der 44-Jährige ist Regionalleiter Luftfracht für die Region Süd-West bei Kühne + Nagel am Standort Stuttgart. Zu den dortigen Kunden des Logistik-Riesen zählen überwiegend mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau, Automotive und Pharma. Knapp 70 Mitarbeiter kümmern sich im Kühne + Nagel Frachtzentrum Leinfelden-Echterdingen um Luftfracht-Exporte. „Wir versenden Shipments aller Art: zeit kritische und temperaturgeführte, aber auch komplette Fahrzeuge und Standardfracht“, sagt Philip Müller, zuständiger Exportleiter. „Das neue Angebot td.Basic führt immer häufiger dazu, dass wir Lufthansa Cargo den Vorzug geben.“

Insbesondere wenn Zeit wichtig, aber nicht alles ist, reisen Sendungen mit td.Basic zu einem attraktiven Preis rund um den Globus – mit der gewohnten Qualität des Frachtkranichs. „Die Buchung des Angebots ist nur online möglich“, sagt Elke Schäffer vom Lufthansa Cargo Frachtzentrum Stuttgart. „Die Auslieferung erfolgt spätestens zu einem von uns genannten Zeitpunkt, der in Abhängigkeit zum gewünschten Anliefertag steht. Wir planen und buchen das gesamte Routing innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters.“ Bei der Online-Anfrage wird die Verfügbarkeit von td.Basic in Echtzeit geprüft. „Die Buchung ist

kinderleicht, und alle Details zum avisierten Flug sind stets transparent“, erklärt Philip Müller.

Ganz gleich ob rund zwei Tonnen Material für die Pharmaindustrie nach Almaty, 500 Kilogramm Maschinenteile nach Bombay oder eine Tonne Elektronik für Peking, die aufgrund ihrer Sensibilität nun doch als Luftfracht versendet werden soll – für den 31-jährigen Exportleiter liegen die Vorteile von td.Basic auf der Hand: „Wir haben viele Fälle, bei denen die Güter unserer Kunden nicht umgehend zum Ziel gelangen müssen. Allerdings muss die Fracht zuverlässig und sicher ankommen oder darf beispielsweise nicht umgeladen werden. Das neue Angebot td.Basic vereint günstige Raten, hohe Servicequalität und ein leistungsstarkes Netzwerk.“

Für Kühne + Nagel Regionalleiter Luftfracht Marko Gunzenhäuser spielen auch noch weitere Stärken des Frachtkranichs eine wesentliche Rolle: „Lufthansa Cargo ist ein verlässlicher Partner und für uns essenziell wichtig, da wir mit ihm alle Facetten unseres Geschäfts abwickeln können. Auch td.Basic nutzt das umfangreiche Streckennetz der Premiumprodukte. Weil viele Airlines ihre Frachterkapazität reduzieren, wird Lufthansa Cargo für uns in Zukunft noch wichtiger werden.“

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Elke Schäffer (r.) vom Lufthansa Cargo Frachtzentrum Stuttgart erläutert Philip Müller den Buchungsprozess.

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Benefits:

  • Transportprodukt im unteren Preissegment.

  • In gewohnter Lufthansa Cargo Qualität.

  • Verfügbarkeitsprüfung sofort online.

  • Buchung und Flugdetails sind transparent.

  • Mit sofortiger Preisauskunft dank Online-Buchung.

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Binnen weniger Sekunden findet eine Verfügbarkeitsprüfung mit Preisauskunft statt. Alle Details der Buchung bleiben stets transparent.

Fotos:
Alex Kraus


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Wenn Logistik Leben rettet.

Bei Hilfsflügen in Krisengebiete kommt es auf zwei Dinge an: Schnelligkeit und gute Zusammenarbeit. Im Dezember haben das Deutsche Rote Kreuz und Lufthansa Cargo darum einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Aber wie genau kommt die Hilfe aus Berlin in die Welt? Clemens Pott, Leiter Logistik beim Deutschen Roten Kreuz, verrät es.

Clemens Pott, Leiter Logistik beim Deutschen Roten Kreuz, ist für die logistische Vorbereitung und Durchführung der DRK-Hilfsflüge verantwortlich. Seit über 20 Jahren ist Pott nun fürs DRK im Einsatz. Bis 2002 war er DRKAuslandsdelegierter im Bereich Katastrophenhilfe.

Herr Pott, sind Sie eigentlich ständig im Katastrophenmodus? 

Keinesfalls. Bei längerfristig anhaltenden Katastrophen wie der Hungersnot in Afrika oder dem Konflikt in Syrien ist humanitäre Hilfe länger im Voraus planbar als etwa nach einem großen Erdbeben. 

Im Katastrophenfall muss es dann aber schnell gehen. Wie lange dauert es, bis ein Hilfsflug startet? 
Drei bis vier Tage müssen wir ab Entscheidung für den Einsatz auf jeden Fall einplanen, um ein Team und die Hilfsgüter zusammenzustellen. Natürlich prüfen wir im Vorfeld auch, wie die Situation im Krisengebiet aussieht: ob der Zielflughafen noch funktionsfähig ist, welche Möglichkeiten es zur Entladung gibt und wie die Hilfsgüter ins Schadensgebiet kommen. Dann chartern wir Frachtraum, erstellen die Zoll- und Transportpapiere und beauftragen einen Spediteur für die Abwicklung vor Ort. Die lebensrettenden Sofortmaßnahmen erfolgen durch die lokale Bevölkerung. Das sind zum großen Teil Freiwillige unserer lokalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften vor Ort. Mehrere Tage nach einem Erdbeben konzentriert sich die humanitäre Hilfe auf die Vermeidung von Infektionskrankheiten und Seuchen. Unsere Aufgabe besteht dann darin, die ausgefallene Infrastruktur wiederherzustellen, indem wir medizinische Einrichtungen zur Verfügung stellen oder die Trinkwasserversorgung sicherstellen. 

Dennoch, gerade in den ersten Tagen tickt die Uhr. Wie beschaffen Sie in dieser kurzen Zeit ein Flugzeug? 
Wir arbeiten mit mehreren Brokern zusammen, die innerhalb eines halben Tages geeignete Transportmöglichkeiten vorschlagen. Das kann ein Vollcharter oder eine Beiladung sein.

Gibt es durch den Rahmenvertrag mit Lufthansa Cargo einen Sonderprozess? 
Wir unterliegen dem Vergaberecht und müssen mehrere Angebote einholen, wobei das wirtschaftlichste den Zuschlag erhält. Aber wenn es zu einer Zusammenarbeit kommt, ist die Partnerschaft von großem Vorteil: Durch die Rahmenvereinbarung und die Abstimmung unserer Prozesse aufeinander ist sichergestellt, dass wir mit Lufthansa Cargo einen Partner haben, der schnell ist und Hilfsgüter kostengünstig und effektiv zum Einsatzort bringt. Gerade in den ersten Tagen einer Katastrophe ist es wichtig, dass keine unnötigen Reibungsverluste auftreten. Das klappt halt immer besser, wenn man sich kennt und sich als Partner auf Augenhöhe begegnet.

Woher wissen Sie, was vor Ort gebraucht wird? 
Mit 190 nationalen Gesellschaften hat das Rote Kreuz in fast jedem Land eine Schwestergesellschaft, die uns schnell eine verlässliche Einschätzung über die tatsächliche Situation vor Ort geben kann. Bei sehr großen Katastrophen koordiniert unser Dachverband IFRC in Genf und schickt ein internationales Erkundungsteam ins Katastrophengebiet, das uns in kurzer Zeit den Bedarf mitteilt. 

Warum haben Sie nicht einfach alles auf Lager? 
Die Vorhaltung von Hilfsgütern und Nothilfeeinheiten ist innerhalb der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung geregelt. Nicht jeder hat alles. Als eine der größten nationalen Gesellschaften ist unser Logistikzentrum in Berlin eins der größten innerhalb der Organisation. In unserer Halle am Flughafen Schönefeld lagern auf 4500 Quadratmetern unter anderem mehrere Wasseraufbereitungsanlagen, zwei Gesundheitsstationen und ein ganzes Krankenhaus. Außerdem ein Basislager zur Unterbringung von bis zu 150 Einsatzkräften und Hilfsgüter wie Zelte, Küchen- und Hygieneausstattung für 2500 Personen. Der Gesamtwert beläuft sich auf rund 4,5 Millionen Euro. Die Lagerung von Hilfsgütern ist kostenintensiv. Deshalb halten wir grundsätzlich nur solche bereit, die nicht kurzfristig auf den freien Märkten verfügbar sind. Das gilt auch für Artikel mit einer kurzen Haltbarkeit wie Medikamente. 

So ein Hilfsflug ist ein sehr komplexes Unterfangen. Wo lauern noch Schwierigkeiten? 
Wichtig ist es natürlich, auf die lokalen Besonderheiten Rücksicht zu nehmen. Dazu gehören auch religiöse Speisevorschriften, so ist zum Beispiel Rindfleisch in Nepal tabu. Wir müssen außerdem penibel darauf achten, dass wir an alle Parteien – gerade in Bürgerkriegsgebieten wie Syrien – dieselbe Qualität und dieselbe Menge liefern, um als neutrale Organisation wahrgenommen zu werden. Fehler können wir uns hier nicht erlauben. 

Vielen Dank für das Gespräch!

Interview Anne Schafmeister

Herr Pott, sind Sie eigentlich ständig im Katastrophenmodus?
Keinesfalls. Bei längerfristig anhaltenden Katastrophen wie der Hungersnot in Afrika oder dem Konflikt in Syrien ist humanitäre Hilfe länger im Voraus planbar als etwa nach einem großen Erdbeben.

Im Katastrophenfall muss es dann aber schnell gehen. Wie lange dauert es, bis ein Hilfsflug startet?
Drei bis vier Tage müssen wir ab Entscheidung für den Einsatz auf jeden Fall einplanen, um ein Team und die Hilfsgüter zusammenzustellen. Natürlich prüfen wir im Vorfeld auch, wie die Situation im Krisengebiet aussieht: ob der Zielflughafen noch funktionsfähig ist, welche Möglichkeiten es zur Entladung gibt und wie die Hilfsgüter ins Schadensgebiet kommen. Dann chartern wir Frachtraum, erstellen die Zoll- und Transportpapiere und beauftragen einen Spediteur für die Abwicklung vor Ort. Die lebensrettenden Sofortmaßnahmen erfolgen durch die lokale Bevölkerung. Das sind zum großen Teil Freiwillige unserer lokalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften vor Ort. Mehrere Tage nach einem Erdbeben konzentriert sich die humanitäre Hilfe auf die Vermeidung von Infektionskrankheiten und Seuchen. Unsere Aufgabe besteht dann darin, die ausgefallene Infrastruktur wiederherzustellen, indem wir medizinische Einrichtungen zur Verfügung stellen oder die Trinkwasserversorgung sicherstellen.

Dennoch, gerade in den ersten Tagen tickt die Uhr. Wie beschaffen Sie in dieser kurzen Zeit ein Flugzeug?
Wir arbeiten mit mehreren Brokern zusammen, die innerhalb eines halben Tages geeignete Transportmöglichkeiten vorschlagen. Das kann ein Vollcharter oder eine Beiladung sein.

Gibt es durch den Rahmenvertrag mit Lufthansa Cargo einen Sonderprozess?
Wir unterliegen dem Vergaberecht und müssen mehrere Angebote einholen, wobei das wirtschaftlichste den Zuschlag erhält. Aber wenn es zu einer Zusammenarbeit kommt, ist die Partnerschaft von großem Vorteil: Durch die Rahmenvereinbarung und die Abstimmung unserer Prozesse aufeinander ist sichergestellt, dass wir mit Lufthansa Cargo einen Partner haben, der schnell ist und Hilfsgüter kostengünstig und effektiv zum Einsatzort bringt. Gerade in den

ersten Tagen einer Katastrophe ist es wichtig, dass keine unnötigen Reibungsverluste auftreten. Das klappt halt immer besser, wenn man sich kennt und sich als Partner auf Augenhöhe begegnet.

Woher wissen Sie, was vor Ort gebraucht wird?
Mit 190 nationalen Gesellschaften hat das Rote Kreuz in fast jedem Land eine Schwestergesellschaft, die uns schnell eine verlässliche Einschätzung über die tatsächliche Situation vor Ort geben kann. Bei sehr großen Katastrophen koordiniert unser Dachverband IFRC in Genf und schickt ein internationales Erkundungsteam ins Katastrophengebiet, das uns in kurzer Zeit den Bedarf mitteilt.

Warum haben Sie nicht einfach alles auf Lager?
Die Vorhaltung von Hilfsgütern und Nothilfeeinheiten ist innerhalb der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung geregelt. Nicht jeder hat alles. Als eine der größten nationalen Gesellschaften ist unser Logistikzentrum in Berlin eins der größten innerhalb der Organisation. In unserer Halle am Flughafen Schönefeld lagern auf 4500 Quadratmetern unter anderem mehrere Wasseraufbereitungsanlagen, zwei Gesundheitsstationen und ein ganzes Krankenhaus. Außerdem ein Basislager zur Unterbringung von bis zu 150 Einsatzkräften und Hilfsgüter wie Zelte, Küchen- und Hygieneausstattung für 2500 Personen. Der Gesamtwert beläuft sich auf rund 4,5 Millionen Euro. Die Lagerung von Hilfsgütern ist kostenintensiv. Deshalb halten wir grundsätzlich nur solche bereit, die nicht kurzfristig auf den freien Märkten verfügbar sind. Das gilt auch für Artikel mit einer kurzen Haltbarkeit wie Medikamente.

So ein Hilfsflug ist ein sehr komplexes Unterfangen. Wo lauern noch Schwierigkeiten?
Wichtig ist es natürlich, auf die lokalen Besonderheiten Rücksicht zu nehmen. Dazu gehören auch religiöse Speisevorschriften, so ist zum Beispiel Rindfleisch in Nepal tabu. Wir müssen außerdem penibel darauf achten, dass wir an alle Parteien – gerade in Bürgerkriegsgebieten wie Syrien – dieselbe Qualität und dieselbe Menge liefern, um als neutrale Organisation wahrgenommen zu werden. Fehler können wir uns hier nicht erlauben.

Vielen Dank für das Gespräch!

Interview Anne Schafmeister

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Im Dezember 2016 unterzeichneten Lufthansa Cargo und das DRK einen Rahmenvertrag, um gemeinsam schneller helfen zu können.

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Mit dem Nothilfebündnis Aktion Deutschland Hilft kooperiert Lufthansa Cargo seit Februar 2013, mit der digitalen Luftfracht-Hilfsplattform Airlink hat Lufthansa Cargo vor Kurzem eine Grundsatzvereinbarung zur Unterstützung vereinbart.

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Hilfe für Uganda

Rund 800.000 Menschen sind seit 2013 vor dem Bürgerkrieg aus dem Südsudan nach Uganda geflohen. Täglich suchen 3000 Flüchtlinge in Uganda Zuflucht, mehr als 80 Prozent sind Frauen und Kinder. Im Februar haben Lufthansa Cargo und das DRK Anlagenteile für Trinkwasseraufbereitung und Hygiene in das afrikanische Land gebracht, denn zusätzlich bedroht anhaltende Dürre die Region. Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser.

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Die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist mit 190 nationalen Gesellschaften die größte humanitäre Organisation der Welt mit über 100 Millionen Mitgliedern und freiwilligen Helfern. Das DRK leistet als Teil dieser Bewegung seit über 150 Jahren Hilfe für Menschen in Konfliktsituationen, bei Katastrophen und Notlagen, allein nach dem Maß der Not. Insgesamt verfügt das Rote Kreuz über ein Netz von elf über die Nordhalbkugel verteilten globalen Logistikzentren. Hinzu kommen drei Regionallager – in Panama, Kuala Lumpur und Dubai. Finanziert werden die Großeinsätze von öffentlichen Zuwendungen – und vor allem durch Spenden.

Spenden.

Spenden.

Das DRK baut deshalb Brunnen und schult Freiwillige, die Wasserstellen instand halten, und ruft zu Spenden auf: drk.de/hilfe-fuer-uganda oder unter dem Stichwort „Hungersnot“:
Deutsches Rotes Kreuz, Bank fuer Sozialwirtschaft
IBAN: DE 9837 0205 0000 0502 3453 BIC: BFSWDE33XXX

Photos:
Lufthansa Cargo (4), DRK (2)