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Meisterstücke.

Schreibgeräte von Montblanc sind Ikonen und begehrte Sammlerstücke. Besonders wertvolle Exemplare heben von Hamburg aus mit dem Frachtkranich ab.

 

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Sichere Schwingen für edle Feder.

Für kostbare Frachtstücke wie zum Beispiel die Montblanc Ultimate Serpent Limited Edition 1 – Wert: 1,2 Millionen Euro – und vieles andere bietet Lufthansa Cargo das Wertfracht-Produkt Safe/td an. Eine von Lufthansa Cargo mitentwickelte Wertfrachtbox sowie verplombte Container gewährleisten höchst mögliche Sicherheit. Mitarbeiter begleiten den Transport bis ins Flugzeug. Ebenso beim Entladen: Noch bevor die Ladetüren am Zielflug - hafen geöffnet werden, übernehmen Mitarbeiter von Lufthansa Cargo die Überwachung. Die Lagerung vor und nach dem Flug erfolgt in speziell gesicherten Bereichen, zum Beispiel in einem separaten, videoüberwachten und elektronisch gesicherten Raum, der nur von Mitarbeitern mit Autorisierung und entsprechendem Ausweis betreten werden kann.

Rouge et Noir LE 1

Rouge et Noir LE 1

steht auf der goldfarbenen Plakette. Der schwarz lackierte hölzerne Sockel lässt den Glanz der prächtig verzierten Schreibfeder noch ein bisschen mehr erstrahlen. Daneben ruht der Prägestempel. „LE 1“ – dieses Kürzel lässt Sammler auf der ganzen Welt wohlig erschauern. Es bedeutet, dass von der Limited Edition des Füllfederhalters der mit 99 Gramm 740er Roségold verziert ist, weltweit nur ein einziges Exemplar existiert. 1,2 Millionen Euro kostete die „Ultimate Serpent Limited Edition 1“ der Schreibfeder-Ikone „Rouge et Noir“ von Montblanc bei ihrem Erscheinen. Die Sonderanfertigung erinnert an das Urmodell, das 1906 den Grundstein für eine Unternehmensgeschichte legte, die ihresgleichen sucht. Der Holzsockel mit dem Prototyp der mit Schlangenmuster geprägten goldenen Feder ist neben anderen hochexklusiven Exemplaren in der Federproduktion der Montblanc-Zentrale in Hamburg zu besichtigen.

Jade und Mammutstoßzahn als exklusive Sonderausstattung.

Rund 1.000 der insgesamt mehr als 3.000 Mitarbeiter von Montblanc arbeiten am Standort in Hamburg. Hier befindet sich mit der Schreibgeräteproduktion der Kern der Luxusmarke, die seit 1993 zur Richemont-Gruppe gehört und inzwischen auch für exklusive Accessoires wie Taschen und Lederwaren sowie hochwertige Uhren bekannt ist. Hier verarbeiten die Mitarbeiter an verschiedenen Stationen die aus Goldbändern gestanzten Rohlinge zu Schreibfedern, die die hohen Erwartungen der Kunden an Montblanc-Produkte erfüllen können. Viele der Frauen und Männer, die hier arbeiten, sind gelernte Uhrmacher, Goldschmiede oder stammen aus dem zahnmedizinisch-technischen Bereich. Sie verfügen über die ruhige Hand und die absolute Präzision, um zum Beispiel die Iridiumspitzen zu schweißen und die Federn in zahllosen Prozessschritten per Hand zu veredeln. 

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Bei seiner Entwicklung im Jahr 1906 galt der exklusive „Rouge et Noir“-Füllfederhalter als herausragende technische Errungenschaft, da er sich einfach bedienen ließ, ohne die Feder in ein Tintenfass tauchen zu müssen. Heute sind die Schreibgeräte mit dem Montblanc-Stern nicht mehr reine Gebrauchsartikel, sondern eben auch begehrte Sammlerstücke. Und der weltweite Kundenstamm nimmt zu. „Vor allem der asiatische Markt wächst schnell“, sagt Oliver Gößler, Geschäftsführer von Montblanc Deutschland. Viele besonders luxuriöse Modelle und individuelle Sonderanfertigungen werden zum Beispiel in China und Indien verkauft.

Um die Ausstattungswünsche solventer Kunden zu deren Zufriedenheit umzusetzen, arbeiten im Artisan Studio bei Montblanc in Hamburg Ingenieure an hochmodernen Studioarbeitsplätzen an der Planung und Ausführung der Sondermodelle. Hier kommen oft prunkvolle Verzierungen mit Gold, Diamanten und Jade oder anderen seltenen Werkstoffen wie Mammutstoßzahn zum Einsatz.

Von Hamburg aus gehen viele der fertigen Schreibwerkzeuge – vom klassischen „Meisterstück“ bis zur mehreren Hunderttausend Euro teuren Spezialanfertigung – per Luftfracht zu den Kunden in aller Welt.

Um die wertvolle Sendung sicher ans Ziel zu bringen, kommt dabei bei Lufthansa Cargo Safe/td ins Spiel. „Bei unseren Wertfrachttransporten wie für Montblanc ist die lückenlose Dokumentation der Transportkette nach dem Vier-Augen-Prinzip das A und O“, erklärt Michael Medved, der als Account Manager Sales in Hamburg auch für die edlen Schreibgeräte aus der Hansestadt zuständig ist. „Die Ware gelangt aus dem Tresor zunächst in einen von uns mitentwickelten, versiegelten Spezialbehälter und wird bis zum Flugzeug begleitet. Dort nimmt sie ein weiterer Kollege in Empfang und übergibt sie am Zielflughafen wiederum persönlich dem nächsten Lufthansa Cargo Mitarbeiter. 

Bis zur Aushändigung an den Spediteur lagert sie dann erneut in einem Tresor der Sicherheitszone“, schildert Medved den Transportprozess. Immer wieder kommt der Frachtkranich auch für den Transfer von Montblanc-Sondermodellen zu Präsentationen oder zu Fotoshootings zum Einsatz: „Bisweilen muss gerade bei streng limitierten Serien eines der wenigen Exemplare rasch versendet werden und genauso zügig wieder an seinen angestammten Platz zurück. Das ist nur auf dem Luftweg möglich“, sagt Oliver Gößler. Denn die Sammler sind auch nach mehr als 110 Jahren Montblanc neugierig auf die spannenden Kreationen und Sondereditionen, die die Hamburger Manufaktur verlassen. Am meisten natürlich auf die nächste „LE 1“. 

Photos: Christoph Börries

Planet 2/2017