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Fashionflieger.

Armani, Boss, Ermenegildo Zegna: Gareth Evans ist geschäftlich immer in feinstem Zwirn unterwegs. Der Executive Director steht im Dienste des Schweizer Logistikriesen M+R Spedag. Er leitet die Niederlassung in der vietnamesischen Metropole Ho-Chi-Minh-Stadt. Das Unternehmen hat sich bereits in den 1960er-Jahren auf den Transport hochwertiger Bekleidung spezialisiert. „Angefangen habe ich 1989 als Importsachbearbeiter in Felixstowe in England.

Mittlerweile bin ich seit mehr als 18 Jahren hier im südostasiatischen Textilgeschäft unterwegs.“ Für viele namhafte Premium-Marken kümmern sich die rund 2.000 Mitarbeiter von M+R Spedag um die Logistik – von der Fabrik bis zur Boutique. Wichtigste Märkte für M+R Spedag sind Kanada und Deutschland, wobei hier München zu den am häufigsten genutzten Destinationen zählt. Gareth Evans: „Die Märkte bewegen sich immer schneller. Viele Strömungen lassen sich kaum noch vorhersagen. Sogar Schwankungen im globalen Klima beeinflussen unser Geschäft – wenn es trotz Oktober in Europa noch spätsommerlich warm ist, braucht niemand in Bayern einen Wintermantel.“

Die Kunden von M+R Spedag lassen ihre exklusive Mode immer häufiger in Vietnam fertigen. Annähernd 1,2 Millionen Kilogramm hochwertige Damen- und Herrenmode gehen jedes Jahr mit M+R Spedag von dort aus auf die Reise: viele Stücke als sogenannte „Garments-On-Hanger“, also knitterfrei, gut verpackt und auf dem Kleiderbügel.

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M+R Spedag hat dafür eigens modifizierte Luftfrachtcontainer vom Typ LD3 und LD8 im Portfolio.

Per Truck gelangt die wertvolle Ware aus einer der rund 2.000 Fabriken des Landes zum Tan Son Nhat International Airport (SGN), knapp acht Kilometer nördlich von Ho-Chi-Minh-Stadt. Dort erwarten sie bereits die Experten von M+R Spedag und Lufthansa Cargo. Innerhalb von wenigen Minuten wird umgeladen. Die Spezialcontainer mit den Kleidungsstücken gelangen in den Bauch einer Boeing 777F, die der Frachtkranich jeden Freitag in die vietnamesische Hauptstadt schickt. Am Nachmittag macht er sich wieder auf den Rückweg ins 9.600 Kilometer entfernte Frankfurt am Main (FRA).

Der Direktflug dauert beinahe zwölf Stunden. Am frühen Morgen trifft die Maschine in der Mainmetropole ein, wo bereits ein Road Feeder Service für die Weiterreise in Richtung München (MUC) bereitsteht. Der Truck verkehrt regelmäßig und braucht von Frankfurt in die bayerische Landeshauptstadt nur wenige Stunden. Von dort verteilt M+R Spedag die Mode an die exklusiven Stores und Boutiquen seiner Kunden im gesamten Großraum München und bei Bedarf auch weiter in die nahe gelegenen Märkte.

„Hektisch wird es bei uns saisonbedingt immer in der zweiten Jahreshälfte“, erzählt Gareth Evans. „Wenn sich dann noch ein Lieferant verspätet, weil in allerletzter Minute noch ein Schnitt aktuellen Trends angepasst wurde, kommt es auf maximale Flexibilität an. Das geht nur mit einem zuverlässigen Carrier – und den haben wir mit Lufthansa Cargo gefunden.“

 

Fotos:

ChamilleWhite/iStock, feedough/iStock

planet 01/2016

Der Direktflug dauert beinahe zwölf Stunden. Am frühen Morgen trifft die Maschine in der Mainmetropole ein, wo bereits ein Road Feeder Service für die Weiterreise in Richtung München (MUC) bereitsteht. Der Truck verkehrt regelmäßig und braucht von Frankfurt in die bayerische Landeshauptstadt nur wenige Stunden. Von dort verteilt M+R Spedag die Mode an die exklusiven Stores und Boutiquen seiner Kunden im gesamten Großraum München und bei Bedarf auch weiter in die nahe gelegenen Märkte. „Hektisch wird es bei uns saisonbedingt immer in der zweiten Jahreshälfte“, erzählt Gareth Evans. „Wenn sich dann noch ein Lieferant verspätet, weil in allerletzter Minute noch ein Schnitt aktuellen Trends angepasst wurde, kommt es auf maximale Flexibilität an. Das geht nur mit einem zuverlässigen Carrier – und den haben wir mit Lufthansa Cargo gefunden.“

 

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ChamilleWhite/iStock, feedough/iStock

planet 01/2016