Zeichen der Freundschaft

Lufthansa Cargo landet erstmals mit Boeing 777F in Kenia


26 Grad, strahlender Sonnenschein, kaum eine Wolke am Himmel: Traumwetter in Nairobi. Einen besseren Tag kann man sich für eine Flugzeug-Taufe nicht wünschen. Als die Räder der Boeing 777F von Lufthansa Cargo am 11. März zum ersten Mal kenianischen Boden berühren, herrscht am Hauptstadtflughafen Jomo Kenyatta International Airport bereits Partystimmung. Mehr als 100 Gäste haben sich eingefunden, um das neue Flaggschiff des deutschen Cargocarriers zu begrüßen. Afrikanische Trommelklänge flirren durch die Luft, Fähnchen werden aufgeregt geschwenkt. Auf dem Vorfeld bringen sich die Feuerwehrwagen in Position. Zwei große Wasserstrahlen heißen die Triple Seven standesgemäß willkommen. Kenianische Massai geleiten das Flugzeug weiter zur Parkposition, aus dem Cockpitfenster schwingt Kapitän Marc Peuker die kenianische Flagge.

Die B777F kann sich nicht über mangelnde Aufmerksamkeit auf dem afrikanischen Kontinent beschweren. Bereits beim Zwischenstopp in Johannesburg wurde die B777F von zahlreichen Gästen und Mitarbeitern von Lufthansa Cargo begrüßt. Auch weltweit fieberten Fans mit: Sowohl auf der Facebook-Seite von Lufthansa Cargo als auch von Lufthansa Passage zählte der „Jambo Kenya“-Post zu den erfolgreichsten Meldungen aller Zeiten.

Die Begrüßung, die die Piloten beim Ausstieg in Nairobi erwartet, haben sie so in ihrer Fliegerkarriere auch noch nie erlebt: Frenetischer Jubel, musikalische Darbietungen und gedeckte Tafeln: Das „volle Programm“ würde man hierzulande sagen.
Der große Bahnhof zeigt vor allem eines: Echte Freude und tiefe Verbundenheit mit dem Kranich. Das kommt nicht von ungefähr. Die deutsche Frachtfluggesellschaft pflegt seit Jahrzehnten eine enge Partnerschaft mit Kenia. Lufthansa flog bereits in den 1960er Jahren Nairobi an. Heute bedient die Frachttochter des Konzerns die kenianische Hauptstadt vier Mal pro Woche. Lufthansa Cargo unterstützte im Jahr 1998 die Planung und den Bau des Frachtterminals von Kenya Airways in Nairobi und ist an der Station auch durch soziales Engagement tief verwurzelt. Die gemeinnützige Organisation Cargo Human Care e. V. wurde 2007 von Mitarbeitern von Lufthansa Cargo und deutschen Ärzten gegründet. Das Hilfsprojekt leistet über direkte medizinische Unterstützung schnelle und effiziente Hilfe für kranke und bedürftige Menschen in Nairobi und eröffnet Waisenkindern die Chance auf eine bessere Zukunft. „Lufthansa Cargo engagiert sich bereits seit Jahren kontinuierlich in Kenia“, erklärt Lufthansa Cargo Stationsleiter Ivo Seehann. „Der deutsche Carrier ist für seine Qualität, seinen Service und sein Einsatz in diesem Land bekannt.“

Aus diesem Grund wird das Flugzeug mit der Kennung D-ALFB künftig den Namen „Jambo Kenya“, zu Deutsch „Hallo Kenia“ durch die Welt tragen und als Botschafter des afrikanischen Landes im globalen Streckennetz von Lufthansa Cargo fliegen. Getauft wurde die 63 Meter lange Frachtmaschine direkt auf dem Vorfeld. „Die Entscheidung die Triple Seven ‚Jambo Kenya‘ zu taufen ist ein Zeichen für die wachsende Freundschaft zwischen beiden Ländern“, erklärt Andreas Peschke, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Kenia, in der Taufrede. Professor Mutuma Mugambi, Aufsichtsratsvorsitzender der kenianischen Flughafenbehörde unterstreicht: „Lufthansa Cargo hat Vertrauen in die kenianische Wirtschaft gezeigt. Wir werden die Frachtairline auch weiterhin am Flughafen Jomo Kenyatta International Airport unterstützen.“ Auch Hermann Zunker, Direktor Afrika, würdigt in seiner Begrüßung das langjährige Engagement der Lufthansa Gruppe in Kenia und bedankt sich vor allem bei den zahlreichen Kunden für ihre Loyalität und Partnerschaft.

Die Begrüßungsformel „Jambo Kenya“ orientiert sich an der preisgekrönten Leitidee eines offenen Kreativwettbewerbs, den Lufthansa Cargo zur Namensgebung ihrer gesamten Flotte im Vorfeld der B777F-Ankunft ausgeschrieben hatte. Aus den mehr als 40.000 potenziellen Flugzeugnamen, die innerhalb von sechs Wochen gesammelt wurden, entschied sich eine Jury unter Beteiligung des Cargo-Gesamtvorstands für das Konzept „Say hello around the world“. 

Drei der insgesamt fünf bestellten Frachtmaschinen vom Typ Boeing 777F sind bereits bei Lufthansa Cargo im Einsatz. Der Erstflug der “Good Day, USA“ fand am 19. November nach New York und Atlanta statt. Die „Ni Hao, China“ folgte im Februar dieses Jahres. Das neue Flugzeug ist leiser, emissionsärmer und sparsamer als jede andere Frachtmaschine seiner Klasse. Mit einer vollen Nutzlast von 103 Tonnen kann der Frachter zehneinhalb Stunden in der Luft bleiben. Dies bedeutet eine Nonstop-Kapazität von über 9.000 Kilometern, so dass Lufthansa Cargo beispielsweise mit voller Ladung direkt von Frankfurt nach Shanghai fliegen kann. Die chinesische Metropole wird ab Ende März täglich mit der „Triple Seven“ angeflogen.