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Von oben.

George Steinmetz’ fotografische Arbeit besticht durch den ganz besonderen Überblick. Als Redner auf der Climate Care Conference von Lufthansa Cargo zeigte er einen ­zerbrechlichen Planeten aus der Vogelschau.

Wie die Äste eines alten, verdorrten Baums wirkt die Flussmündung des Colorado-River in Mexiko. Eine wüste, karge Welt aus Schlick, der fast jedes Leben im Keim erstickt. Das war nicht immer so, weiß Fotograf George Steinmetz, der diesen lebensfeindlichen Fleck Erde im Bild festgehalten hat. Einst zeichnete sich die Mündung durch reiche Flora und Fauna aus. Heute speist der Colorado, der zu den größten Flüssen Nordamerikas zählt, in den USA so viele Talsperren, dass an der Mündung kaum noch Wasser ankommt.

Steinmetz hält in seinen Fotografien Einmaliges fest. Das liegt vor allem an der Perspektive, aus der er die Welt bei seiner Arbeit sieht: von oben. „Schon am Anfang meiner Karriere hatte ich den Wunsch, die Welt aus der Vogelperspektive zu zeigen. Doch die Möglichkeiten, die mir Flugzeuge boten, waren stark begrenzt – eine Alternative musste her“, erinnert sich der US-Amerikaner.

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Motorisiertes Paragliding war schließlich das Flugmittel der Wahl. „Ich bekam Zugang zu Orten, die vermutlich noch nie von oben fotografiert wurden. Unwegsame Regionen wie beispielsweise verminte Gebiete im Norden des Tschad. Seit vielen Jahren nicht berührte Erde erschloss sich mir – ein einmaliges Gefühl.“

Jeder Flug hält eine Überraschung bereit.

Egal wie gut die Flugroute recherchiert ist, den großen Reiz bei Steinmetz’ Fotografie macht das Überraschungsmoment aus: Wie sieht die Region tatsächlich von oben aus? 

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Zeichen antiker Anbaugebiete, vergessene Friedhöfe oder vorbeiziehende Tierherden: „Manchmal wird mir erst sehr viel später klar, wie einmalig die Szenerie war, deren Zeuge ich werden durfte“, so Steinmetz. Beispielsweise im Iran: Zwei Wochen nachdem Steinmetz die historische Stadt Bam fotografiert hatte, wurde sie von einem verheerenden Erdbeben zerstört, das rund 20.000 Menschen das Leben kostete. Bei der Beurteilung der Motive profitiert Steinmetz von seinem Studium der Geophysik: „Ich sehe die Welt nicht nur durch die Augen eines Künstlers, sondern auch eines Wissenschaftlers, auch wenn ich nicht regelmäßig zu bereits fotografierten Zielen zurückkehre“, erläutert Steinmetz.

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Welche Kräfte wirken auf den abgelichteten Landstrich: Sind es reine Naturschauspiele oder ist es – wie beim Colorado – der Mensch, der die Landschaft formt? Seine Beobachtungen wie auch seine Gespräche mit Einheimischen schärfen Steinmetz’ Sicht: „Bei meinen Fotoreisen ist der Einfluss des Menschen auf die Natur, ob mittelbar oder unmittelbar, für mich sichtbar geworden: Steigende Bevölkerungszahlen und der damit einhergehende Bedarf an Ressourcen fordern ihren Tribut, und so konnte ich mich selbst davon überzeugen, wie sich der Gebrauch von Waffen, der Unter- und Übertagebau sowie Bauprojekte und Tourismus auf die ehemals größten und unberührtesten Flecken unserer Erde auswirken.“

Gleitschirm als optimaler Foto-Aussichtspunkt bringt den Durchbruch.

Im Gespräch wird klar: Steinmetz ist ein Getriebener. Im Laufe seiner Karriere ließen die Leidenschaft und sein Wille, der ihn stets an seine Ziele glauben ließ, nie nach. Angefangen hatte alles mit einer Reise nach Afrika 1979: Mit 21 Jahren trampte Steinmetz durch die Sahara.

„Ich kam mir so klein vor wie ein Insekt und fragte mich, wie die Landschaft wohl von oben aussehen würde.“

Das war der Augenblick, in dem sich Steinmetz in Afrika verliebte – und entschied, sein Geld trotz wissenschaftlichen Studiums als Fotograf zu verdienen. „Talent hatte ich – das meinten zumindest meine Eltern“, blickt der 57-jährige mit einem Lachen zurück, „an der Technik mangelte es aber erst einmal.“ So wurde der mutige Versuch, dennoch erste Bilder an „National Geographic“ zu verkaufen, von deren fotografischem Leiter mit der Aussage abgelehnt: „Wir publizieren Fotografien, keine Entschuldigungen.“

Ein Rückschlag – doch für Steinmetz kein Grund aufzugeben.

Mit eisernem Willen und großer Lust weiterzuarbeiten lernte er die Technik des Fotografierens und schließlich des Gleitschirmfliegens: ein Erfolgskonzept, wie sich zeigen sollte.Seither lassen sich die technische Versiertheit, der wissenschaftliche Blick, aber vor allem die Leidenschaft in Steinmetz’ Bildern entdecken: Jedes Motiv erzählt vom Wunsch, Neues zu entdecken, sich nicht auf klassische Perspektiven zu verlassen, sondern mehr zu wollen.

Gleitschirm als optimaler Foto-Aussichtspunkt bringt den Durchbruch.

Im Gespräch wird klar: Steinmetz ist ein Getriebener. Im Laufe seiner Karriere ließen die Leidenschaft und sein Wille, der ihn stets an seine Ziele glauben ließ, nie nach. Angefangen hatte alles mit einer Reise nach Afrika 1979: Mit 21 Jahren trampte Steinmetz durch die Sahara.

„Ich kam mir so klein vor wie ein Insekt und fragte mich, wie die Landschaft wohl von oben aussehen würde.“

Das war der Augenblick, in dem sich Steinmetz in Afrika verliebte – und entschied, sein Geld trotz wissenschaftlichen Studiums als Fotograf zu verdienen. „Talent hatte ich – das meinten zumindest meine Eltern“, blickt der 57-jährige mit einem Lachen zurück, „an der Technik mangelte es aber erst einmal.“ So wurde der mutige Versuch, dennoch erste Bilder an „National Geographic“ zu verkaufen, von deren fotografischem Leiter mit der Aussage abgelehnt: „Wir publizieren Fotografien, keine Entschuldigungen.“

Ein Rückschlag – doch für Steinmetz kein Grund aufzugeben.

Mit eisernem Willen und großer Lust weiterzuarbeiten lernte er die Technik des Fotografierens und schließlich des Gleitschirmfliegens: ein Erfolgskonzept, wie sich zeigen sollte.Seither lassen sich die technische Versiertheit, der wissenschaftliche Blick, aber vor allem die Leidenschaft in Steinmetz’ Bildern entdecken: Jedes Motiv erzählt vom Wunsch, Neues zu entdecken, sich nicht auf klassische Perspektiven zu verlassen, sondern mehr zu wollen.

 

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Möchten Sie mehr über George Steinmetz erfahren oder mit ihm über seine Fotografien sprechen?

Am 10. Juni 2015 wird er als Redner die vierte Cargo Climate Care Conference unterstützen. Diese widmet sich auch in diesem Jahr Fragen rund um die Entwicklung der Luftfracht vor dem Hintergrund des Klimawandels. Gemeinsam mit Kunden und Journalisten möchte Lufthansa Cargo die aktuellen Umweltaspekte in Luftfracht und Logistik analysieren und diskutieren.

Wie ist der Stand heute? Welche möglichen Szenarien zeigt die Forschung für morgen auf? Und welche Visionen und Konzepte zum Umweltschutz bestehen bereits für übermorgen?

Teil der Veranstaltung ist zudem die Verleihung des Climate Care Awards an die innovativste Idee, den Carbon Footprint in der Luftfracht zu verringern.Schon heute geht Lufthansa Cargo innovative Wege, um dieser Verantwortung gerecht zu werden. Neben einer hochmodernen Flotte mit der effizienten Boeing 777F, kerosinsparenden Flugmanövern wie dem Continuous Descent Approach (CDA) oder verbrauchsoptimierten Flugrouten, sorgen technische Elemente wie der Einsatz von Lightweight Containern für geringeren Kerosinverbrauch.  

www.lufthansa-cargo.de/umweltkonferenz

Termine:

Lufthansa Cargo fliegt als Partner Steinmetz’ Kunstwerke zu seinen Ausstellungen in Europa: Erste Termine stehen bereits fest, weitere werden folgen:

  • Staatliches Museum für Naturkunde in Stuttgart: 15. April bis 27. September 2015

  • KunstForum Gotha: 16.Oktober 2015 bis 10. Januar 2016

  • Naturkundemuseum im Marstall Paderborn:  8. April bis 3. Juli 2016

Fotos:

George Steinmetz, Lufthansa Cargo

planet 1/2015