Lufthansa Cargo stellt Pläne für grüne Luftfracht vor

200 Teilnehmer bei dritter Umweltkonferenz der Frachtairline in Frankfurt


 

Lufthansa Cargo hat auf ihrer dritten Umweltkonferenz in Frankfurt die ehrgeizigen Pläne bekräftigt, mit denen die Frachtairline ihre Umweltauswirkungen nachhaltig reduzieren will. Vor rund 200 Gästen aus Logistikbranche, Wissenschaft und Medien betonte Operations-Vorstand Dr. Karl-Rudolf Rupprecht, dass Lufthansa Cargo beim Thema grüne Logistik eine Vorreiterrolle einnehme: „Bei unserem ehrgeizigen Ziel, die spezifischen Emissionen bis 2020 um ein Viertel zu reduzieren, liegen wir im Plan und haben die ersten zehn Prozentpunkte bereits erreicht. Dazu arbeiten wir an zahlreichen Maßnahmen und drehen sprichwörtlich an jeder Schraube. Allein in unserem Flugbetrieb haben wir mehr als 50 Maßnahmen entwickelt, um den Treibstoffverbrauch unserer Flugzeuge weiter zu reduzieren.“

Der Ort der Konferenz, an der führende Klimaforscher wie Mojib Latif teilnahmen, war bewusst gewählt: Das Frankfurter Senckenberg Naturmuseum mit seiner großen Dinosaurier- und gleichzeitig stattfindenden Klimaausstellung. In den verschiedenen Bereichen des Museums werden die Vielfalt des Lebens auf der Erde und die Veränderungen über Millionen von Jahren anschaulich erklärt.

Einigkeit gab es unter den Rednern darüber, dass die Logistikindustrie die Umwelt in hohem Maße in Anspruch nimmt. Geschlossen präsentierte sich die Branche auch bei dem Ziel, das Engagement für umweltfreundlicheres Fliegen weiter zu verstärken. Lufthansa Cargo Vorstand
Dr. Karl-Rudolf Rupprecht rief die Teilnehmer der Veranstaltung auf, auch die gemeinsamen Anstrengungen zu intensivieren: „Nur wenn alle Partner der Transportkette sowie Wissenschaft und Politik das Thema gemeinsam in Angriff nehmen, haben wir die besten Chancen, die Umwelt massiv zu entlasten.“

Damit Transportentscheidungen zukünftig stärker anhand ihrer Umweltauswirkungen getroffen werden könnten, müsse die Transparenz deutlich erhöht werden, forderte Dr. Rupprecht. Vor allem zwischen den Airlines sei eine Vergleichbarkeit oft schwierig. Nicht jede Airline weise etwa die spezifischen Emissionen ihrer Flugzeuge aus.

Für Lufthansa Cargo erwartet der Manager ab dem Winter deutliche Reduzierungen der spezifischen Emissionen. Dann werden die ersten zwei der fünf bislang bestellten Boeing 777-Frachter in Betrieb genommen. Der effizienteste und leiseste Frachter seiner Klasse verursacht rund 20 Prozent weniger spezifische CO2-Emissionen als die aktuell eingesetzten MD-11-Frachter.

Zum Abschluss der Konferenz wurde auch in diesem Jahr wieder der Cargo Climate Care Award verliehen. Mit diesem Umweltpreis, der unter dem Motto „Mehr Ideen für weniger Emissionen“ steht, zeichnet die Frachtairline Kunden und Mitarbeiter aus, die sich in besonderem Maße für die Umwelt engagieren.

Der Logistikkonzern Hellmann erhielt den ersten Preis für den erfolgreichen Einsatz von Flüssiggasantrieben im eigenen Fuhrpark. Darüber hinaus wurden die österreichische Spedition Gebrüder Weiss GmbH und die Group 7 AG aus München für ihr Umweltengagement ausgezeichnet.

Oliver Schatz und Dieter Aulehla aus dem Frankfurter Logistikzentrum von Lufthansa Cargo erhielten den ersten Preis in der Kategorie „Mitarbeiter“. Damit wurde der erfolgreiche Einsatz von SmartPads gewürdigt. Durch die Nutzung der Mini-Computer im Frachthandling werden allein in Frankfurt jedes Jahr mehr als 350.000 Seiten Papier eingespart.

Der Verantwortung für Klima und Umwelt wird die gesamte Lufthansa Group in umfassender Weise gerecht. Neben den seit 20 Jahren kontinuierlich begleiteten Klimaforschungsprojekten und der Langzeiterprobung von Biokerosin zielt das aktuelle Projekt Fuel Efficiency auf die Realisierung jeder sich bietenden Chance zur Reduzierung des Kerosinverbrauchs und der damit verbundenen CO2-Emissionen.
Mehr Informationen unter www.lufthansagroup.com/verantwortung.



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