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Fliegende Legende.

Mit seiner Verfilmung des Trojanischen Krieges gelang Regisseur Wolfgang Petersen erneut ein Kassenknüller. Einer der Filmstars neben Brad Pitt war das überdimensionale Trojanische Pferd. Lufthansa Cargo hat es nach der Europapremiere nach Tokio geflogen.

Wie ein gefangenes Tier steht der schwarze Koloss inmitten der engen Häuserschlucht. Um ihn herum herrscht emsige Geschäftigkeit: Zahlreiche Klappleitern stehen bereit, auf zwei gelben Arbeitsbühnen legen Männer mit Schutzhelmen an der überdimensionalen Gestalt Hand an.

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Sie hämmern, zurren, rücken Einzelteile in die richtige Position. Es gilt, keine Zeit zu verlieren, denn in vier Tagen muss das Trojanische Pferd aufgebaut sein. Die legendäre Figur ist neben den Schiffen die wohl größte Requisite aus dem von Wolfgang Petersen verfilmten Historienepos „Troja“.

Hier, in der „Cinema City Tokyo“, soll sie als prominenter Werbeträger des Films sechs Wochen lang ausgestellt werden. Für die Besetzung hatte Petersen keine Geringeren als Brad Pitt in der Rolle des Achilles sowie Orlando Bloom als Paris ausgesucht. Mehr als 1.000 Statisten kamen bei der 160 Millionen Dollar teuren Produktion zum Einsatz. Gedreht wurde auf Malta und in Mexiko.

Eine Hauptrolle übernahm auch das Trojanische Pferd, das tatsächlich aus Überresten antiker Schiffsplanken gezimmert zu sein scheint. In Wirklichkeit besteht es jedoch aus bemaltem Fiberglas und Stahlträgern – zwölf Tonnen Gewicht bei einem Maß von zwölf mal elf Metern.

Diese Dimensionen waren für Lufthansa Cargo, die den Filmstar zusammen mit ihrem WOW-Partner JALCargo nach Tokio transportierte, durchaus etwas Besonderes. Zuletzt war das Trojanische Pferd zur Europapremiere im Sony-Center am Potsdamer Platz in Berlin zu sehen. Für den Transport musste es zerlegt und per Lkw nach Frankfurt gebracht werden. Dann wurden die Teile auf drei Frachtflugzeuge verteilt nach Tokio geflogen.

Für den Transport musste es zerlegt und per Lkw nach Frankfurt gebracht werden. Dann wurden die Teile auf drei Frachtflugzeuge verteilt nach Tokio geflogen. Über derlei logistische Herausforderungen musste sich Regisseur Wolfgang Petersen kaum Gedanken machen.
    
Sein Interesse galt der filmischen Inszenierung des Sagenstoffes, wonach sich der trojanische Prinz Paris in die griechische Königin Helena verliebt und sie mit sich nach Troja nimmt. Der gekränkte König von Sparta, Menelaos, zieht daraufhin mit seinen besten Kriegern, zu denen auch Achilles und Odysseus gehören, gegen Troja in den Krieg. Nach zehn Jahren erfolgloser Belagerung geben die Griechen scheinbar auf, sie besteigen ihre Schiffe und segeln davon. Als „Versöhnungsgeschenk“ hinterlassen sie allerdings am Strand ein überdimensionales Pferd aus Holzplanken, in dem sich 30 ihrer besten Kämpfer verbergen.

Die Trojaner öffnen die Tore der Stadtmauer, ziehen das Pferd hinein und besiegeln damit ihren Untergang: Nachts verlassen die feindlichen Krieger ihr Versteck und legen Troja gemeinsam mit den erneut gelandeten Griechen in Schutt und Asche. Vielleicht hätten die Trojaner den Worten des Apollo-Priesters Laokoon mehr Glauben schenken sollen, der sie laut Vergils „Aeneis“ vor dem Danaergeschenk warnte: „Quidquid id est, timeo Danaos et dona ferentes“ (Was auch immer geschieht, ich fürchte die Griechen, auch wenn sie Geschenke bringen).

www.warner­bros.de

Fotos:

Warner Bros.

planet 3/2004

Eine Hauptrolle übernahm auch das Trojanische Pferd, das tatsächlich aus Überresten antiker Schiffsplanken gezimmert zu sein scheint. In Wirklichkeit besteht es jedoch aus bemaltem Fiberglas und Stahlträgern – zwölf Tonnen Gewicht bei einem Maß von zwölf mal elf Metern.

Diese Dimensionen waren für Lufthansa Cargo, die den Filmstar zusammen mit ihrem WOW-Partner JALCargo nach Tokio transportierte, durchaus etwas Besonderes. Zuletzt war das Trojanische Pferd zur Europapremiere im Sony-Center am Potsdamer Platz in Berlin zu sehen. Für den Transport musste es zerlegt und per Lkw nach Frankfurt gebracht werden. Dann wurden die Teile auf drei Frachtflugzeuge verteilt nach Tokio geflogen.

Für den Transport musste es zerlegt und per Lkw nach Frankfurt gebracht werden. Dann wurden die Teile auf drei Frachtflugzeuge verteilt nach Tokio geflogen. Über derlei logistische Herausforderungen musste sich Regisseur Wolfgang Petersen kaum Gedanken machen.

Sein Interesse galt der filmischen Inszenierung des Sagenstoffes, wonach sich der trojanische Prinz Paris in die griechische Königin Helena verliebt und sie mit sich nach Troja nimmt. Der gekränkte König von Sparta, Menelaos, zieht daraufhin mit seinen besten Kriegern, zu denen auch Achilles und Odysseus gehören, gegen Troja in den Krieg. Nach zehn Jahren erfolgloser Belagerung geben die Griechen scheinbar auf, sie besteigen ihre Schiffe und segeln davon. Als „Versöhnungsgeschenk“ hinterlassen sie allerdings am Strand ein überdimensionales Pferd aus Holzplanken, in dem sich 30 ihrer besten Kämpfer verbergen.

Die Trojaner öffnen die Tore der Stadtmauer, ziehen das Pferd hinein und besiegeln damit ihren Untergang: Nachts verlassen die feindlichen Krieger ihr Versteck und legen Troja gemeinsam mit den erneut gelandeten Griechen in Schutt und Asche. Vielleicht hätten die Trojaner den Worten des Apollo-Priesters Laokoon mehr Glauben schenken sollen, der sie laut Vergils „Aeneis“ vor dem Danaergeschenk warnte: „Quidquid id est, timeo Danaos et dona ferentes“ (Was auch immer geschieht, ich fürchte die Griechen, auch wenn sie Geschenke bringen).

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Fotos:

Warner Bros.

planet 3/2004