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Umweltmaßnahmen

Lufthansa Cargo arbeitet kontinuierlich daran, operative Maßnahmen am Boden und in der Luft zu optimieren und Abläufe noch effizienter zu gestalten, um den Treibstoffverbrauch und damit die CO2-Emissionen nachhaltig zu verringern. Dabei orientiert sich Lufthansa Cargo an der - von Lufthansa maßgeblich mitentwickelten - IATA „Vier Säulen-Strategie für den Klimaschutz“. Durch diese Struktur wird die gesamte Bandbreite praktikabler Maßnahmen und effizienter Entwicklungen abgedeckt. Im Rahmen unseres Umweltmanagementsystems wird das Maßnahmenprogramm ständig überprüft und weiterentwickelt.

Technischer Fortschritt

Luftverkehrsunternehmen und Hersteller arbeiten eng zusammen, um die effizientesten Flugzeuge zum Einsatz zu bringen. Unter anderem haben Technologien zur effizienteren Aerodynamik, zu leichteren Bauweisen und sparsameren Triebwerken erheblich dazu beigetragen, dass die Luftfahrtindustrie den spezifischen Kerosinverbrauch und die CO2-Emissionen seit 1970 um 70 % reduzieren konnte.Lufthansa Cargo hat bis 2004 einen umfassenden Flotten-Rollover von der Boeing 747-200 zur effizienteren MD-11 unternommen. Mit der Bestellung von fünf B777F, der derzeit der Frachter mit der besten Umweltbilanz ist und pro transportierter Tonne rund 20 Prozent weniger CO2-Emissionen verursacht als die MD-11, werden wir die spezifischen Emissionen unserer Flotte noch weiter senken können. Die erste der fünf bestellten B777F soll im November 2013 in Betrieb genommen werden. In die B777F hat Lufthansa Cargo bereits 2009 über die Tochtergesellschaft AeroLogic (Joint Venture DHL Express und LH Cargo) investiert, die inzwischen mit acht B777F operiert. Auch im 2006 gegründeten Joint Venture Jade Cargo International werden sehr effiziente und emissionsarme B747-400ERF eingesetzt. Die Effizienz unserer Frachter versucht Lufthansa Cargo durch weitere technische Maßnahmen kontinuierlich zu steigern. Beispielsweise wird die Triebwerkswäsche nun häufiger durchgeführt, da sie die Leistung und Lebensdauer der Triebwerke erheblich erhöht. Dadurch können im Jahr ca. 12.000 t CO2 einsparen.

 

Operative Maßnahmen


Um Kerosinverbrauch und Emissionen zu verringern, verlässt Lufthansa Cargo sich nicht nur auf eine moderne und umweltverträgliche Flotte. Lufthansa hat in den letzten Jahren ihre Flugzeugauslastung erheblich erhöht, so dass die steigende Nachfrage mit einem niedrigeren spezifischen Verbrauch bedient werden konnte.
Über 50 Maßnahmen wurden von unseren Piloten im Projekt „Fuelsaving“ entwickelt. So arbeiten wir stets daran, unsere Flugrouten zu optimieren, um Umwege und damit höheren Kerosinverbrauch zu vermeiden. Durch die Optimierung des Streckennetzes in Fernost zum Beispiel werden ca. 64.000 t CO2 pro Jahr eingespart (zum Vergleich: Ein deutscher Staatsbürger verursacht rund zehn t CO2 pro Jahr). Darüber hinaus setzt Lufthansa Cargo verstärkt auf variable Fluggeschwindigkeiten, um auf Langstreckenflügen die Winde besser ausnutzen können. Diese neue Steuerung beim Flugmanagement ermöglicht eine jährliche Einsparung von ca.18.000 t CO2. Hinzu kommen Maßnahmen wie die exaktere Treibstoffbedarfsermittlung und optimierte Anflugverfahren. Dadurch konnte eine Einsparung von jährlich 23.000 t CO2 erreicht werden.
Zukunftsweisend ist für uns auch die intelligente Vernetzung verschiedener Verkehrsträger. Wir sind ein Glied in der gesamten Logistikkette und wollen Mobilität durch Partnerschaft statt durch Konkurrenz erreichen - zum Beispiel wird Luftfrachtersatzverkehr vom LKW auf die Schiene oder auf die Fähre verladen.
Die Beladung der Flugzeuge (Weight & Balance) und unsere Lademittel werden ebenfalls ständig optimiert. Schließlich verursacht eine ungünstige Gewichtsverteilung innerhalb eines Flugzeuges und jedes Kilo, das unnötig transportiert wird, einen höheren Treibstoffverbrauch. Ein Beispiel ist der Lightweight Container. Gemeinsam mit unserer Tochter Jettainer wurden 1.000 Container getestet, die durch Verbundstoffe auf Kunststoffbasis 12 kg leichter sind als die rund 80 kg schweren Standardcontainer. Bei Ersatz aller Container könnten in den nächsten zehn Jahren 27.500 t Kerosin und damit 100.000 t CO2 eingespart werden.

Verbesserte Infrastruktur

Der Bereich Infrastruktur, der die effizientere Nutzung der Lufträume und die Bedarfsanpassung der Flughafeninfrastrukturen umfasst, liegt im indirekten Aufgaben- und Verantwortungsbereich von Lufthansa Cargo.

Im Projekt Single European Sky (SES) wird der Luftraum über Europa neu strukturiert, sodass direktere Flugverbindungen und eine vereinfachte Flugsicherung möglich sind. Der Lufthansa Konzern nimmt hier eine unterstützende und treibende Rolle ein. Weitere Informationen sind auch in den Lufthansa Politikbriefen zum Thema SES zu finden.
Eine dem Bedarf angepasste Flughafeninfrastruktur obliegt dem Flughafenbetreiber. Auch hier steht Lufthansa Cargo im regelmäßigen Dialog mit den Flughafenbetreibern.

Ökonomische Instrumente

Als Ergänzung zu den drei anderen Säulen wird in Zukunft das Instrument des Emissionshandels auch im Luftverkehr genutzt. Lufthansa Cargo unterstützt die Linie des Lufthansa Konzerns und der IATA, dass ein Emissionshandel global angelegt sein sollte und sich nicht nur auf Europa beschränkt. Weitere Informationen sind in den Lufthansa Politikbriefen zu finden.

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