Operative Entwicklung.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank die von Lufthansa Cargo beförderte Tonnage um 2,4 Prozent. Die angebotenen Tonnenkilometer wurden um 2,0 Prozent erhöht, davon 3,1 Prozent in den Frachträumen der Passagierflugzeuge und 1,1 Prozent in den Frachtflugzeugen. Die transportierten Tonnenkilometer sanken hingegen um 2,9 Prozent, sodass sich der Nutzladefaktor im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozentpunkte verringerte.

Im Verkehrsgebiet Amerika wurde das Angebot um 3,5 Prozent erhöht, die transportierten Tonnenkilometer gingen um 2,9 Prozent zurück. Die Auslastung sank um 4,2 Prozentpunkte.

Im Bereich Asien/Pazifik wurde das Angebot um 1,6 Prozent erhöht, die transportierten Tonnenkilometer gingen hingegen um 2,3 Prozent zurück. Die Auslastung sank um 3,0 Prozentpunkte.

In Nahost/Afrika wurde das Angebot um 2,3 Prozent reduziert, die transportierten Tonnenkilometer gingen um 5,3 Prozent zurück. Die Auslastung sank um 1,7 Prozentpunkte.

Innerhalb Europas wurden die angebotenen Tonnenkilometer um 0,4 Prozent erhöht. Die transportierten Tonnenkilometer gingen um 4,4 Prozent zurück. Die Auslastung sank um 2,4 Prozentpunkte.

 

Umsatz- und Ergebnisentwicklung.

Der Teilkonzern Logistik erzielte im Geschäftsjahr 2015 ein vor allem durch außerplanmäßige Abschreibungen belastetes EBIT in Höhe von 3,0 Mio. EUR (Vorjahr: 122,8 Mio. EUR). Das vor allem um außerplanmäßige Abschreibungen bereinigte Adjusted EBIT belief sich auf 73,5 Mio. EUR (Vorjahr: 122,9 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug – 13,2 Mio. EUR (– 123,7 Mio. EUR gegenüber Vorjahr).

Im Berichtszeitraum erzielte Lufthansa Cargo einen Umsatz von 2.354,9 Mio. EUR. Wesentlicher Bestandteil der Umsatzerlöse sind die Verkehrserlöse, die sich um 3,8 Prozent auf 2.289,6 Mio. EUR reduzierten. Positive Wechselkurseffekte wurden vor allem durch geringere Surcharges überlagert.

Die anderen aktivierten Eigenleistungen reduzierten sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um 2,8 Mio. EUR auf 3,3 Mio. EUR und betreffen interne, zu aktivierende Projektaufwendungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 23,9 Mio. EUR auf 54,8 Mio. EUR. Ursächlich hierfür waren vor allem darin enthaltene geringere Fremdwährungsergebnisse.

Die Gesamterträge fielen somit um 4,2 Prozent auf 2.413,0 Mio. EUR.

Die betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Vorjahresvergleich insgesamt um 0,8 Prozent auf 2.435,3 Mio. EUR.

Der Materialaufwand reduzierte sich gegenüber Vorjahr um 6,7 Prozent auf 1.576,6 Mio. EUR.

Der Personalaufwand erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 7,0 Prozent auf 414,0 Mio. EUR. Dieser Anstieg beruht vor allem auf Währungs- und Tarifeffekten sowie einem erhöhten Dienstzeitaufwand für Pensionsverpflichtungen.

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Geschäftsfeld Logistik blieb im Betrachtungszeitraum im Vergleich zum Vorjahr mit 4.643 Personen konstant (Vorjahr: 4.656 Personen).

Die Abschreibungen lagen mit 152,5 Mio. EUR um 88,7 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Neben der Zunahme der planmäßigen Abschreibungen durch den Zugang der neuen B777F-Flugzeuge sind in diesem Betrag auch außerplanmäßige Abschreibungen auf Projektkosten im Zusammenhang mit der Verschiebung des geplanten Neubaus des Frachtterminals (LCCneo) und auf Planungskosten für den Bau eines Verwaltungsgebäudes in Höhe von insgesamt 71 Mio. EUR enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber Vorjahr um 6,6 Prozent auf 292,2 Mio. EUR. Ursache hierfür waren vor allem negative Fremdwährungssicherungsergebnisse.

Die Investitionen sind um 97,7 Mio. EUR auf 116,2 Mio.EUR gesunken, was vornehmlich aus geringeren An- und Abschlusszahlungen im Zusammenhang mit dem Kauf der Boeing 777F-Flugzeugen resultierte.

Das Finanzergebnis hat sich im Vorjahresvergleich vor allem wegen positiven Gewinnbeiträgen der nach der Equity-Methode bilanzierten Tochtergesellschaften um 3,5 Mio. EUR auf 9,1 Mio. EUR verbessert.