
Das 2007 gestartete IATA Projekt eFreight verfolgt das Ziel, die seit Jahrzehnten bekannten und genutzten Papierdokumente aus der gesamten Transportkette der Luftfrachtindustrie herauszunehmen und durch standardisierte elektronische Nachrichten und geregelten Datenaustausch zu ersetzen.

Jede einzelne Luftfrachtsendung benötigt heute unabhängig von ihrer Größe bis zu 30 verschiedene Papierdokumente, wodurch täglich hohe Kosten und längere Transportzeit entstehen. Für die Luftfrachtbranche bedeutet IATA eFreight daher eine Vereinfachung der Prozesse, Verringerung der Komplexität und eine Entlastung der Umwelt. Die Menge an Dokumenten, die in der Industrie jedes Jahr noch benötigt werden, könnte 80 Boeing 747-400 Frachtflugzeuge füllen.
Genau in diesen Punkten setzt das IATA eFreight Projekt an und steht für eine langfristige Optimierung der Luftfrachtindustrie mit allen Partnern innerhalb der Transportkette.
Lufthansa Cargo baut ihr internationales Angebot für papierlosen Luftfrachttransport seit dem Start in 2008 laufend aus. Bereits im Herbst 2008 hatte das Unternehmen in Frankfurt die erste papierlose Sendung in Deutschland auf den Weg gebracht. Lufthansa Cargo treibt als Lead Carrier die Einführung von IATA eFreight in Deutschland maßgeblich voran. Seit Herbst 2008 wurden bereits mehr als 3.000 papierlose Sendungen verschickt.
Ein weiterer Schritt ist die Einführung IATA eAWBs. Der IATA eAWB spezialisiert sich als Teilprojekt von IATA eFreight besonders auf den Ersatz des Master Frachtbriefs durch die elektronische IATA CargoIMP Message FWB.
Noch in diesem Jahr wird der papierlose Luftfrachttransport an allen deutschen und weltweit geöffneten Standorten von Lufthansa Cargo angeboten werden.