Story Image

Cool, cooler, Opticooler.

Seit Sommer verfügt Lufthansa Cargo mit dem Opticooler über einen neuen Kühl-Heiz-Container für temperaturempfindliche Fracht. Das Besondere: Dieser Container kühlt völlig ohne Trockeneis.

„Der Opticooler ist der Ferrari unter den Kühlcontainern.“

Hans-Peter Justus, Senior Product Manager für Cool/td im Competence Center Temperature Control bei Lufthansa Cargo, ist sichtlich stolz, wenn er über den neuen Kühl-Heiz-Container spricht.

„Wir haben die Erfahrungen aus über 6.000 Sendungen mit dem Unicooler bei der Entwicklung des Opticoolers berücksichtigt.“ Ergebnis ist ein Hightech-Container, der – für den Laien vergleichbar mit einem Kühlschrank – Kompressoren und kein Trockeneis zur Kühlung nutzt. Zusammen mit einer elektrischen Heizung kann er so eine konstante Innenraumtemperatur zwischen +2 und +30 Grad Celsius halten.

Story Image

„Der Unterschied von Opticooler und Unicooler liegt in der Kühltechnik“, erklärt Justus. Der Unicooler nutzt für die Kühlung Trockeneis mit einer konstanten Temperatur von zirka –79 Grad Celsius. „Das funktioniert auch sehr gut, bedeutet aber, dass wir vom Trockeneis abhängig sind.“ Der Opticooler benötigt dagegen nur Strom: Die Kompressoren werden über besonders leistungsfähige Akkus im Container versorgt. So können problemlos Strecken von Europa nach Nordamerika bewältigt werden.

Einmal leer, sind die Akkus in rund fünf bis acht Stunden wieder aufgeladen. Die Kompressoren sparen sogar zusätzlich Energie, denn im Gegensatz zum Trockeneis kann ihre Leistung geregelt werden. Der Opticooler ist die perfekte Ergänzung zum Unicooler. Justus sieht das Einsatzgebiet überall da, wo eine Kühlung mit Trockeneis nicht möglich ist, weil die Versorgung nicht sichergestellt werden kann oder die Ladung etwas dagegen hat: „Es gibt bestimmte Güter, zum Beispiel Insulin, die nicht mit Kohlenstoffdioxid in Berührung kommen dürfen.“

Story Image

Gerade Pharmazeutika unterliegen strengen behördlichen Auflagen und anspruchsvollen, firmeninternen Qualitätsstandards. Diese betreffen nicht selten auch den Transport der Waren. Die Nachfrage nach und die Ansprüche an temperaturgeführte Transportlösungen steigen deshalb. Der Lufthansa Cargo-Service Cool/td-Active gewinnt durch den Opticooler noch einmal an Attraktivität.

Nur bei Lufthansa Cargo können die Kunden zwischen zwei Container-Herstellern und zwei Containertechnologien auswählen. Damit hat Lufthansa Cargo für jede Fracht und jede Strecke die passende Lösung. Keine andere Fracht-Airline bietet eine solche Bandbreite an Transportlösungen für temperaturempfindliche Waren.

Hinzu kommt, dass der Opticooler nicht nur das komplette Netz von Lufthansa Cargo, Jade Cargo International und AeroLogic nutzen kann.

Auch die Bellykapazitäten der Lufthansa-Passagiermaschinen ergänzen das Angebot. In naher Zukunft wird das Angebot noch auf das Netz der Austrian Airlines ausgeweitet.

First test phases show a clear facilitation for handling, too. The Opticooler was developed by Lufthansa Cargo in collaboration with the container specialist DoKaSch. That is why it is perfectly coordinated with the processes at Lufthansa Cargo. The component dry ice no longer has to be taken into consideration in future. A further aspect:

“The operation and the user interface of the Opticooler have been adopted from the Unicooler, which means that our colleagues do not have to learn a new way to use the device,” explains Justus. Every new technology, however, can only function with consistent ground processes.

These are guaranteed in Frankfurt by Lufthansa Cargo’s Competence Center Temperature Control, which monitors all temperature-sensitive shipments worldwide round the clock. The new temperature container has already proven itself in test operations for customers on routes between Frankfurt and North America. Performance tests at extreme outside temperatures have been carried out successfully. The “smart and cool” container is now being integrated into regular operations.

 

Photos:

Lufthansa Cargo

planet 2/2010

Hinzu kommt, dass der Opticooler nicht nur das komplette Netz von Lufthansa Cargo, Jade Cargo International und AeroLogic nutzen kann.

Auch die Bellykapazitäten der Lufthansa-Passagiermaschinen ergänzen das Angebot. In naher Zukunft wird das Angebot noch auf das Netz der Austrian Airlines ausgeweitet.

Erste Testphasen zeigen auch für das Handling eine deutliche Erleichterung. Der Opticooler wurde von Lufthansa Cargo zusammen mit dem Containerspezialisten DoKaSch entwickelt. Deshalb ist er perfekt auf die Abläufe bei Lufthansa Cargo abgestimmt. Die Komponente Trockeneis muss künftig nicht mehr berücksichtigt werden. Außerdem: „Die Handhabung und Bedienoberfläche des Opticoolers wurden vom Unicooler übernommen, so müssen die Kolleginnen und Kollegen keine neue Bedienung lernen“, erklärt Justus. Jede neue Technologie funktioniere aber nur mit stimmigen Bodenprozessen.

Hierfür steht in Frankfurt das Competence Center Temperature Control von Lufthansa Cargo zur Verfügung, das alle temperatursensiblen Sendungen weltweit rund um die Uhr überwacht. Der neue Temperaturcontainer hat sich bereits im Testbetrieb für Kunden auf Routen zwischen Frankfurt und Nordamerika bewiesen. Tests zur Leistungsfähigkeit bei extremen Außentemperaturen verliefen erfolgreich. Mittlerweile wird der „smarte Coole“ in den Normalbetrieb integriert.

 

Photos:

Lufthansa Cargo

planet 2/2010