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Take-off for eAWB.

München ist eFreight-Vorreiter: Der Lufthansa Cargo Hub führt den elektronischen Air Waybill ein. Vier Fragen an Stationsleiterin Angelika Kreil.

eFreight ist derzeit ein wichtiges Thema für Lufthansa Cargo und die gesamte Branche. Warum fand das Rollout zuerst in München statt? 
Angelika Kreil: Weil wir hier eine exzellente Testumgebung haben. München ist mit seinen internationalen Verbindungen hervorragend aufgestellt. Außerdem haben wir genau die richtige Größe, was die Frachtmenge und die Zahl der Mitarbeiter betrifft. Wir wollen an diesem Standort klar eine Vorreiterstellung einnehmen und das Thema eAWB so zum Laufen bringen, dass die nachfolgenden Stationen und Areas davon profitieren. 

Mit welchen Problemen werden Sie dabei konfrontiert?
Das Projekt steht und fällt mit der Datenqualität. Wir machen hier einen großen Schritt in die digitalisierte Welt. Deshalb war und ist die gründliche Analyse der eingehenden eAWBs und Papier-Air-Waybills essenziell. Unsere Partner, aber auch wir selbst müssen gerade bei der Verbesserung der Datenqualität viele Hürden nehmen, neue Erkenntnisse gewinnen und in einer engen Zusammenarbeit schnellstmöglich umsetzen. Seitdem Lufthansa Cargo im März den eAWB-Soll-Prozess definiert hat, arbeitet unser Projektteam gezielt an den Veränderungspunkten.
    
Was bedeutet das konkret?
Im Mittelpunkt stehen die Anpassungen bei der IT, die Umstellung der Prozesse und der Einsatz neuer Technologien wie zum Beispiel des Toughbooks. Das ist ein robuster Tablet-Computer, der mit Scanner und Kamera ausgestattet ist. Das Toughbook zeigt bei der physischen Frachtannahme alle Sendungsdaten, für die bisher der Papier-AWB notwendig war. Das verschlankt den Ablauf deutlich, weil das Zusammenführen von Frachtpapieren und Frachtstück entfällt. 

Wie geht die Umsetzung voran?
Die zur Jahresmitte gestartete, extrem wichtige Datenqualitätsinitiative hat hervorragende Ergebnisse gebracht. Der prozessuale Ablauf steht, aber ohne unsere Kunden und deren Commitment geht es nicht. Auf der Marktseite werden wir aus diesem Grund noch intensiver das Gespräch suchen, um möglichst viele Kunden von den Vorteilen des eAWB zu überzeugen. Nur so kann Lufthansa Cargo die angestrebte Durch­dringungsrate erreichen. Damit jeder unserer Mitarbeiter up to date ist, haben wir in ­München eine eAWB-Prozesswand eingerichtet: Sie informiert im Detail über alle neuen Prozesse und Anforderungen. 

eFreight ist derzeit ein wichtiges Thema für Lufthansa Cargo und die gesamte Branche. Warum fand das Rollout zuerst in München statt? 
Angelika Kreil: Weil wir hier eine exzellente Testumgebung haben. München ist mit seinen internationalen Verbindungen hervorragend aufgestellt. Außerdem haben wir genau die richtige Größe, was die Frachtmenge und die Zahl der Mitarbeiter betrifft. Wir wollen an diesem Standort klar eine Vorreiterstellung einnehmen und das Thema eAWB so zum Laufen bringen, dass die nachfolgenden Stationen und Areas davon profitieren. 

Mit welchen Problemen werden Sie dabei konfrontiert?
Das Projekt steht und fällt mit der Datenqualität. Wir machen hier einen großen Schritt in die digitalisierte Welt. Deshalb war und ist die gründliche Analyse der eingehenden eAWBs und Papier-Air-Waybills essenziell. Unsere Partner, aber auch wir selbst müssen gerade bei der Verbesserung der Datenqualität viele Hürden nehmen, neue Erkenntnisse gewinnen und in einer engen Zusammenarbeit schnellstmöglich umsetzen. Seitdem Lufthansa Cargo im März den eAWB-Soll-Prozess definiert hat, arbeitet unser Projektteam gezielt an den Veränderungspunkten.

Was bedeutet das konkret?
Im Mittelpunkt stehen die Anpassungen bei der IT, die Umstellung der Prozesse und der Einsatz neuer Technologien wie zum Beispiel des Toughbooks. Das ist ein robuster Tablet-Computer, der mit Scanner und Kamera ausgestattet ist. Das Toughbook zeigt bei der physischen Frachtannahme alle Sendungsdaten, für die bisher der Papier-AWB notwendig war. Das verschlankt den Ablauf deutlich, weil das Zusammenführen von Frachtpapieren und Frachtstück entfällt. 

Wie geht die Umsetzung voran?
Die zur Jahresmitte gestartete, extrem wichtige Datenqualitätsinitiative hat hervorragende Ergebnisse gebracht. Der prozessuale Ablauf steht, aber ohne unsere Kunden und deren Commitment geht es nicht. Auf der Marktseite werden wir aus diesem Grund noch intensiver das Gespräch suchen, um möglichst viele Kunden von den Vorteilen des eAWB zu überzeugen. Nur so kann Lufthansa Cargo die angestrebte Durch­dringungsrate erreichen. Damit jeder unserer Mitarbeiter up to date ist, haben wir in ­München eine eAWB-Prozesswand eingerichtet: Sie informiert im Detail über alle neuen Prozesse und Anforderungen. 

 

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Fahrplan eFreight.

Nach erfolgreichem Go-live in München folgen weitere Roll-out-Projekte in Deutschland. Parallel dazu läuft die Planung für den weltweiten Einsatz. Ziel: Bis Ende 2015 ist die Verfügbarkeit des eAWB im gesamten Lufthansa Cargo Netz gesichert. In Gesprächen mit der IATA werden die Voraussetzungen geschaffen, weitere Länder für die eAWB-Nutzung zu öffnen.

Mit den Kunden, die bereits eAWB erproben, wird fortlaufend an der Datenqualität gearbeitet, um alle Prozesse inklusive Abfertigung konsequent zu optimieren. Der Lufthansa Cargo Vertrieb intensiviert sein Bemühen, die Kunden für eAWB zu begeistern.

Bereits heute ist Lufthansa Cargo Vorreiter bei der Etablierung einheitlicher, globaler Standards. Ein Beispiel: Die electronic Consignment Security Declaration (eCSD) leistet die papierlose Übermittlung des Sicherheitsstatus einer Sendung. In enger Abstimmung mit dem Luftfahrt-Bundesamt hat Lufthansa Cargo hier deutliche Fortschritte erzielt.

eAWB: vierfach im Vorteil.

Mehr Qualität durch...

  • weniger manuelle Eingaben.
  • weniger Missing AWB.
  • weniger Zolldatenkorrekturen.

Zeitersparnis durch...
verkürzte Wartezeiten bei der Dokumentenannahme im Export vereinfachtes Dokumenten­handling am Abflugort.
    

Weniger Kosten durch...
Wegfall von Papier und Druck digitale Archivierung schlankere Prozesse.

Mehr Nachhaltigkeit durch...
signifikanten Rückgang der CO2-Emission bei jeder Sendung Reduzierung des Dokumenten­volumens um mehr als 64 Prozent.

Fotos:

Matthias Aletsee

planet 2/2013

eAWB: vierfach im Vorteil.

Mehr Qualität durch...

  • weniger manuelle Eingaben. 
  • weniger Missing AWB.
  • weniger Zolldatenkorrekturen.

Zeitersparnis durch...
verkürzte Wartezeiten bei der Dokumentenannahme im Export vereinfachtes Dokumenten­handling am Abflugort.

Weniger Kosten durch...
Wegfall von Papier und Druck digitale Archivierung schlankere Prozesse.

Mehr Nachhaltigkeit durch...
signifikanten Rückgang der CO2-Emission bei jeder Sendung Reduzierung des Dokumenten­volumens um mehr als 64 Prozent.

 

Fotos:

Matthias Aletsee

planet 2/2013