Zahlen und Trends zur Luftfrachtentwicklung

Die Gewichte bei den US-amerikanischen Luftfrachtexporten verschieben sich deutlich in Richtung China als Hauptabnehmer für Waren aus den Vereinigten Staaten. Das zeigen die neuesten Prognosen der Marktforscher von Seabury.

 

Im Vergleich zu 2008 hat China 2013 mit einer Steigerung um 36,4 Prozent einen gewaltigen Sprung nach vorn gemacht und sich hier als größter Zielmarkt etabliert. China liegt nun mit 382.031 Tonnen Luftfracht Jahresgesamtimport aus den USA mit deutlichem Abstand vor dem Zweitplatzierten Japan, das es auf 241.737 Tonnen bringt. Japan konnte damit das Vereinigte Königreich überholen.

Der US-Luftfrachtexport in den europäischen Raum ist deutlich geschrumpft: Während das Vereinigte Königreich 12,3 Prozent verliert, büßt Frankreich 11,6 Prozent Tonnage ein. Die größten Rückgänge der Top-Ten-Nationen verbucht der US-Luftfracht-Export nach Deutschland, der mehr als ein Fünftel geringer ausfällt als noch 2008. Zu den Ländern, die 2013 deutlich mehr Tonnage aus den USA einführen als 2008, gehören neben China auch Südkorea (plus 21,0 Prozent), Singapur (plus 8,6 Prozent) und Australien (plus 7,8 Prozent).

Als Ganzes betrachtet haben die Top-Ten-Nationen der US-Luftfrachtexportbilanz 2013 im weltweiten Vergleich unterdurchschnittliche 1,4 Prozent mehr Tonnage (1,878 Millionen Tonnen) aus den USA eingeführt als noch 2008. Bis 2018 sagt die Prognose allerdings eine Steigerung um 14,3 Prozent auf 2,156 Millionen Tonnen voraus. Die Prognose für 2018 sieht zudem für China einen weiteren Sprung bei den Luftfrachtimporten aus den USA um 36,8 Prozent voraus. Auch der Export nach Brasilien (plus 38,9) und Südkorea (plus 23,7) werden laut Seabury Prognose 2018 eine deutlich stärkere Rolle spielen, während sich die europäischen Märkte auf dem jetzigen Niveau stabilisieren.

Die Top-Drei-Exporteure von Luftfracht in die USA sind 2008, 2013 und voraussichtlich auch 2018 China, Deutschland und Japan. Das zeigen die Prognosen von Seabury. Dennoch gibt es starke Bewegung in den Märkten. China war 2013 als Herkunftsmarkt für Luftfrachtimporte in die USA weiter das Maß aller Dinge mit 1,077 Millionen Tonnen. Das ist eine Steigerung gegenüber 2008 um 25,7 Prozent. Deutschland bleibt mit 302.633 Tonnen (plus 0,91 Prozent) stabil. Japan brach gegenüber 2008 um 26,16 Prozent ein.

Auch das europäische Trio, das sich 2008 direkt hinter Japan platzieren konnte, muss deutliche Einbußen hinnehmen: Italien verliert 10,0 Prozent, das Vereinigte Königreich 18,5 Prozent und Frankreich sogar 25,8 Prozent. Deutlich im Aufwind sind hingegen die südamerikanischen Nationen: Kolumbien mit 164.649 Tonnen (plus 22,9 Prozent) und Chile mit 164.518 Tonnen (plus 38,3 Prozent) schieben sich auf Platz vier und fünf vor. Peru (plus 37,1 Prozent) schafft es erstmals in die Top-Ten-Nationen.

Die Gesamttonnage des US-Luftfrachtimports wuchs 2013 um 8,14 Prozent gegenüber 2008 und beträgt nun 2,488 Millionen Tonnen. Für 2018 prognostizieren die Seabury-Analysten einen weiteren Zuwachs um 13,4 Prozent auf 2,822 Millionen Tonnen.