Story Image

Hummermäßig.

Amerikanischer Hummer ist weltweit eine begehrte Delikatesse. Mit einer temperaturkontrollierten Transportkette und sorgfältiger Planung sorgt Lufthansa Cargo dafür, dass das Schalentier spätestens 96 Stunden nach seinem Fang in Europa und Asien frisch auf dem Teller landet.

55.000 Menschen und deren Familien leben an der Atlantikküste des US-Bundesstaates Maine und Kanadas vom Hummerfang. Die mehr als 17.000 unabhängigen Betriebe sind oft seit Generationen in Familienhand.

Story Image

Als Sandwich, Suppe, Pfannkuchen oder mit Pommes und Ketchup als Beilage – im US-Bundesstaat Maine und den Provinzen im Osten Kanadas gibt es Hummer in allen erdenklichen Variationen. 130.000 Tonnen der Schalentiere wurden hier zwischen 2010 und 2012 gefischt. Ihr Wert: fast eine Milliarde Dollar.

Zigtausende Menschen leben direkt oder indirekt vom Hummerfang. Während er für die Einheimischen ein Grundnahrungsmittel ist, gilt der amerikanische Hummer im Rest der Welt als Delikatesse: Allein in die EU wurden 2011 fast 18.000 Tonnen exportiert, meist als Lebendtransport. Und die Nachfrage steigt, zum Beispiel in Asien.

Innerhalb von 48 bis 96 Stunden nach dem Fang landet der Hummer auf dem Teller – und zwar weltweit.

Story Image

Das stellt höchste Anforderungen an den Transport. Denn die empfindlichen Tiere müssen einzeln verpackt werden und die Kühlkette ist jederzeit einzuhalten. Schnell muss es außerdem gehen.

Deshalb setzt auch Worldwide Perishables (WWP) – eines der Unternehmen, die den Hummer aus dieser Region transportieren auf Lufthansa Cargo. Der Luftfrachtexperte bringt die Meerestiere über Boston und Frankfurt in die europäischen und asiatischen Märkte.

20 Prozent des Fangs werden vor Ort verarbeitet. Der Rest wird je zur Hälfte lebendig und tiefgefroren transportiert. Innerhalb von sechs Stunden erreicht der Hummer Worldwide Perishables (WWP). Dort wird er in speziellen Kühlboxen verpackt. Dann übernehmen Alexander Karst, Director Sales and Handling US Eastcoast and Mid-Atlantic, und sein Team den Transport.

Fotos:

Lars Kruse, Fotolia / Mikael Damkier, Tobias Everke

planet 1/2014