

Der Hessische Staatsminister für Bundesangelegenheiten, Michael Boddenberg, zeichnete den MD-11 Flottenchef mit dem „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ aus Anlass des Tages des Ehrenamtes aus.
„Fokko Doyen hat sich mit Beharrlichkeit für die humanitäre Hilfe in Kenia eingesetzt und auf diesem Weg viele Unterstützer gewonnen. Mit seinem selbstlosen Engagement hat er sich ebenso als würdiger Botschafter unseres Landes erwiesen“, begründete der Staatsminister auf der gestrigen Feierstunde in der Staatskanzlei die Ehrung.
Fokko Doyen, der seit 1998 für Lufthansa Cargo tätig ist, gründete 2007 den Verein Cargo Human Care e. V., ein humanitäres Hilfsprojekt in Nairobi. Für den 55-Jährigen ist Cargo Human Care neben seinem Beruf als MD-11-Flottenchef der Lufthansa Cargo inzwischen zur Lebensaufgabe geworden. „Engagement lohnt sich immer. Belassen Sie es nicht bei einem 'man könnte ja mal….' sondern packen Sie es an, suchen Sie sich Verbündete und vor allem Multiplikatoren. Mein Appell an alle und mein Lebensmotto „Tue Gutes und rede darüber“, betonte Kapitän Doyen in seiner Rede. Neben seiner Familie, den Mitstreitern im Cargo Human Care-Vorstand, dem Lufthansa Cargo-Vorstand und den Mitarbeitern der Lufthansa Cargo galt sein besonderer Dank den 30 deutschen Ärzten, die durch ihre unentgeltliche Arbeit wiederum wesentlich zum Gelingen des Projektes beitragen.
2001 hatte der MD-11 Pilot zunächst mit einem Koffer voll gesammelten Kleidungsstücken für Nairobi angefangen und später in Zusammenarbeit mit der Anglikanischen Kirche der Diözese Mount Kenya South das Waisenheim Mothers’ Mercy Home und das Cargo Human Care Medical Centre gebaut. Inzwischen haben 99 Kinder zwischen sechs und 17 Jahren ihr Zuhause im Waisenhaus gefunden und bis zu 2.000 Patienten im Monat werden im angeschlossenen Medical Center behandelt.
Das humanitäre Hilfsprojekt wurde von Anfang an durch den Vorstand und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Lufthansa Cargo unterstützt. 2007 gelang es durch eine Spendenaktion mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung eine so große Summe zusammenzubekommen, dass das neue Waisenheim mit angeschlossenem Medical Center gebaut werden konnte.