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Fliegende Frische.

Drachenfrüchte aus Vietnam, Baumtomaten aus Kolumbien, Limetten aus Brasilien – die Nachfrage nach exotischem Obst und Gemüse wächst stetig, Saison ist mittlerweile das ganze Jahr über. Der Hamburger Fruchtimporteur Inter und Lufthansa Cargo sorgen gemeinsam dafür, dass die empfindliche Ware in Top-Qualität in Supermärkte, Feinkostläden und Restaurantküchen gelangt.

Der Spargel, der in einem Hamburger Kühlraum auf der Palette steht, wurde vor vier Tagen in Peru geerntet. Im gekühlten Lkw zum Flughafen, in den Frachtraum eines Flugzeugs, über den Atlantik nach Frankfurt, wieder im Lastwagen an die Elbe – die Reise aus Südamerika muss schnell gehen. Damit die Ware frisch zum Verbraucher gelangt, hat der Transport aus dem Herkunftsland hohe Anforderungen zu erfüllen. Temperaturen müssen kontrolliert werden, bei der Hygiene darf es keine Kompromisse geben. Darum nutzt die Internationale Fruchtimport Gesellschaft Weichert – kurz: Inter – das Spezial-Produkt Fresh/td, das Lufthansa Cargo für Kunden entwickelt hat, deren Waren sehr empfindlich sind und deshalb eine begrenzte Haltbarkeitszeit haben.

Von einer Klimazone in die nächste braucht auch Malte Storjohann nicht lang. Von der Lagerhalle aus geht der Ein- und Verkäufer des Importeurs durch ein Rolltor in den Kühlraum, kontrolliert den Zustand der Spargelköpfe und riecht an der Ware. Sollte der Spargel nur den kleinsten Makel haben, würde er es sofort merken. Vor den weißen Wänden lagert bunte Frische aus der ganzen Welt: Avocados aus Israel genauso wie rote Pitahayas aus Venezuela, mit denen Edelküchen oft die Desserts dekorieren.

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In die Hallen am Hamburger Großmarkt holt Malte Storjohann alles, was die Kunden wollen. Von dort aus geht die Ware an Abnehmer aus Deutschland und Skandinavien, an Einzelhändler wie Edeka oder Dansk Supermarked in Dänemark, an Großhändler und Spezialitätengeschäfte. Schon 1910 startete Inter mit dem Handel von Früchten. Heute arbeiten 40 Fachkräfte für das Unternehmen. Storjohann ist bei Inter für die „Exoten“ zuständig: für Früchte und Gemüsesorten, die nicht auf dem europäischen Kontinent wachsen.

Der 29-Jährige beschafft und vertreibt Früchte aus Asien, Afrika sowie Süd- und Nordamerika. Neben Deutsch und Englisch spricht er auch Spanisch und Französisch, das erleichtert die Kommunikation mit seinen Lieferanten. Für den Import verderblicher Ware, sogenannter Perishables, über große Distanzen ist das Flugzeug das Transportmittel der Wahl.

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Etwa 700 bis 800 Tonnen Obst und Gemüse kommen jährlich für Inter auf dem Flughafen Frankfurt an, der Großteil davon mit Lufthansa Cargo. Der Importeur nutzt Fresh/td mit dem Add-on-Service To-Door. „Lufthansa Cargo bietet uns mit diesem Produkt ein Sorglos-Paket“, sagt Storjohann.

Neben dem Transport in der Luft und dem Handling durch geschulte Mitarbeiter in Frankfurt sind auch sämtliche Lkw-Transfers enthalten – bis ans Inter-Lager in Hamburg. Zudem kümmert sich Lufthansa Cargo um den kompletten „Papierkram“ inklusive der Verzollung.

Mehr als 100 Sorten Obst und Gemüse hat Inter im Sortiment. Äpfel oder Birnen sucht man in den Lagerräumen, in denen die Gabelstapler scheinbar nie stillstehen, vergeblich. Dafür findet man die Passionsfrucht Grenadilla aus Kolumbien oder die grüne Stachelannone, die wegen ihres Geschmacks in Deutschland auch Sauersack genannt wird.

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Die Nachfrage hat sich geändert: „Bestimmte Früchte nur zu einer bestimmten Jahreszeit: Das war früher einmal. Heute will der Konsument das ganze Jahr über die volle Auswahl haben“, erklärt Storjohann. Das bedeutet Sorgsamkeit und perfekt abgestimmte Lieferketten. Für die Beteiligten ist dies mit einem hohen Aufwand verbunden, der auch seinen Preis hat. So braucht Inter zum Beispiel für Spargel zuverlässige Lieferanten aus Südamerika, wo das Gemüse auch dann wächst, wenn die Spargelernte in Europa längst vorüber ist.Für solche Fälle ist ein leistungsstarker Logistikpartner umso entscheidender: „Lufthansa Cargo fliegt direkt von Lima in Peru aus nach Frankfurt. Das ist für uns natürlich ein riesiger Vorteil.“

Am Boden geht es, um die Witterungseinflüsse gering zu halten, so schnell wie möglich vom Flugzeug ins Perishable Center Frankfurt (PCF), eines der größten Umschlagzentren für verderbliche Produkte in Europa. Außer Obst und Gemüse werden im PCF auch Milchprodukte, Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch sowie Blumen und Pflanzen umgeschlagen. Verschiedene Temperaturzonen sorgen für die richtigen Verhältnisse, die die Produkte benötigen, um frisch zu bleiben. Auf den 9.000 Quadratmetern befinden sich 20 überwachte Zonen, in denen sich die Temperaturen zwischen –24 Grad und +24 Grad Celsius regulieren lassen.

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Der Spargel aus Südamerika benötigt Temperaturen kurz über dem Gefrierpunkt. Flugmangos, die von der Elfenbeinküste, aus dem Senegal oder Peru eingeflogen werden und so zu ihrem Namen kommen, bleiben bei höheren Temperaturen frisch. „Das PCF ist sehr sinnvoll. Da arbeiten Leute, die sich mit dem Thema auskennen“, so Storjohann. Mehrmals war der Einkäufer bereits selbst vor Ort.

Von Frankfurt aus wird die Ware von der Spedition Cool Chain Group, die im Auftrag von Lufthansa Cargo unterwegs ist, in das Inter-Lager nach Hamburg gefahren. Moderne Perishable Center wie am Frankfurter Flughafen nutzt Lufthansa Cargo auch an den Stationen Miami, Nairobi und Kairo.

Auch die Temperatur an Bord der Frachter oder in den Frachträumen der Passagiermaschinen ist den jeweiligen Anforderungen der Produkte angepasst. Erfahrenes und geschultes Personal fertigt die Ware ab. Die gesamte Transportkette ist dokumentiert, Temperaturkontrollen erfolgen bei Annahme und Lagerung der Ware.

Das Tor zum nächsten Lager des Hamburger Unternehmens schnellt hoch. Storjohann zeigt auf Kisten mit Kakaoschoten aus Südamerika. „Gourmets machen damit ihren Kakao selbst.“ Ein paar Meter weiter stehen Paletten voller Limetten aus Brasilien, bereit zur Auslieferung.

Storjohann nimmt mit prüfendem Blick eine gelbe Drachenfrucht in die Hand. Mehrmals an jedem Tag führt sein Weg vom Büro hinunter in die Lagerräume. Denn die Ware muss ständig kontrolliert werden. Die Drachenfrucht aus Ecuador ist in gutem Zustand angekommen.

www.interweichert.de

Agrar und Lebensmittel.

Blumen, Fisch, Früchte, Saatgut oder Düngemittel müssen schnell und unversehrt ans Ziel gelangen. Für ein verlängertes „shelf life“ und eine höhere Absatzquote. Ob temperaturgeführt oder ungekühlt, Lufthansa Cargo transportiert seit vielen Jahren für zahlreiche Anbieter. Insbesondere diese Lösungen erfüllen die Anforderungen der Branche:

  • uFresh/td – für Empfindliches
  • uCool/td – für Temperatursensibles
  • uCare/td – für Gefahrgut
  • utd.Flash – für besonders Eiliges
  • utd.Pro – für Standardfracht

Fotos:

Christian Schmid

planet 2/2014

Das Tor zum nächsten Lager des Hamburger Unternehmens schnellt hoch. Storjohann zeigt auf Kisten mit Kakaoschoten aus Südamerika. „Gourmets machen damit ihren Kakao selbst.“ Ein paar Meter weiter stehen Paletten voller Limetten aus Brasilien, bereit zur Auslieferung.

Storjohann nimmt mit prüfendem Blick eine gelbe Drachenfrucht in die Hand. Mehrmals an jedem Tag führt sein Weg vom Büro hinunter in die Lagerräume. Denn die Ware muss ständig kontrolliert werden. Die Drachenfrucht aus Ecuador ist in gutem Zustand angekommen.

www.interweichert.de

Agrar und Lebensmittel.

Blumen, Fisch, Früchte, Saatgut oder Düngemittel müssen schnell und unversehrt ans Ziel gelangen. Für ein verlängertes „shelf life“ und eine höhere Absatzquote. Ob temperaturgeführt oder ungekühlt, Lufthansa Cargo transportiert seit vielen Jahren für zahlreiche Anbieter. Insbesondere diese Lösungen erfüllen die Anforderungen der Branche:

  • uFresh/td – für Empfindliches

  • uCool/td – für Temperatursensibles

  • uCare/td – für Gefahrgut

  • utd.Flash – für besonders Eiliges

  • utd.Pro – für Standardfracht

 

Fotos:

Christian Schmid

planet 2/2014