Ein Charter für den Eiskanal

Lufthansa Cargo fliegt Bobs zum Weltcup nach Sochi.

Damit sich Anfang Februar alle Augen auf die internationale Bob-Elite in Sochi richten konnten, hat Lufthansa Cargo mit einem Charterflug die Renngeschosse der Top-Piloten in die ehemalige Olympiastadt am Schwarzen Meer befördert. Ein Jahr ist es her, dass die Athletinnen und Athleten des Internationalen Bob- und Schlittenverbands FIBT im Sanki Sliding Center um olympisches Edelmetall kämpften.

Der Eiskanal, 60 Kilometer von Sochi entfernt, war im Februar 2014 Austragungsort der Bob- und Skeleton-Wettbewerbe bei den XXII. Olympischen Winterspielen. Auf der 1.500 Meter langen Bahn des Sanki Sliding Center steht an diesem Wochenende nun das Finale zur Viessmann FIBT Bob & Skeleton Weltcup Serie 2014/2015 auf dem Programm. Damit sich die internationalen Top-Athletinnen und -Athleten in den Eiskanal stürzen können, musste ihr Equipment innerhalb kürzester Zeit vom vorherigen Weltcup-Austragungsort im österreichischen Igls nach Sochi, am Schwarzen Meer befördert werden. Es war ein ehrgeiziger Terminplan, der ein professionelles Organisationsmanagement und eingespielte Partner in der Logistikkette erforderte, denn bereits kurz nach dem Rennen in Igls waren die ersten Trainings angesagt.

Gemeinsam mit Kühne + Nagel übernahm Lufthansa Cargo den Auftrag und flog die rund 50 Bobs sowie 27 Skeletons mit einem Charterflug von München nach Sochi.  Unmittelbar nach dem Weltcup-Rennen in Igls bei Innsbruck hatten die Bob-Teams am frühen Abend ihre Bobs bei Kühne + Nagel in München angeliefert. Dort wurden sie in bereitstehende Boxen verpackt. Die Übergabe an Lufthansa Cargo erfolgte ab 7 Uhr am Folgetag. Von den Mitarbeitern des Handling München wurden die Alu- und Holzkisten so auf Paletten gebaut, dass sie später an die dafür vorgesehene Position im Frachtraum der MD-11F passten.

Als die MD-11F mit der Flugnummer LH8328 um 17:51 Uhr in München abhob, war der Flieger mit fünf Lower- und zehn Maindeck -Paletten gefüllt und die wertvolle Fracht sicher verzurrt. Nach knapp drei Stunden Flugzeit landete die Crew um Kapitän Andreas Wille und First Officer Christoph Sigge das Flugzeug sicher in Sochi.

Hoffentlich verlief die Fahrt im Eiskanal genauso reibungslos wie der Flug. Vor einem Jahr bei den olympischen Spielen war das Abschneiden der deutschen Bob-Piloten eine Riesen-Enttäuschung. Doch die Formkurve zeigte in den vergangenen Monaten nach oben und so setzen die Sportler auf Wiedergutmachung auf der olympischen Strecke.