
LCAG benötigt einen zweiten Umschlag mit Dokumenten und wenn möglich auch alle HAWB Daten in elektronischer Form für Flüge, deren Destination oder Eingangsflughafen in den USA liegt.
Lufthansa Cargo ermöglicht Ihnen drei Wege der Datenbereitstellung:
1. Elektronische Bereitstellung mittels FHL 2 Nachrichten. Dies ist der von uns bevorzugte Weg. Die Informationen müssen vor der Frachtanlieferung und Annahme bei Lufthansa Cargo vorliegen.
2. Manuelle Bereitstellung mit Kopien der HAWB. Falls der Spediteur die Daten nicht elektronisch an uns übermittelt, übernehmen wir die Daten manuell in unser System, anhand der mitgelieferten Kopien.
3. AMS-zertifizierte Kunden können direkt an AMS reporten, diese Kunden sind für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Daten verantwortlich. Die AMS-Zertifizierung wird durch den AGT-Code nachgewiesen, dieser ist daher auf jedem MAWB im Feld 'Handling Information' aufzuführen.
Alle drei Wege der Informationsweitergabe verlangen das folgende Dokumente bei der Anlieferung physisch mitgeliefert werden:
1. Kopie des Master Frachtbriefes
2. Eine detaillierte Kopie des Consolidation Frachtbriefes (falls nicht vorhanden, benötigen wir jeden einzelnen HAWB in Kopie in einer gesonderten Anhangtasche)
3. ein Consolidation Manifest pro Pallette, falls die Konsolidierung über mehrere Palletten geht.
Die Beschreibung der Fracht (Commodity Descriptions) bei Consol Sendungen muss in Englisch verfasst und sehr präzise formuliert sein. "Spare Parts" ist z.B. nicht ausreichend als Beschreibung, stattdessen muss genau angegeben werden, um welche Art von Ersatzteil es sich handelt, also z.B. "Aircraft Turbine Screws".
Da die Vorgaben der CBP momentan noch nicht sehr spezifisch sind, was die erlaubten oder nicht erlaubten Beschreibungen angeht, wird Lufthansa Cargo hier sehr restriktiv in der Annahme von Sendungen sein. Lufthansa Cargo behält sich daher das Recht vor, aufgrund von nicht ausreichender Beschreibung der Ware die Annahme von Fracht zu verweigern.
In folgender Liste finden Sie Beispiele für ausreichende Kennzeichnung der Consol Inhalte (in Englisch), die den amerikanischen Zollvorgaben entsprechen und auf jedem Master und HAWB genau vermerkt sein müssen. Bei konsolidierten Sendungen muss die Beschreibung auf HAWB Ebene sehr genau sein, und auf dem Master AWB muss in diesen Fällen "Consolidation per attached Manifest" als Beschreibung vermerkt sein.
"Personal Effects" dürfen nur dann angenommen werden, wenn Ihnen eine genaue Packliste separat beiliegt. Diese Packliste muss lesbar und in English formuliert sein.
Diese Dokumente, angeliefert mit der Fracht in einer gesonderten "Zoll"-Dokumententasche, werden bei Anlieferung kontrolliert und die Sendung erst bei Vollständigkeit als "Ready for carriage" angenommen. Fehlende Dokumente können, wie auch bisher, zur Ablehnung der Sendung bei Anlieferung führen. Solange für einige Routings der US Transit notwendig ist, benötigt Lufthansa Cargo diese Informationen auch für Destinationen außerhalb der USA.
Die folgende Tabelle zeigt, bei welchen Routings diese Anforderungen gelten und wir eine zweite Ausfertigung der Unterlagen benötigen:
| Von | Nach |
|---|---|
| Europa, Afrika | Tokyo (TYO, NRT) |
| Europa, Afrika | Osaka (OSA, KIX) |
| Europa, Afrika | Santiago de Chile (SCL) |
| Europa, Afrika | Montevideo (MVD) |
| Europa, Afrika | Quito (UIO) |
| Europa, Afrika | Bogotá (BOG) |
| Europa, Afrika | Lima (LIM) |
| Tokyo (TYO, NRT) | weltweit |
| Osaka (OSA, KIX) | weltweit |
| Santiago de Chile (SCL) | weltweit |
Für Flüge nach Südamerika (SCL, MVD, UIO, BOG und LIM) benötigt Lufthansa Cargo einen zweiten Umschlag mit allen Dokumenten. Flüge zu diesen Stationen führen normalerweise über US Territorium (MIA), so daß auch hier die neuen Vorgaben der US Zollbehörde CBP gelten. Lufthansa Cargo wird nur Fracht nach Südamerika annnehmen, die AMS konform angeliefert wird.
Sofern eine Sendung aus mehreren Master AWBS mit mehreren HAWB unter einem Master besteht ("Multimaster" Sendungen), so sind die HAWB Daten für diese Sendungen in einem separaten Umschlag bei Frachtannahme mit anzuliefern. Da die Zollvorgaben eine Übermittlung der Daten auf HAWB Ebene erfordert, benötigt LCAG in jedem Fall diese HAWB Daten, auch bei Multimaster AWBs.
Consol Fracht, die als Build Up Units (BUPs) angeliefert wird, muss mit dem geladenen Gewicht und den tatsächlichen Stücken gekennzeichnet werden, so dass Lufthansa Cargo auch dann die Daten übermitteln kann, wenn die Fracht auf verschiedenen Flügen geladen wird. Da die US Zollvorgaben kein berechnetes Gewicht erlauben, muß pro BUP Manifest genau das Frachtgewicht und die Stücke vermerkt sein.
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